I now declare this Spargelsaison open!

Was für ein geniales Wetter an diesem Wochenende! Nachdem am Freitag bereits die Gartenmöbel-Auflagen eingeweiht wurden, haben wir gestern erstmals den Sonnenschirm aktiviert. Und das war auch nötig. In seinem Schatten konnte man sich herrlich ungezügeltem Lesevergnügen hingeben. Sehr erholsam.

Zwischendurch organisierte der Bauherr einen Bagger, der am Montag unser Rhododendren-Beet vor dem Würfel ausheben wird. Da müssen heute noch die restlichen Pflastersteine weggeräumt werden, damit die Fläche komplett frei steht. Und morgen Abend können wir dann zumindest die armen Rhododendren, die seit Wochen hinter der Terrasse in ihren Töpfen geduldig auf ihre Auspflanzung warten, in ordentlichen Boden bringen. Zwei haben mittlerweile schon begonnen zu blühen.

Zudem haben wir gestern die Spargel-Saison eröffnet. Mit einem neuen Rezept. Da in diesem Haushalt zumindest zwei Personen echte Spargel-Fans sind, werden in den nächsten Wochen noch einige neue Zubereitungsmöglichkeiten getestet werden. Hier das – etwas abgewandelte – Rezept von gestern, das aus dem gerade neu erworbenen Kochbuch „Spargel – Der zarte Genuss“ stammt:

Spargel-Schinken-Rollen

Gericht: Rustikaler Teller, Vorspeisenteller

Zutaten

  • 600 g Spargel
  • roher Schinken (mehrere Scheiben je nach Anzahl der Spargel)
  • Senf
  • geriebener Parmesan
  • 1 EL Butter
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Stange Lauch (den hatte ich noch übrig)
  • 1 EL Mehl
  • 150 ml Spargelsud
  • 200 ml Sahne
  • je nach Geschmack etwas Senf
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer

Anleitung

  • Spargel schälen, die obere Hälfte sparsam, die untere großzügiger, bis alle holzigen Stellen entfernt sind. Die Schnittstellen großzügig abschneiden. Den Spargel in Salzwasser knackig garen. Unter kaltem Wasser abschrecken.Die Spargelspitzen auf 12 Zentimeter Länge schneiden und den restlichen Spargel würfeln.
  • Den Schinken auf einer Seite mit Senf bestreichen, je zwei Spargelspitzen darauf legen und einwickeln. In eine gefettete Gratinform legen.
  • Frühlingszwiebeln und Lauch in dünne Ringe schneiden, in der Butter andünsten, das Mehl unterrühren, Spargelsud und Sahne zugeben, glatt rühren, aufkochen und unter ständigem Rühren köchln, bis die Sauce bindet. Spargelwürfelchen zugeben, mit Senf, Salz und Pfeffer abschmecken.Über die Spargel-Schinken-Röllchen gießen. Mit dem Parmesan bestreuen.
  • Gratinform auf mittlerer Schiene im Ofen bei 180° C Umluft (200° C Ober- / Unterhitze im vorgeheizten Ofen) ca. 15 Minuten überbacken.
  • Dazu gab es bei uns Bratkartoffeln. Reis geht sicher auch.

Insgesamt sehr lecker und eine echte Alternative zu den gängigen Sauce-Hollandaise-Spielchen. So langsam wäre es jetzt Zeit für heimische Erdbeeren und passende Nachtisch-Varianten. Ganz entgegen meiner Überzeugung, die Finger außerhalb der Erntezeit von blöden Importen zu lassen, landete gestern ein Kästchen spanischer Früchte in meinem Einkaufswagen. Sie rochen so gut… Geschmacklich war das natürlich wie erwartet nicht die Offenbarung, aber am Ende war das „Erdbeer-Tiramisu“ nach dem bereits abgewandelten und hier geposteten Rezept genießbar. Das wird nochmal mit Erdbeeren, die nach Erdbeer schmecken, ausprobiert werden müssen.

Für Elsternfreunde hier noch ein aktuelles Foto meiner Elster im benachbarten Löwenzahn-Paradies. Und jetzt nix wie wieder raus auf die Terrasse. Später muss noch ein Waffelteig zubereitet und zum Baseball-Spiel nach Mainz transportiert werden. Bis dahin wartet draußen die Sonne auf mich.

8 Kommentare

  1. Lieb gemeint, aber es ist Brutzeit, da hat die Elsternfreundschaft Pause. Momentan seh‘ ich die gar nicht gern. X(

    Bei Spargel bin ich konservativ. Da kommen nur die beiden (ohnehin unübertrefflichen) Klassiker in Frage. Keine Experimente! :noe:

  2. Der badische natürlich, mit Kratzete. 🙂

    Als leckerste Hollandaise-Variante: Spargelspitzen (direkt vom Anbauer, braucht man nicht mal zu schälen) in Hollandaise auf Pfannkuchen. Jamm. :ulle:

    1. mit einer art pfannkuchen – verstehe ich das richtig? kannte ich nicht, werde ich aber testen. da bin ich ja mal gespannt *hechel*

      womit allerdings des huhns frage nach deinem gelege, um das du dir wegen der elstern sorgen machst, noch nicht beantwortet wäre :fg: 😀

  3. Katzete – jaa, das sind zerrissene Pfannkuchen. 😀 Sehr gut habe ich dergleichen schon mehrmals hier genossen:
    https://www.sonne-stegen.de/

    Und da die Spargelsaison ja lange dauert, wird es dem Hund mit seinen zwei Gerichten vielleicht irgendwann langweilig. Deshalb habe ich ein Rezept, das eine nette Abwechslung zu den üblichen
    Spargelgerichten ist:

    250g Tagliatelle
    Salz und Pfeffer
    350g Spargel
    Frühlingszwiebeln
    1 EL Butter
    1 EL Zucker
    1 EL Gemüsebrühe
    1 EL heller Balsamico
    30g Pinienkerne
    60g Parmesan

    Tagliatelle bissfest in Salzwasser kochen.
    Geschälten Spargel in kleine Stücke schneiden und 5 min blanchieren.
    In einer beschichteten Pfanne Butter und Zucker zergehen lassen. Abgetropften Spargel und kleingeschnittene Frühlingszwiebeln dazugeben.
    1 EL Gemüsebrühe in einer halben Tasse Wasser auflösen und dazugeben.
    Balsamico, Salz und Pfeffer darübergeben und bei mittlerer Hitze etwa 5 min schmoren lassen.
    Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne hellbraun rösten. Alles unter die Nudeln mischen und mit Parmesan bestreuen. Fettisch!

    1. der empfehlung für dieses rezept kann ich mich nur anschließen. jetzt, wo ich es durchlese, wird mir klar: das hast du mir schon mal gegeben – und das war köstlich!

      auch gut: jetzt muss ich es nicht mehr suchen, wenn ich es nachkochen will 😀

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