So tolles Essen, so wenig Zeit!

In den letzten beiden Wochen kam hier einiges Interessantes auf den Tisch bzw. ins Glas. Allein – mir fehlt die Zeit zum Bloggen. Die Tomaten bereiten täglich Freude. Die erwarteten Massen blieben allerdings bisher aus. Ich verkoche zur Zeit noch alles, was hereingeschleppt wird, zeitnah. Da die Pflanzen aber reichlich vollhängen, wird sich das sicher noch ändern. Notfalls wird indoor nachgereift.

Das Wochenende habe ich genutzt, um zu etikettieren und einzukochen. Die letzten Weinbergpfirsiche wanderten als Marmelade in die Gläser. Die Jalapeños der Schwester wurden sauer eingelegt. Sie kamen wie gerufen. Unter der Woche war das letzte Glas aus der Produktion 2019 vernichtet auf Käsebrot platziert worden.

Genau wie die Jalapeños wurde heute die Weinbergpfirsichmarmelade etikettiert und verräumt. Da sind dann auch noch zwei oder drei Gläser für Max und Rebekka dabei.

Was auch super lief, war die Auferstehung der Hähnchenkarkasse. Das „Daraus koche ich bei Gelegenheit Hühnerbrühe“ wurde in die Tat umgesetzt. Vierzehn Gläser stehen jetzt im Regal. Läuft gerade bombig hier!

Und eins muss ich ja nochmal kurz feststellen: Aus dem glücklichen Hähnchen habe ich zwei Tajine-Abendessen für zwei Personen gemacht. Dazu die Brühe. Und ein Schüsselchen Fleischreste für ein Frikassée ist auch noch übrig. Am Ende ein echter Schnapper!

Gestern gab es – der Inhalt des Gefrierfachs musste verkocht werden – griechische Fleischbällchen in Tomatensauce. Nach der Zubereitungsart auf Naxos, die uns wirklich umgehauen hatte. Das heißt dann Soutzoukakia. Und ist echt ein Kracher.

Ich wäre niemals ohne Griechland-Urlaub auf die Idee gekommen, Zimt und Fleisch zu kombinieren. Auf Zypern hatte wir das auch. Und ich habe es nachgekocht: Stifado. Und zu Rinderhack passt das auch ganz hervorragend.

Soutzoukakia - Griechische Fleischbällchen in Tomatensauce

Gericht: Fleischteller
Land & Region: Mediterran
Keyword: fleisch, tomaten
Portionen: 2 Portionen
Autor: MrsFlax

Zutaten

für die Fleischbällchen:

  • 250 g Rinderhack
  • 50 g Paniermehl
  • 70 ml trockener Rotwein
  • 1 Eigelb bei der doppelten Menge ein ganzes Ei
  • 1 Frühlingszwiebel fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe fein gehackt - eher klein
  • Kreuzkümmel
  • Salz
  • Wildoregano hier: von Andros - handelsüblicher Oregano sollte auch passen
  • Wildthymian von Gozo - ebenfalls durch gerebelten oder frischen Thymian ersetzbar
  • Olivenöl

für die Sauce:

  • Olivenöl
  • 1 rote Zwiebel fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe fein gehackt
  • 1 Schuss Rotwein
  • 5 Tomaten
  • 1 Schuss Rotweinessig eher bescheiden
  • 1/2 Zimtstange
  • Kreuzkümmel
  • Salz, Pfeffer

Anleitung

  • Paniermehl und Wein einweichen. Kurz durchziehen lassen. Hackfleisch in eine große Schüssel geben. Eigelb Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Kreuzkümmel, Salz und Kräuter zugeben. Eingeweichtes Paniermehl einkneten.
  • Hackfleischmasse zu Kugeln formen und anschließend jeweils in eine Rugbyball-Form rollen. Mir fällt wirklich nicht ein, wie ich es besser beschreiben soll. American Fotball ist mir noch mehr zuwider.
  • Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Fleischbällchen darin von allen Seiten anbraten. Beiseite stellen.
  • Pfanne auswischen. Olivenöl darin erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin sanft anschwitzen. Kreuzkümmel und Zimtstange zugeben. Mit einem ordentlichen Schuss Rotwein ablöschen. Kurz aufkochen lassen.
  • Tomaten in grobe Stücke zerteilen und mit dem Pürierstab bearbeiten. Zusammen mit dem Essif zugeben.
  • Etwa zwanzig Minuten bei mittlerer Hitze einköcheln lassen. Fleischbällchen zugeben und nochmals etwa eine halbe Stunde einschmurgeln lassen, bis die Sauce dickflüssig ist.
  • Dazu Reis oder Kritharaki servieren. Oder einfach Fladenbrot.

Das folgende Foto stamt vom zweiten Tag. Da habe ich die Sauce mit frischen Tomaten gestreckt und diese nicht püriert. Ebenfalls super, nur etwas rustikaler.

Und dann habe ich heute Nachmittag noch etwas ausprobiert, das hervorragend funktioniert hat. Dazu dann aber demnächst mehr. Ich habe noch einiges an indischen Rezepten nachzutragen, weil mich eine Kochbuchneuerwerbung  – wie sagt man das am besten?! – in ihren Bann gezogen hat. Absolut. Ich werde ausführlich berichten.

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