Süßes & Dummes

Bevor ich mit dem Pfefferminzsirup anfange, eins vorweg: Er ist echt grün. Also so richtig grün. Das kommt nicht von der Minze. Ich habe gesündigt und ein winziges bißchen Speisefarbe hinzugefügt. Steinigt mich!

Aber im Ernst: Er schmeckt sensationell minzig und ich bin total begeistert. Damit sollte mein Pfefferminzplan für Sonntag, der ja nur ein winziger Teil des Gesamtplans für Sonntag ist, auf alle Fälle aufgehen. Einen besseren Pfefferminzsirup hätte ich in keinem Laden finden können.

Manchmal ist man halt echt blöd. Ich war in Gedanken so weit, der modernen Lebensmittelchemie mehr zu trauen als meinem Kräuterbeet. Was für ein Unsinn! Nichts ist am Ende so gut wie das Original. Ich entschuldige mich hiermit offiziell bei der Pfefferminze. Bei jeder lebenden Pfefferminze.

Und weil das Ganze wirklich sehr, sehr lecker ist – und auch für mich selbst und wegen meines miesen Gedächtnisses – hier das Rezept:

Pfefferminzsirup

Gericht: Einmachglas
Keyword: sirup
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • reichlich (ca. 30 Stengel)  Pfefferminze (meine 'Marokkanische Minze' war perfekt)
  • 2,5 l Wasser
  • 50 g Zitronensäure
  • 2 kg Zucker

Anleitung

  • Minze gründlich waschen und Blätter abzupfen. Wasser mit Zintronensäure und Minzblättchen in ein großes Glas geben, verschließen und ordentlich durchschütteln. Über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag in einen Topf geben, aufkochen und durch ein feines Sieb oder Tuch abgießen. Sud wieder zurück in den Topf geben, Zucker einrühren und nochmals kräftig aufkochen lassen. Heiß in Twist-Off-Gläser oder -Flaschen füllen.
  • Schmerzfreie Menschen geben etwas Speisefarbe bei, damit die Sache auch wirklich grün und minzig aussieht.

Ansonsten war das heute wieder ein Tag, an dem mich vermutlich eine Aldi-Kassiererin für alkoholkrank gehalten hat: je drei Pullen Billig-Wodka und Amaretto – was soll man da auch denken? Immerhin habe ich meine Brutalkäufe jetzt auf drei Filialen gesplittet, bin also überall nicht mehr als einmal unangenehm aufgefallen. Könnte noch als einmaliger Partybedarf durchgehen.

Die Spirituosen sind für die mir Anfang der Woche anvertraute Ladung Holundersaft gedacht. Die werde ich am Wochenende nämlich veredeln. Und dann langt es prinzipiell auch mal mit den Likörchen. Sollte ich selbst noch losziehen, um Holunder zu pflücken, werde ich ihn wohl eher als Marmelade einkochen. Mehr als trinken kann man ja irgendwie auch nicht…

Vielleicht plündert ja aber in nächster Zeit jemand den Kellerersatzraum. Dann wäre da mehr als er wegschleppen kann. Wobei er die Gammelnüsse vielleicht stehen lassen würde. Ignorant! Der Thematik des Plünderns hat sich heute ja nun auch mein Freund F.J. Wagner angenommen: „Böse Plünderer, …“ Aaach… Und wie soll ich das nun verstehen: „Heute in allen TV-Sendungen sehen wir Plünderer. Sie rauben Läden aus, sie stehlen Flachbildschirme, Handys, Jeans. Treten Fensterscheiben ein. Sie sind wie Haie, die nach Fischen jagen. Sie fressen alles.“ Meint er die Nachrichten und die Sondersendungen live aus der Frankfurter Börse? Muss wohl. Und kurz vor dem Ende seiner lächerlichen Beschimpfungen kommt dann das, worauf mich mein Hirnleichensuchhund aufmerksam gemacht hat:

„Leider bleibt die Dummheit so lange am Leben wie die Weisheit. Die Dummheit ist weder deutsch, französisch, amerikanisch, englisch – die Dummheit ist überall auf der Welt. Man darf nicht verzweifeln.“   

Das lasse ich mir jetzt aber mal ganz genehm auf der Zunge zergehen. Die fiesen Fehler (Wo zum Teufel ist das „noch“ nach dem „weder“?!) ignoriere ich dabei generös.

Wer übrigens zum gleichen Thema etwas Intelligentes lesen will, dem sei folgender Link ans Herz gelegt: „William Wall: Tottenham & Beyond. Nur falls man mal etwas anderes lesen will, als dass es sich bei den Unruhen in England um die Taten eines Rudels krimineller Schwachsinniger handelt, die nun wirklich keinen Grund haben, sich derart ungesittet aufzuführen.

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