Jetzt aber: Frühling!!!

Das lege ich jetzt einfach mal so fest! Immerhin habe ich heute nach stundenlanger Suche die ersten freiblühenden Krokusse gefunden. Im Mainzer Volkspark.

Prinzipiell war das auch das Tagesziel für heute. Nachdem ich Max um 16 Uhr zum Hallentraining abgesetzt hatte, blieben mir exakt zwei Stunden. Die Wahrscheinlichkeit, im Rosengarten, Stadtpark oder Volkspark fündig zu werden, war gering, aber nicht gleich Null.

Ich hatte die Hoffnung bereits aufgegeben und war auf dem Rückweg zum Auto, nachdem ich aus Verzweiflung schon bei nicht ausreichender Beleuchtung ziemlich verschwommene Vögel durch engmaschiges Gitter fotografiert hatte, weil ich außer den dämlichen, halb erfrorenen Stiefmütterchen in den Beeten nichts finden konnte.

Auf den letzten paar Metern sah ich sie dann doch noch: Lila Krokusse! Erst einen. Dann ein Büschel. Und dann sogar Osterglocken kurz vor der Blüte. Immerhin!
Ansonsten habe ich den Tag damit verbracht, mich mit den heute von der Rentenversicherung zugesandten Fragebögen abzumühen und in völlig zerfledderten Ordnern mehr als zwanzig Jahre alte Unterlagen zu suchen. Und zu finden. Ein Triumph!
Den Abend habe ich dem Verfluchen der bereits gestern erwähnten Zeitschrift „Rezepte mit Pfiff“ gewidmet. Das Endergebnis der Lachs-Wirsing-Lasagne war zwar überaus lecker und wird sicher wieder auf den Tisch kommen, aber die Mengenangaben im Rezept waren wirklich unter aller Kanone.
Da bedurfte es einiger Modifikationen. Offensichtlich werden momentan massenhaft Kochanleitungen auf den Markt geworfen, die nie jemand vorher getestet hat. Und die Käufer der entsprechenden Kochzeitschriften lesen wohl auch mehr als sie kochen. So ging das gar nicht.
Meine Lachsmenge laut Rezept langte gerade mal für eine Schicht, obwohl zwei Schichten damit ausgelegt werden sollten. Die Soße war ohne eigenständiges Strecken und Verlängern deutlich zu knapp bemessen. Dafür war immerhin reichlich Wirsing vorhanden. Ich beschränkte mich am Ende auf eine Lachs- und zwei Wirsing-Schichten. Geschmacklich stellte sich das als überaus gute Idee heraus. Mehr Lachs wäre eindeutig zuviel gewesen – auch wenn es auf dem Zeitschriften-Foto natürlich mit zwei Schichten besser ausschaute.

Lachs-Wirsing-Lasagne

Gericht: Auflaufform

Zutaten

  • 500 g Lachsfilet
  • 600 g Wirsing
  • gekörnte Brühe
  • 9 Lasagne-Platten
  • 40 g Butter
  • 40 g Mehl
  • 200 ml Weißwein
  • 200 ml Sahne
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer
  • geriebener Käse

Anleitung

  • Wirsing putzen und in Streifen schneiden. Zehn Minuten in Brühe blanchieren. 150 ml Brühe aufheben.
  • Lachsfilets in schmale Streifen schneiden.
  • Aus der Butter und dem Mehl die Basis für eine Mehlschwitze herstellen. Wein, Wirsingwasser, Sahne und Milch zugeben. Alles fünf Minuten köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Auf den Boden der Auflaufform eine Schicht Soße geben. Drei Lasagneplatten auflegen, eine Lage Lachs darauf verteilen. Mit einer Lage Wirsing bedecken und Soße darübergeben. Drei weitere Lasagneplatten darauf legen, den Rest des Wirsing darauf schichten, wieder Soße und wieder drei Lasagneplatten darüber geben. Zuletzt geriebenen Käse flächendeckend verteilen.
  • Bei 175° C Umluft in den Ofen schieben bis der Käse goldbraun ist.

Damit die Nudelplatten am Ende ohne Vorkochen weich sind, ist es wie bei regulärer Lasagne wichtig, dass sie komplett mit Soße (bzw. in der oberen Lage mit Käse) bedeckt sind.

Wir haben unsere Teller leer gegessen. Jetzt erwarte ich für morgen trotz aller anderslautenden Voraussagen gutes Wetter. Ich verlasse mich drauf!

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