„Don’t panic!“

Jetzt mal ehrlich: Ist das normal, was um uns herum derzeit passiert? Der eine Irre treibt Menschen an die Grenze seines Landes, damit die Menschen eines anderen Landes mit Wasserwerfern und Tränengas auf sie zielen.

Ein anderer Irrer gibt Sätze wie Low Ratings Fake News MSDNC (Comcast) & CNN are doing everything possible to make the Ca(!)ronavirus look as bad as possible, including panicking markets, if possible. Likewise their incompetent Do Nothing Democrat comrades are all talk, no action. USA in great shape!“ von sich. Schriftlich.

Gleichzeitig haben die Bewohner unseres Landes Todesagst um ihr armseliges Leben und kaufen als logische Konsequenz natürlich erstmal Discounter leer. Nudeln, Reis, Seife, Klopapier. Und online dann noch völlig nutzlose Schutzmasken. Und kanisterweise Desinfektionsmittel. By the way: Die Läden, in denen ich einkaufe, sahen letzte Woche aus wie immer. Keine Ahnung weshalb. Ich kaufe vielleicht in den falschen Läden ein?!

„Would it save you a lot of time if I just gave up and went mad now?“ – Douglas Adams

Erstens finde ich das seltsam, weil: Wieviele Seifenstücke und Klopapierrollen braucht man, wenn man tatsächlich zwei Wochen Quarantäne hinter sich bringen muss?! Und zweitens: Industriepasta und Reis – schön – und was dazu?!

Ich bin sehr erstaunt. Und ich bin sicher: Nein. Wir werden nicht alle sterben. Und falls doch, können wir wenigstens dabei noch trockene Nudeln runterwürgen. Mahlzeit!

Oder um nochmals Douglas Adams zu zitieren: „This planet has – or rather had – a problem, which was this: most of the people living on it were unhappy for pretty much of the time. Many solutions were suggested for this problem, but most of these were largely concerned with the movement of small green pieces of paper, which was odd because on the whole it wasn’t the small green pieces of paper that were unhappy.“

Ich habe jetzt eine gute Nachricht für alle, die keine Nudeln mehr bekommen haben beim Einkauf: Man kann Pasta selbst machen! Überraschung! Mit Ei und ohne. Und mit einem Paket Mehl, etwas Salz und etwas Wasser kann man deutlich mehr Pasta herstellen – die übrigens auch deutlich besser schmeckt -, als man in einer handelsüblichen Einkaufstasche nach Hause schleppen kann.

Und! Hasardeuse (heute ist immerhin Weltfrauentag!), die ich bin, koche ich nach wie vor meine Vorratskammer und meinen Gefrierschrank leer. Nehmt dies! Seit Januar blockiert eine größere Menge Kalbsbäckchen aus der Frankfurter Kleinmarkthalle einigen Platz. Gestern wurden sie aufgetaut, pariert, scharf angebraten und mit allerlei Suppengemüse für drei Stunden im Backofen platziert. Strom gibt’s ja noch…

Blöderweise ging mein Plan nicht optimal auf. Die Parüren blieben übrig. Und etwa die Hälfte des Suppengemüses. Ich stopfte also am Ende fast mehr zurück ins Gefrierfach, als ich ihm vorher entnommen hatte. Egal. Dann koche ich halt diese Woche eine Ladung Brühe ein – und dann passt das.

Douglas Adams dazu: “Time is an illusion. Lunchtime doubly so.”

Der Pastateig ist von Freitag Abend. Meine übliche Menge Pastateig mit Ei ergab etwa 50 Ravioli – genug für drei Zwei-Personen-Mahlzeiten. Die Füllung bestand aus Grünkohl und Feta. Jedenfalls hauptsächlich.

Freitags gab es dazu eine Tomatensauce aus selbst eingekochten Ofentomaten und Paprika-Tomaten-Basis. Der aufmerksame Leser merkt es: Ich koche weiterhin meine Vorräte leer!

Samstags landeten Ravioli mit der gleichen Füllung in einer Art Käsesauce. Ebenfalls perfekt. Hier eine kurze Anleitung:

Käsesauce für gefüllte Pasta

Gericht: Pastateller, Sauciere
Keyword: pasta
Portionen: 2 Portionen
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 60 g Butter
  • 200 ml Sahne
  • 60 g Frischkäse
  • etwas Wildthymian, etwas Wildoregano
  • 0,5 Zehe Knoblauch gehackt
  • 1 Schuss Weißwein trocken
  • 75 g Pecorino frisch gerieben
  • hier: Feta-Reste
  • Salz, schwarzer Pfeffer
  • 1 Spritzer Zitrone

Anleitung

  • Butter, Frischkäse und Sahne zusammen erhitzen. Knoblauch und Gewürze zugeben und sanft köcheln lassen.
  • Etwas Weißwein angießen und weiter köcheln lassen.
  • Alles durch ein Sieb und zurück in den Topf geben.
  • Geriebenen Pecorino (und eventuell vorhandene Fetareste) zugeben, umrühren und bei geringer Hitze weiter reduzieren.
  • Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
  • Pasta dazugeben und sofort servieren.

Ich gab reichlich Basilikum darüber. Das war perfekt. Geht übrigens bestimmt auch mit Discounterpasta – falls wer auf Bergen davon sitzen sollte und sie auf dem Schwarzmarkt nicht los wird.

Viel von meinem wie einen Augapfel gehüteten gozitanschen Pecorino habe ich jetzt nicht mehr. Das macht mich ein wenig traurig.

Und wo wir gerade gedanklich auf Gozo sind: Heute vor drei Jahren stürzte das Tieqa Żerqa – das Azure Window – ein. Auch das macht mich traurig. Aber da wir ja nun ohnehin alle an einem Virus zugrunde gehen werden, ist das auch nicht mehr wirklich schlimm. Und Desinfektionsspray und Reis hätten ihm auch nicht helfen können.

 

“For instance, on the planet Earth, man had always assumed that he was more intelligent than dolphins because he had achieved so much—the wheel, New York, wars and so on—whilst all the dolphins had ever done was muck about in the water having a good time. But conversely, the dolphins had always believed that they were far more intelligent than man—for precisely the same reasons.” – Douglas Adams

Wie man ganz oben sieht, entwickeln sich meine Tomatenbabies hervorragend. Immerhin ein kleiner Lichtblick. Ach… Und bevor ich es vergesse: Donnerstag lief gut. Danke fürs Daumendrücken, falls wer seine Daumen gedrückt haben sollte.

Ich kümmere mich dann mal um die Kalbsbäckchen. Möglicherweise das „letzte Abendmahl“.

„God’s Final Message to His Creation: ‚We apologize for the inconvenience'“

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