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Nachdem die gestrige Vorspeise mit den Jakobsmuscheln außerordentlich gut gelungen war, ermutigte mich das, heute die restlichen Exemplare auf den Tisch zu bringen. Fenchel, Kräuterseitlinge, Safran, Weißwein – das war eine gute Unterlage für die unmuscheligsten Muscheln von allen.

Der Vollständigkeit halber hier noch der gestrige Hauptgang:

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Lammfilets (sous-vide gegart und dann kurz angebraten), Püree und Chips vom blauen Schweden, in Balsamicoreduktion geschmorte Tomaten. Sehr lecker – wenn auch die Filets etwas roher hätten sein können. Wobei… Sie waren butterzart und sehr köstlich. Also irgendwie auch egal!

Heute durfte dann ein Gattengeschenk ran: der iSi-Einsatz war für einen Safranschaum mit Noilly Prat eingeplant. Dazu Kartoffeln, Püreereste von gestern, Kräuterseitlinge und Fenchelstreifen. Und Bresaolareste. Und dann noch zwei Wildfanggarnelen pro Teller. Wenn schon (Meeresfrüchte), denn schon (gleich zwei Sorten). Die Kombi klang ja insgesamt nicht sooo schlecht.

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Und das war sie dann auch nicht. Hier erstmal das iSi-Safranschaumrezept:

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SAFRANSCHAUM
Zutaten:
50 ml Weißwein
150 ml Gemüsefond
200 ml Sahne
25 ml Noilly Prat
1 g Safran gemahlen
1 g Salz
1 g Pfeffer
1 g Zucker
Zubereitung:
Weißwein, Gemüsefond und Noilly Prat aufkochen und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Sahne und Safran zugeben und durch Trichter und Sieb direkt in ein 0,5 L iSi Gerät füllen. Eine iSi-Sahnekapsel aufschrauben und kräftig schütteln.
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Und hier das Essen ohne Safranschaum. Ich habe ihn vergessen. Ganz einfach, weil mir kurz vor der Fertigstellung des Essens beim Wenden des Fenchels gar ein schröcklicher Faux-pas unterlief. Ich stieß mit dem linken Ellbogen eine – weshalb auch immer – neben dem Herd stehende Kochrotweinflasche herunter. Es kam, wie es kommen musste: Krach! Boom! Bäng! Und die Flasche war noch fast voll. Also vorher…

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Jetzt ist wieder alles sauber. Fronten abgewaschen, Boden entscherbelt und gewischelt. Als ich mich wieder an den Schaum erinnerte, war alles irgendwie gelaufen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und der Schaum war auch nicht schaumig. sondern soßig. Schmeckte aber gut. „Morgen ist ein neuer Tag…“ – wie Scarlett O’Hara jetzt sagen würde.

 

 

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Ja, irgendwie bin ich gerade voll heiß auf Salsiccia. Man könnte sagen, Arthurs Tochter hat Jupps Tochter infiziert. Und da ich heute praktisch null Verpflichtungen außer Tee kochen, mit selbstgemachtem Tannenspitzenhonig anreichern und Gattenpflege habe, war reichlich Zeit, in der Küche zu basteln.

Ich entschied mich gegen das Risotto, obwohl es mich extrem reizte. Stattdessen dachte ich, man könne ja auch Salsiccia in Ravioli verklappen. Dachte ich nicht nur. Kann man. Um es vorweg zu nehmen: Ein „Rezept“ wird das nicht. Als erstes wuselte ich mich gefühlsmäßig durch die Füllung.

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Darin landeten ein ordentliches Stück Salsiccia, etwas in Milch eingeweichtes Brot und feingewürfelter und mit Gozo-Sun-dried-Tomatoes angeschwitzter Fenchel – gebraten in Olivenoel, kurz abgelöscht mit einem Schuss Riesling. Ab in den Gefrierbeutel zum Portionieren! Und anschließend ab in den Nudelteig!

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Dazu gab es eine Tomatensoße. Nach reiflichem Überlegen reichterte ich sie mit etwas bröselig angebratener Salsiccia an. Sie bestand ansonsten aus dem im Herbst eingekochten Sugo und einem Glas scharfer Tomatensoße mit eigenen Chilis. Dazu etwas Rotwein und die Reste des Fenchels in feine Streifen geschnitten. Ab dafür!

Nachdem ja nun die neuen Tomatenpflanzen vor sich hin wachsen, müssen die Reste der letztjährigen Produktion weg. Läuft…

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… Oder auch fünf Hochbeete. Oder sechs mit Tomatenbeet. Kurzfassung: Es ist vollbracht! Das fünfte Beet steht seit heute nachmittag. Versenkt wurde bereits der Heckenschnitt der Lieblingsnachbarn. Der Rest der Befüllung folgt in der kommenden Woche.

Beet vier wurde heute morgen fertig befüllt und bereits bepflanzt bzw. besät. Und das mit perfektem Timing. Als gerade das letzte Mangold-Samenkorn versenkt war, brach ein ordentliches Unwetter mit zehn Litern Regen los. Danke! Passt!

Jetzt stehen da die fünf Lärchendinger so rum – und wir sind echt froh, dass wir es geschafft haben. Nie wieder spaten! Juhuuu!

Und man muss echt eins bereits jetzt feststellen: Was in diesen Hochbeeten sitzt, geht ab wie ein rotes Moped! Die ersten beiden sind nahezu zugewuchert. Vor allem das Kräuterbeet ist der Hammer.

Tut mir übrigens leid, dass ich zu schwach war, den Torfsack und die Eimer fürs Foto wegzuräumen, aber das war dann eben irgendwie egal. Fertisch! Jubel! Narrhallamarsch!!!(<- Youtube-Link! Zum Aktivieren des Videos musst du den Link anklicken. Ich weise dich hiermit darauf hin, dass nach der Aktivierung Daten an den jeweiligen Anbieter übermittelt werden.)

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Die Torte oben war mein Büro-Geburtstagskuchen. Eine Kollegin hatte am Vortag eine Zeitschrift dabei, in der das Rezept zu finden war: Brownie-Erdbeer-Kuchen mit Mascarpone. Alle waren begeistert. Also buk ich ihn am Vorabend noch flott.

Für meinen Geschmack hätte der Boden fluffiger sein können. Die Mascarponemasse war gut. Ich arbeite noch ein wenig daran und poste dann ein zufriedenstellendes Rezept.

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Zufriedenstellend war das gestrige Abendessen: ein Fenchel-Möhren-Tomaten-Gemüse mit Orange. Dazu scharfe Garnelen. Improvisiert, aber sehr lecker.

Das ging etwa so:

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Scharfe Garnelen auf Fenchel-Möhren-Gemüse
Zutaten (für zwei hungrige Personen):
2 kleinere Fenchelknollen
3 Möhren
2 Schalotten
5 Kirschtomaten
Knoblauchoel
ein Schuss Holunderblütensirup
ein Schuss Noilly Prat
200 ml Geflügelfond
1 Orange – abgeriebene Schale und Saft
Salz, Pfeffer
Garnelen
Chili
Knoblauch
Chilioel
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Fenchel in feine Streifen, Karotten in sehr feine Scheiben, Schalotten in Würfel und Tomaten in Viertel schneiden. Schalottenwrfel in Knoblauchoel anschwitzen. Fenchel und Möhren zugeben und ebenfalls anschwitzen. Fenchelgrün hacken und beiseite legen.
Mit Sirup und Noilly Prat ablöschen und kurz einköcheln lassen. Fond dazu, Deckel drauf – und köcheln lassen, bis das Gemüse eine genießbare Weichheit erreicht hat. Nicht zu sehr verkochen lassen. Orangenschale und -saft zugeben. Nochmals kurz bei offenem Deckel einkochen. Tomatenviertel darauf verteilen und bei geschlossenem Deckel mitgaren lassen.
Derweil die Garnelen in Chili und Knoblauch (ich nehme immer die eigens für sowas eingekochten Konserven in winzigen Stückchen – es geht auch mit fein gehacktem Chili und Knoblauch und Oel) – marinieren und dann in die Pfanne geben. Von beiden Seiten anbraten.
Gemüse auf die Teller, Garnelen darauf verteilen. Mit dem Fenchelgrün garnieren.
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