Randbemerkungen

Es gab Trüffel, Baby! Den letzten Rest meiner beiden Geschenktrüffel. Und sie waren extrem gut kombiniert. Dass ich grüne Pasta herstellen wollte, stand fest – nicht aber womit. Im Garten stieß ich auf die letzten Zweige Thaibasilikum. Das schien mir eine gute Idee zu sein. Und es war eine gute Idee.

Und gleichzeitig war es das schnellste Abendessen der Woche. Mit gekaufter Pasta wäre es gar in etwa zwanzig Minuten auf dem Tisch gewesen. Ich fasse mal kurz zusammen:

Thaibasilikum-Pasta in Butter-Pecorino-Sauce mit Trüffeln

Gericht: Pastateller
Land & Region: Mediterran
Keyword: basilikum, butter, käse, pasta, pecorino, trüffel
Portionen: 2 Portionen
Autor: MrsFlax

Zutaten

für den Pastateig:

  • 200 g Weizenmehl Tipo 00
  • 2 Eier
  • Thaibasilikum
  • etwas Salz

weiterhin:

  • Butter reichlich
  • Pecorino frisch gerieben
  • frischer Trüffel in feine Scheiben gehobelt

Anleitung

Erst der Pastateig…

  • Teigzutaten verkneten, bis sich ein kompakter Teig formt. Etwa eine Stunde kalt stellen.
  • Anschließend auswalzen und in die gewünschte Form bringen.

… dann der Rest!

  • Salzwasser zum Kochen bringen. Pasta darin garziehen lassen – etwa bis al dente. Etwas Pastawasser abnehmen. Nudeln abgießen.
  • Derweil Butter in einer hohen Pfanne auslassen. Abgetropfte Pasta hineingeben und schwenken. Reichlich Pecorino und bei Bedarf etwas vom Nudelwasser zugeben. Pasta immer wieder schwenken. Und Flüssigkeit dabei verdampfen lassen.
  • Pasta in die Teller geben und Trüffel darüber hobeln. So simpel, so gut.

Die vergangenen Tage waren arbeitstechnisch anstrengend und vollgepackt. Aber es ist Land in Sicht. Das brachte mich über die vergangene Woche und wird mir auch über die aktuelle hinweg helfen.

Und über die Nachwehen der Bundestagswahl. Ich lasse mich da jetzt nicht groß drüber aus, aber nur eins: Es ist eklig. Bei jeder einzelnen Nachrichtensendung und bei jedem einzelnen Polit-Talk hat es mich geschüttelt. Wenn die Herrschaften sich dann mal einig sind, für was und für wieviel sie sich und ihre „Ideale“ (kleiner Scherz!) verkaufen wollen, ist mir vielleicht nicht mehr ganz so schlecht wie jetzt gerade. Oder noch schlechter. Wir werden sehen.

Was hier auch zwingend rein muss, ist das Rindfleisch Vindaloo aus meinem indischen Lieblingskochbuch „Thali“. Eigentlich ist es ein Schweinefleisch Vindaloo, aber ich habe es bereits mehrfach mit Rind gekocht, und es ist super.

Rindfleisch Vindaloo

Gericht: Fleischteller
Land & Region: Indisch
Keyword: fleisch, rind
Autor: nach: Tanja Dusy, Thali – das Indien-Kochbuch

Zutaten

  • 400 g Rindfleisch Gulaschfleisch
  • 4 getrocknete Kashmiri Chilischoten zerkleinert
  • 1 TL Kardamom gemahlen
  • 1 TL schwarzer Pfeffer gemahlen
  • 0,5 TL Nelken gemahlen
  • 1 EL Korinderssaat gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 10 g Ingwer frisch, fein gerieben
  • 4 Zehen Knoblauch 2 x fein gerieben, 2 x in dünnen Scheiben
  • 4 EL Rotweinessig
  • 0,5 TL Kurkuma gemahlen
  • Salz
  • 2 Schalotten in feinen Ringen
  • neutrales Pflanzenöl zum Anschwitzen
  • 1 Stange Zimt
  • 1 EL Muscovado Zucker oder ein anderer Rohrohrzucker

Anleitung

Am Vorabend die Marinade…

  • Chili, Gewürze, Ingwer, geriebenen Knoblauch und Rotweinessig verrühren. Kurkuma und Salz zugeben.
  • Fleisch in Würfel schneiden und mit der Mainade vermengen. Sechs bis zwölf Stunden – oder über Nacht – im Kühlschrank marinieren lassen.

… etwa eine Stunde vor dem Essen

  • Öl erhitzen. Zwiebelringe und in Scheibchen geschnittenen Knoblauch mit der Zimtstange glasig anschwitzen. Hitze erhöhen, Fleisch und Zucker zugeben.
  • Unter Rühren rundum anbraten. Nochmals leicht salzen, falls nötig. 300 ml Wasser angießen und alles kurz aufkochen lassen.
  • Hitze reduzieren und bei geschlossenem Deckel etwa 45 Minuten garen, Zwischendurch immer mal umrühren.
  • Schließlich Deckel abnehmen und bei mittlerer Hitze die Flüssigkeit nahezu vollständig einkochen lassen, bis eine sämige Sauce entstanden ist.

Es gab Kreuzkümmelkartoffeln dazu und Labaneh aus dem Vorrat. Wenn man am Vorabend ans Marinieren des Fleischs denkt, ist das wirklich ein unkompliziertes Abendessen – auch mit kurzer Vorlaufzeit. Dazu passt auch Reis ausgezeichnet.

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