Heute koch‘ ich, …

…morgen back‘ ich, übermorgen hol‘ ich mir der Königin ihr Kind“. Oder so ähnlich. Ich habe allerdings mittlerweile den Überblick über den aktuellen Tag verloren. Aber das ist irgendwie auch egal. Bevor ich es vergesse: Fröhliche Weihnachten allerseits!

Wie in jedem der letzten zehn Jahre stehe ich praktisch tagelang am Herd. Ich sag’s vorweg: Das macht mir Spaß. Klingt seltsam, ist aber so. Was mir keinen Spaß macht, ist der heutige Super-GAU. Die Spülmaschine hat sich verabschiedet. Mittendrin. Einfach so. Ohne Abschiedsbrief. Und im extrem unpassendsten Moment aller Zeiten. Verdammt!

Heulen und Jammern hilft da nicht. Zähne zusammen und weiterkochen! Gerade sieht die Küche aus wie ein Schlachtfeld. Ich habe das Licht ausgemacht und das Stockwerk gewechselt. Riecht aber ziemlich gut im ganzen Haus. Uuund: Ich bin bislang stur meinem Vier-Tages-Plan gefolgt. Ohne Wenn und Aber.

Und ich habe sogar nach dem Ableben der Spülmaschine und einem kurzen und extrem hysterischen Weinkrampf einen Galaktoboureko, der eine von sechs Hauptkomponenten des Desserttellers sein wird, gebastelt. Und drei, vier weitere Sachen für Ganz Nummer vier. Wird schon. Irgendwie.

 

Habe ich gejammert?! Nein! Ich habe nicht gejammert! Und ich lege auf dieses tapfere Blogpost noch das Rezept für einen weiteren Dessertbestandteil drauf: Imqaret.

Imqaret ist Malti. Und es ist der Plural von Maqrut. Und es bezeichnet eine Süßigkeit, die hier schon irgendwann vorkam, weil wir sie bei strahlendem Sonnenschein auf einer Terrasse auf der Cittadella in Gozo gegessen hatten. Mit Vanilleeis! Pah!

Okeeeehhhh. Hier hätte jetzt eigentlich das Rezept kommen sollen. Aber es ist weg. Schwupp. Läuft heute nicht so bei mir. Zumal ich etwa eine Stunde daran gesessen hatte. Übersetzen. Testen. Schreiben. Ist das hier Heiligabend?! Ich mag nicht mehr…

Verlinke ich halt erstmal auf die Quelle des Rezepts: A Maltese Mouthful. Vielleicht übersetze ich es bei Gelegenheit nochmals. Wenn die Spülmaschine bis dahin wieder geht.

Und jetzt wanke ich zum Sofa. Wie man oben in der Rudolph-Kugel, sieht beäugte der Gatte es heute kritisch. Anschließend schäumte er es ein. Und bürstete es gründlich. Und saugte es irgendwann auch noch ab. Jetzt duftet es wunderbar – alles Chemie! Ich will trotzdem da hin! Und der Baum ist auch da. Heiligabend. Pah!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.