„Lay me down on a bed of Rosenkohl…“

Gestern versprochen, heute gehalten: Hier ist das polarisierende Rosenkohl-Rezept.

Rosenkohl-Auflauf

Gericht: Rustikaler Teller
Autor: Der Gatte

Zutaten

  • 1000 g Rosenkohl (frisch o. TK)
  • 400 g Geflügelfleischwurst
  • 2 Eier
  • 400 g Saure Sahne o. Crème fraîche
  • 100 g Parmesan, gerieben
  • Salz, Pfeffer

Anleitung

  • Rosenkohl waschen, putzen und blanchieren (bei TK-Ware: nur blanchieren). In eine Auflaufform geben. Fleischwurst würfeln, zugeben und mit dem Rosenkohl mischen.
  • Eier trennen, Eigelb mit der Sauren Sahne bzw. der Crème fraîche und dem Parmesan vermischen. Eiweiß steif schlagen und unterziehen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Alles über die Rosenkohl-Fleischwurst-Mischung geben und verteilen.Bei 200° C (Umluft) 35 bis 40 Minuten auf mittlerer Schiene garen. Fertisch!

Die angegebenen Mengen sollten für vier Personen ausreichend sein. Oder für zwei Personen mit Aufwärmen am nächsten Tag…
Apropos „aufwärmen“… Hier schneit und schneit und schneit es ununterbrochen, während in Mainz und Wiesbaden Tauwetter herrscht. Der Heimweg nach dem Büro war wie eine Reise in eine andere Welt. Am Wiesbadener Nordfriedhof, an dem ja offensichtlich ohnehin eine andere Klimazone beginnt, schlug der Nieselregen in Schnee um. Dann in mehr Schnee. Und schließlich in unglaublich viel Schnee.

 

So viel Schnee, dass es Norbert heute anscheinend nicht zu seiner Futterstelle, von der allerdings auch nichts mehr zu sehen ist, geschafft hat. Armer, kleiner Norbert! Jetzt irrt der wahrscheinlich ausgehungert auf Futtersuche durch Kälte und Schnee und seine kleinen Füßchen sind eiskalt. Wenn ich nur wüsste, wie man ihm helfen könnte!
Vom Einkaufen habe ich ihm eben jedenfalls mal etwas mitgebracht. Was für Hamster und Meerschweinchen gut ist, kann ja einer Maus nicht schaden. Irgendwie hat die Packung nur ein „T“ zuviel…
Nachdem wir es im Anschluss an den Einkauf kaum noch schafften, das Auto auf den Parkplatz zu fahren, beschlossen Max und ich, dass es wohl eindeutig an der Zeit sei, ein wenig Schnee zu schippen. Die Parkplätze sind jetzt von der Straße aus wieder gefahrlos zu erreichen. Der vom Schneepflug angehäufte Wall ist komplett entfernt. Jedenfalls für die nächsten paar Stunden.
Desweiteren haben wir einen Weg zur Tür geschaufelt, damit der Zeitungsmann morgen nicht wieder abzieht, weil er nicht bis zum Briefkasten durchkommt.
Lustig war auch der Moment, in dem wir ins Überlegen kamen, aus wievielen Palettenstufen unsere Designertreppe denn nun eigentlich besteht. Das waren doch mehr als eine, oder? Allerdings. Die untere war nur ebenerdig eingeschneit und komplett verschwunden.
Komplett verschwunden ist er zwar noch nicht, aber das scheint nur eine Frage der Zeit zu sein: der Schneemann bzw. was von ihm übrig ist. Ich denke, wir werden ihn morgen vergrößern müssen, damit man noch etwas von ihm erkennen kann. Witzig auch der Tisch auf der Terrasse, der wie ein riesiger Pilz aussieht. Gut, dass ich morgen nicht ins Büro muss…

11 Kommentare

  1. Wo du schon ein altes Passbild von mir als „link within“ darunterschiebst hättest du wenigstens auch ein Substitut für aaarghhh! „Das Grauen“ FLEISCHWURST angeben können.

    1. fleischwurst – das graue geheimnis! 😀
      auf persönliche animositäten bzgl. bestimmter lebensmittel kann ich leider keine rücksicht nehmen :noe:

  2. Hamsterfutter! :achso: Jetzt weiß ich endlich, warum ich mich in letzter Zeit so kraftlos fühle. :argh:

    Der Rosenkohlauflauf wird mich aber sicher wieder aufpäppeln. Erst recht, wenn Frauchen den Kohl durch Fleischwurst ersetzt. :ulle:

  3. Da ich kullinarisch vor keiner Schandtat zurück schrecke, mich auch vor nichts in der Hinsicht eckel, werde ich dieses Rezept gleich am Montag auspropieren. 😉 Solttest du nix mehr von mir hören,
    könnte in spätestens drei Tagen danach ein Brief von meinem „Küchenanwlt“ bei dir eintreffen. 😉
    Schönes „winterliches“ WE wünscht euch rolf 🙂

    1. der brief wird wahrscheinlich nicht zustellbar sein, da bis dahin niemand mehr bis zu unserem briefkasten vordringen kann 😀
      ich stand der fleischwurst-rosenkohl-kombi auch äußerst kritisch gegenüber. das mißtrauen schwand nach dem ersten versuch.
      mahlzeit und ebenfalls ein schönes wochenende! =)

  4. „Gute Hausfrauen wissen: Rosenkohl (Spinat, Broccoli…) schmeckt sehr viel besser, wenn man ihn kurz vor dem Servieren durch ein Schnitzel ersetzt!“

    Ich selbst zähle Rosenkohl zu meinen Lieblingsgemüsen. Vorzugsweise TK, weil ich das Putzen nicht leiden mag – endlos! Dies wird demnächst hier gegessen werden, mit Speck/Schinkenwürfeln statt
    Geflügelwurst.
    (Ein sehr guter Plan!)
    Jetzt koche ich Bleistifterins guten Wirsingeintopf (leider nur in der langweiligen, fettarmen Version ohne Mettenden.)

    1. damit steht es jetzt, wenn ich mich nicht verrechnet habe 4:2 FÜR den rosenkohl. go, rosenkohl, go! 😀

      wirsing ist auch super. schön mit kartoffeln vermatscht vor allem *mjam* meine mutter pflegte ihn uns unter der bezeichnung „springgemüse“ schönzureden, weil ihn damals niemand so recht mochte.
      funktionierte gut – vor allem in den gummitwist-jahren 😀

    1. ich könnte nochmal einen nachlegen. wie gesagt: „zuviel rosenkohl“ ist genauso ein gerücht wie „zu schöne frauen“ oder „zu reiche männer“ 😀

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