„Stell‘ dir vor, es ist Urlaub…

… und keiner geht hin!“

Kann passieren. Passiert gerade jetzt. Heute morgen in aller Herrgottsfrühe wäre unser Flieger nach Mallorca gegangen. Wäre. Konjunktiv. Bleiben wir halt zu Hause – #isso #staythefuckathome #drecksvirus und so.

Angesichts des herrlichen Wetters und angesichts der Tatsache, dass wir einen Garten haben, lässt sich das verschmerzen. Gibt’s halt diesmal Mandel- und Pfirsichblüte im Untertaunus statt Mandelblüte in Valldemossa. Wir werden es überleben. Denke ich.

Für die kommenden Tage habe ich geplant, mallorquinisches Essen auf den Tisch zu bringen. Da kreiseln seit dem letztjährigen Urlaub noch einige Gerichte bzw. Backwaren in meinem persönlichen Koch&Back-Orbit, die ich schon lange im Visier habe. Da wäre doch jetzt der perfekte Zeitpunkt, das mal anzugehen.

Seit gestern habe ich Urlaub. Den ersten Tag habe ich allerdings komplett in Prokrastination investiert. Macht nix. Für heute habe ich große Pläne. Endlich kann ich die an den letzten Wochenenden halbherzig begonnenen Entrümpelungsaktionen in meiner Büro-Bibliothek-Nähzimmer-Höhle auf einen neuen Standard heben. Altpapier, schnall‘ dich an!

Zudem habe ich letzten Sonntag das erste Sauerteigbrot mit meinem absolut aktiven und hochmotivierten Lievito Madre gebacken. Und es war der totale Kracher – leider etwas improvisiert. Deshalb werde ich das jetzt nochmal angehen und versuchen, das Rezept zu rekonstruieren.

Total faszinierend: Einige eingefrorene und gestern aufgetaute Schreiben waren direkt nach dem Auftauen exakt wie zum Zeitpunkt des Einfrierens – total knackige Kruste! Wie frisch gebacken. Das klappt mit Hefebrot definitiv nicht. Es schmeckt gut, aber es schmeckt eben nicht mehr wie frisch aus dem Ofen.

Weiterhin gab es in der vergangenen Woche fast nur improvisierte Resteküche. War ich unter der Woche überhaupt einkaufen?! Keine Ahnung.

Bereits letzten Samstag hatte ich die herrlich bunten Blumenkohl-Variationen angeschleppt. Aus denen wurden Blumenkohl-Kartoffel-Plätzchen und gerösteter Blumenkohl aus dem Ofen – beides noch verbesserungswürdig, aber durch den Blumenkohlhasser des Haushalt als „Kann man machen“ eingestuft. Da muss ich bei Gelegenheit nochmal ran.

Dann gab es noch Kartoffel-Bärlauch-Plätzchen – irgendwie gerade Plätzchenzeit hier… – mit dem ersten Bärlauch aus dem Garten. Wenig Fleisch zur Zeit im übrigen, dafür endlich mal wieder Halloumi. Und der erste Spargel. Uuund eine sehr köstliche Paprika-Tomaten-Sauce.

Eins der schnellsten und unkompliziertesten Gerichte der Woche hatte dann mal wieder einen asiatischen Touch. Und es enthielt Fleisch. Hähnchenfleisch nämlich.

Aber viel schneller kann man ein Abendessen eigentlich nicht auf den Tisch bringen.

Asiatisches Hähnchen mit grünem Spargel

Gericht: Hauptgericht, Wok
Land & Region: Asiatisch
Keyword: hähnchen, spargel
Portionen: 2 Portionen
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 2 Hähnchenbrustfilets also praktisch die Brust eines Hähnchens
  • neutrales Öl (hier: Rapsöl) zum Anbraten
  • etwas Soßasauce salzreduziert, zum Ablöschen
  • 250 g grüner Spargel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Stück Ingwer
  • 2 EL Teriyakisauce
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 TL Palmzucker
  • 50 ml Hühnerbrühe
  • 1 EL Speisestärke
  • 50 ml Kokosmilch
  • Salz, Pfeffer
  • Sesamsaat

Anleitung

  • Hähnchenbrust in mundgerechte Stücke schneiden. Spargel putzen und Stangen ebenfalls "handlich" zuschneiden. Knoblauch und Ingwer fein hacken.
  • In einem Wok etwas Rapsöl erhitzen und die Hähnchenstücke darin kurz und knackig anbraten. Mit etwas Sojasauce ablöschen und beiseite stellen. Spargelabschnitte in den Wok geben und bissfest garen. Ebenfalls beiseite stellen.
  • Derweil alle restlichen Zutaten (bis auf Salz, Pfeffer und Sesam) in einem Schüsselchen gründlich verrühren und in den dann leeren Wok geben. Kurz wallend aufkochen lassen und bis zur gewünschten Konsistenz etwas einreduzieren. Die Stärke sorgt für die Bindung.
  • Schließlich Hähnchenstücke und Spargel wieder zugeben und kurz in der Sauce aufwärmen und mitziehen lassen. Abschmecken.
  • Vor dem Servieren mit Sesam bestreuen. Falls gewünscht etwas Reis dazu reichen.

Das war wirklich äußerst lecker. Und es steht in dreißig Minuten auf dem Tisch. Was will man mehr, wenn man an einem der letzten Arbeitstage vor dem Urlaub Überstunden geschoben hat?! Von Kurzarbeit nach wie vor keine Spur hier übrigens…

So. Ich widme mich dann jetzt mal meinen hochtrabenden Plänen für den Tag. Einkaufen muss ich übrigens auch noch. Was für ein Stress gegen gestern. Und sowas heißt dann „Urlaub“. Frechheit!

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