Wenn ich schon nichts essen darf, …

… kann ich wenigstens konservieren. Das dachte ich mir heute angesichts der erntefähigen Weinbergpfirsiche am in diesem Jahr arg gebeutelten Bäumchen. Bevor mir die Wespen auch noch den letzten Rest wegfressen, pflückte ich, was noch zu retten war. Immerhin über ein Pfund extrem köstlicher Pfirsiche.

Das weiß ich nur, weil ich beim Schnippeln verbotenerweise genascht habe. Nach langen Überlegungen entschied ich, aus diesem einen Pfund ein Chutney herzustellen. Da hat man dann im Winter was Passendes zu eventuell Gästen vorzusetzenden Käsebrettern. Oder auch zu dunklem Fleisch.

Rote Weinbergpfirsiche hätten sicher schöner ausgesehen, aber die bekomme ich erst nächstes Wochenende beim Heimatbesuch. Unser Bäumchen trägt offensichtlich weißfleischige. Die kannte ich so vorher gar nicht, bin aber jetzt recht angetan vom Geschmack.

Hier mein improvisiertes Rezept:

Weinbergpfirsichchutney

Gericht: Einmachglas
Keyword: weinbergpfirsich
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 500 g Weinbergpfirsiche
  • 50 g Zucker
  • 3 EL Ahornsirup
  • 100 ml weißer Balsamico
  • 50 ml Rotwein
  • 1 große rote Zwiebel
  • 5 Zweige Pfefferminze
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Schale einer halben Bio-Zitrone
  • 1 TL Zimt
  • Salz, Pfeffer

Anleitung

  • Weinbergpfirsiche schälen, entsteinen und würfeln. Zwiebel fein würfeln, Knoblauch hacken. Pfefferminze sehr fein schneiden und anschließend hacken. Zitronenschale abreiben.
  • Sämtliche Zutaten in einen Topf geben, kurz aufkochen und anschließend bei reduzierter Hitze etwa 1,5 Stunden einkochen. Möglicherweise etwas länger, wenn noch zuviel Flüssigkeit im Topf ist.
  • Heißes Chutney in vorher sterilisierte Twist-Off-Gläser füllen und fest verschließen. Auf einem Küchenhandtuch abstellen und abkühlen lassen. Sich an den "Plopp!"-Geräuschen erfreuen.

Riecht schon mal sehr gut. Der erste Test wird warten müssen, bis noch ein paar Kilos von meinen Hüften verschwunden sind. Ich freue mich aber schon drauf. Ein Grund mehr, brav mindestens viermal die Woche durch den Wald zu rennen.

Heute war dann ja der 50-Minuten-Lauf fällig. Am Ende dauerte er 46 Minuten. Ich fühlte mich schlechter als gestern, war aber schneller. In den 46 Minuten war noch ein Abstecher auf den Eichhörnchenweg enthalten. Ich glaube, ich weiß jetzt, wo der lang geht. Und er wird wohl meine Alternative für längere Läufe. Eventuell später dann als Achter mit dem Standard-Birkenweg.

Immerhin scheint jetzt am späten Nachmittag das angekündigte Unwetter noch loszugehen, das unsere komplette Tagesplanung auf den Kopf gestellt hat. Gerade schüttet es wie aus Kübeln. Die obligatorische, sonntägliche Max-Rückholaktion aus Mainz scheint ziemlich feucht zu werden. Immerhin besser, als wenn es mich im Wald oder den Bauherrn auf seiner Radrunde erwischt hätte.

Ooops! Es donnert. Da gibt es sicher demnächst nette Verschwörungstheorien im Netz. Schließlich ist heute der zehnte Jahrestag von 9/11. Dazu vielleicht mal ein lustiges youtube-Video (<- Youtube-Link! Zum Aktivieren des Videos musst du den Link an klicken. Ich weise dich hiermit darauf hin, dass nach der Aktivierung Daten an den jeweiligen Anbieter übermittelt werden.) vom 15.06.2010 mit Eva Br… ääähhh… Herman aus den „Kopp News“. Nett, dass man sich dort zumindest optisch eng an „heute“ orientiert. Alles andere ist natürlich weit entfernt von seriöser Berichterstattung – aber durchaus unterhaltsam.