„Saúde!“ – natürlich nur wegen der Vitamine…

… und mit einem herzlichen „Happy birthday!“ für Zorras Kochtopf zur Volljährigkeit verbunden! Das nun erwachsene Blog darf zukünftig also auch selbst mittrinken, wenn es alkoholische Rezepte gibt. Ob es den Führerschein hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Falls ja: „Don’t drink and drive!“

Anlässlich dieses Großereignisses gibt es bei Zorra ein passendes Blogevent: „Rezepte mit Schwips“.

Blog-Event CLXXXIX - Rezepte mit Schwips zum 18. kochtopf-Geburtstag! (Einsendeschluss 15. September 2022)

Na, das passt doch! Und was auch passt, ist die Tatsache, dass ich im Madeira-Urlaub einem absolut perfekten Getränk begegnet bin: dem Poncha. Praktisch das Nationalgetränk der Madeirer. Wir lieben ihn inzwischen sehr.

Der Poncha war einstmals praktisch der „Klosterfrau Melissengeist“ der madeirischen Fischer. Ein Glas davon – und ab aufs Meer im Morgengrauen. Erkältungen hatten keine Chance.

Im Urlaub gab es ihn abends regelmäßig als perfekten Sundowner in der Bar Rodrigues. Inzwischen muss ich ihn selbst herstellen. Natürlich habe ich mir aus der Markthalle in Funchal einen Caralhinho mitgebracht.

Ich lasse das mal so unübersetzt stehen. Es gibt ja Google. Und wir sind ja alle volljährig. Es handelt sich jedenfalls um ein Holzgerät mit zwei Quirlstücken am unteren Ende. Die sorgen dafür, das alles gut gemixt und leicht schaumig ist. Funktioniert auch ganz hervorragend im Untertaunus. Eine gute Anschaffung. Man kann natürlich auch einfach einen Pürierstab verwenden. Ich hab’s nicht getestet, bin aber sicher, dass das einen ähnlichen Effekt hat. Man fühlt sich halt weniger traditionell madeirisch… madeirensisch… Wie auch immer!

Kommen wir mal zum Rezept. Wenige gute Zutaten – ein perfektes Ergebnis!

Poncha

Madeiras traditionelles Getränk
Gericht: Glas
Keyword: cocktail, getränk, madeira
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 250 ml Zuckerrohrschnaps Aguadente de cana-de-açúcar
  • 2 Zitronen
  • 1 Orange
  • 3 EL Honig

Anleitung

  • Zitronen und Orange entzesten und auspressen. Zesten und Saft beiseite stellen.
  • Zesten in ein hochwandiges Gefäß geben und mit dem Caralhinho bearbeiten. Honig zugeben und weiter zerdrücken. Zuckerrohrschnaps zugeben und verquirlen.
  • Zuletzt Saft zugeben und mit dem Stab weiter verquirlen. Kalt stellen.
  • Durch ein Sieb geben und kurz mit dem Caralhinho aufmixen. Servieren.

Das ganze geht auch nur mit Zitrone. Oder mit zusätzlich Maracuja. Schmeckt super. Einziges Problem: Man schmeckt den Alkohol kaum heraus. Also: „Obacht gebbe!“ wie der Hesse sagt. Da wird’s schnell recht lustig.

Aber lustig soll’s ja auch sein zum Bloggeburtstag. Also, liebe Zorra, immer schön weiter machen! Dein Blog erfreut mich immer wieder auf’s Neue. Also „Hoch die Tassen!“ und alles Gute fürs nächste Jahr!

Wichtig: Zum Poncha gibt’s übrigens traditionell Erdnüsschen. Das muss so. Ohne geht’s nicht.

Und: Das ist der perfekte Absacker für die Terrasse oder den Balkon an heißen Sommerabenden. Ich weiß… Schlecht gerade… Aber sie werden wieder kommen. Spätestens 2023. Und heißer sollen sie ja auch zukünftig werden. Meine beiden eigenen Zitronen am kleinen Bäumchen auf der Terrasse sind jedenfalls schon vorgemerkt für den letzten Poncha der Saison. „Saúde!“

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