Grün ist die Hoffnung

Pünktlich zum Wochenende war’s wieder grau in grau. Man würde ja jetzt schon mal gerne langsam die Tomaten- und Chilipflanzen rausstellen, aber bei Nachttemperaturen von zwei Grad plus macht das leider noch keinen Sinn. Im Gegenteil. Und so spielt sich derzeit das Bunte auf den Tellern ab. Bärlauch wurde bereits mehrfach durchexerziert. Sehr gelungen das Bärlauchsalt diesmal. Was mit Bärlauch geht, sollte auch mit anderen Kräutern funktionieren.

Und da der Estragon wie wild sprießt – völlig unbeeindruckt übrigens von den Temperaturen -, habe ich damit einen Versuch gestartet. Nach dem Bärlauchsalzrezept. Und ich glaube, man kann es auch für alle möglichen anderen wunderbar grünen Salze verwenden.

Kräutersalz

Gericht: Einmachglas
Keyword: bärlauch, estragon, salz
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 50 g frische Kräuter hier: Estragon
  • 500 g Salz hier: bestes Gozo-Salz

Anleitung

  • Kräuter grob zerkleinern und mit dem Küchenhäcksler – Moulinettengedöns, Thermomix oder auch Pürierstab – zerkleinern. Salz zugeben und mithäckseln.
  • Masse gleichmäßig auf einem Backblech verteilen und bei 70°C im Ofen trocknen lassen. Ofentür immer mal wieder öffnen, um Feuchtigkeit entweichen zu lassen.

Das funktioniert ganz hervorragend und duftet köstlich. Das Estragonsalz wird diese Woche noch an Fisch getestet.

Noch ein Grün hatte Premiere: Grie Soß. Diesmal nach einem Rezept von Julia – German Abendbrot – und das war ganz hervorragend. Der beste Grie-Soß-Versuch bisher. Ich habe die Eimenge etwas reduziert und mich ansonsten buchstabengetreu ans Originalrezept gehalten.

Frankfurter Grie Soß

Grüne Soße
Gericht: Sauciere
Keyword: sauce

Zutaten

  • 1 Paket Kräuter für Grüne Soße sieben Freunde müsst ihr sein: Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Pimpinelle, Sauerampfer, Borretsch, Kresse
  • 1 Ei hartgekocht
  • 125 g griechischer Joghurt
  • 125 g Saure Sahne
  • 2-3 EL Essig
  • 2 EL neutrales Pflanzenöl
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Anleitung

  • Kräuter grob zerkleinern und anschließend mit dem Ei, Senf, Essig, Öl und etwas Salz und Pfeffer pürieren.
  • Joghurt und Saure Sahne bis zur gewünschten Konsistenz zugeben. Etwas durchziehen lassen.

Es gab sie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu Spargel – einmal weiß, einmal grün – und Rinderfilet. Ein Festessen!

Dieser Spargel musste sein obwohl unser Lieblingsstand noch nicht aufgetaucht ist. Die Gier war zu groß. Jetzt warten wir aber wieder geduldig. Zumindest auf weißen. Den gibt’s erst wieder, wenn er schmeckt und um die Ecke angebaut wird.

Was uns zwischendurch mal Sorgen gemacht hat, war die Malta-Offensive der BLÖD in Verbindung mit Austrahlung der ARD-Produktion „Hartwig Seeler – Ein neues Leben“ ein paar Tage später. Jetzt bitte, bitte keine unnötige Werbung! Malta ist schon voll genug. Und auf Gozo soll bitte alles so bleiben, wie es ist. Wird es nicht. Ich weiß. Verdammt!

Heute geht’s in der Küche weit weniger grün zu. Uns war mal wieder nach indischem Essen. Gestern bereits. Das Praktische an einem Thali ist ja, dass von ein oder zwei der Komponenten stets Reste bleiben, die dann am Folgetag nur um ein paar Sachen ergänzt werden müssen. Dann bleiben wieder andere Reste. Indisch bleibt es dann insgesamt meist tagelang. Macht ja nix. Freut hier jeden.

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