Brutalstmögliche Adventseinstimmung

Freitag war mein letzter Arbeitstag vor dem traditionellen Plätzchenurlaub.Nachdem ich dann irgendwann auch den Abgang schaffte, war ich allerdings wenig in Advents- und / oder Weihnachtsstimmung. Und ich hatte nur zwei Tage Zeit, das zu ändern. Klingt hart, klappte aber.

Samstag gegen Mittag traf ich mich mit Kollegen und Kolleginnen am Mainzer Hauptbahnhof. Nachdem wir vergangenes Jahr einen Ausflug nach Köln unternommen hatten, wollten wir es diesmal etwas beschaulicher angehen. Bad Münster am Stein. Dank Jobtickets mit Mitnahmeregelung konnten wir sogar alle praktisch auf Firmenkosten durchstarten. Noch besser!

Gut: Die große Hektik wie in Köln kam nicht auf. Schlecht: Nach einer Stunde hatten wir alles gesehen. Und es war nicht mal dunkel. Verdammt!  Wir konzentrierten uns auf die Glühwein- und Fressbuden. Zwischendurch ein wenig Künstlermarkt. Die Zeit verging wie im Flug.

Wir tranken und mampften uns so über den Weihnachtsmarkt bis es anfing zu regnen. Da fiel zum erstenmal der Blick auf die Bahn-App. Wir planten die Rückfahrt. Passte alles perfekt. Alle sollten ihre Anschlüsse erreichen. Der Gatte machte sich auf den Weg.

Eine Feuerzangenbowle ging noch. Als wir in den Bahnhof Ingelheim einliefen, wurde es blöd. Wir standen erstmal. Dann hörten wir „Aufgrund einer Zugüberholung…“. Und dann „Aufgrund eines Krankenwageneinsatzes am Gleis…“. Überraschenderweise ging das aber dennoch recht flott. Zehn Minuten Verspätung – das passte. Am Ende ist es ein toller Tag gewesen.

Aufgrund akuten Brotmangels bei meiner Heimkehr beschloss ich recht spät, noch Brötchen für heute morgen anzusetzen. Sehr schnelle und unkomplizierte Brötchen möglichst.

Ich hatte starke Zweifel, ob mein nach dem Genuss von reichlich Glühwein improvisiertes Rezept funktionieren würde, aber es funktionierte. Quelle surprise!

Schnelle Dinkelbrötchen

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Zutaten

  • 500 g Dinkelmehl, Type 630
  • 1 Tütchen Trockenhefe (oder etwa 20 g frische Hefe)
  • 1 TL Meersalz
  • 400 ml lauwarmes Wasser
  • extra Mehl zum Bestäuben

Zubereitung

  • Am Vorabend Mehl, Hefe, Salz und Wasser kurz verkneten und anschließend über Nacht mit einem feuchten Handtuch abgedeckt gehen lassen.
  • Am Morgen auf einer bemehlten Arbeitsfläche Teiglinge abstechen. Derweil eine mit Wasser gefüllte Fettpfanne auf der unteren Schiene in den Ofen geben und diesen auf 220°C Umluft vorheizen.
  • Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Lochblech geben, einschneiden und im vorgeheizten Ofen goldbraun ausbacken.
  • Ich habe mit unterschiedlichen Formen experimentiert. Perfekt fand ich am Ende die einfach nur rechteckig abgestochenen Brötchen im Ciabatta-Format.

Das Frühstück war gerettet. Gegen Mittag kam dann folgende Frage auf: „Wann gibt es denn eigentlich mal wieder Kanelboller?“ Eine existentielle Frage. Wahrhaft!

Aufgrund Milchmangels begab ich mich zum nahegelegenen „Bornhof“ und zapfte Frischmilch. Und dann roch das komplette Haus zwei Stunden später nach Zimt und Kardamom. Und nachdem ich jetzt probiert habe, isses soweit: Ich bin weihnachtsbäckereiheiß. Morgen geht’s los.

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