Und wieder ein Jahr gepackt!

Das ist die Karte von den Kolleginnen. Sie schenkten mir Shrimpy. Zu dem kommen wir gleich noch.Der Geburtstag an sich war ziemlich stressig. Ich hatte zwar dank der Güte meines Arbeitgebers wie immer um 12 Uhr Feierabend, musste aber um 13 Uhr bereits zu Hause am Rechner sitzen wegen einer Veranstaltung, die in diesem Jahr – aus Gründen… – digital stattfand. Und es handelte sich NICHT um meine Geburtstagsfeier.

Auch das ging vorbei. Und als ich schließlich bereit war, des Gatten Geschenk zu testen, musste ich feststellen, dass mein Plan einen Haken hatte. Er hieß „über Nacht marinieren“. Verdammt!

Auf dem Foto mariniert gerade nichts. Shrimpy wollte vorab in der Tajine probeliegen. Ich habe ihn nicht geschmort. Es geht ihm gut. Kein Grund, sich Sorgen zu machen.

Wir widmeten uns anschließend dem zweiten Kolleginnengeschenk, nämlich dem von der Lieblingskollegin, einem Gin-Bausatz.

Shrimpy hatte übrigens zum Zeitpunkt des Fotos noch nichts getrunken, obwohl er zugegebenermaßen ein wenig derangiert wirkt.

Das Geburtstagsessen musste also improvisiert werden. Der Gatte schlug vor, auswärts essen zu gehen, aber ich war ein wenig zu platt und musste auch am nächsten Morgen wieder um 5 Uhr raus. Also wurde schnell Pastateig geknetet – und ich spendierte zwei Dosen meines wertvollen Santa-Catarina-Atums für die Sauce. Seit ich den allmorgendlich auf den Azoren verfrühstückt habe, liebe ich ihn heiß und innig. Es gibt in diesem Haushalt immer einen „eisernen (Thunfisch-)Bestand“, der niemalsnichtaufgarkeinenFall unter zwei Dosen sinken darf.

Am Folgeabend durfte dann endlich die Tajine vom Stapel laufen. Mit Rindfleisch vom „Waldhof“-Galloway. Und es war köstlich, wenn es auch später als geplant wurde. Ich hatte die Garzeit doch etwas unterschätzt.

Tajine mit Rind und Oliven

Gericht: Fleischteller, Tajine
Land & Region: Nordafrikanisch
Keyword: gewürze, kartoffeln, möhren, rind, tajine
Portionen: 2 Portionen
Autor: MrsFlax

Zutaten

am Vortag:

  • 400 g Rindfleisch hier: Galloway-Gulasch
  • 1 TL Paprika hier: geräucherte
  • 1 TL Cayenne
  • 1 TL Zimt passte bei uns - wer etwas heikel ist, reduziert die Menge
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenpaste selbst hergestellt - ersatzweise 1 EL Tomatenmark, möglichst niedrig konzentriert

einige Stunden vor dem Essen:

  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 Kartoffeln
  • 2 Karotten
  • 2 EL Olivenöl
  • 400 g gehackte Tomaten hier: eine Dose
  • frisch gehackte Petersilie ruhig eine ordentliche Menge
  • Salz
  • 1 Handvoll schwarze Oliven ... oder grüne...

Anleitung

  • Am Vorabend Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Ingwer und Knoblauch sehr fein hacken. Alle Gewürze, den Ingwer, den Knoblauch und die Tomatenpaste mit dem Öl zu einer Marinade verrühren. Mit dem Fleisch mischen und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
  • Etwa sechs Stunden vor der geplanten Essenszeit Kartoffeln und Karotten in kleine Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln in etwa 2 bis 3 Zentimeter lange Abschnitte. Öl im Unterteil der Tajine erhitzen und bei mittlerer Hitze Kartoffel- und Karottenwürfel und Frühlingszwiebeln darin anbraten, bis sie beginnen Farbe zu nehmen. Aus der Tajine nehmen und beiseite stellen.
  • Anschließend Fleischwürfel aus der Marinade nehmen und rundum kräftig anbraten. Dann den Rest der Marinade und die gehackten Tomaten zugeben. Umrühren. Kartoffeln, Karotten und Frühlingszwiebeln zugeben und ebenfalls unterrühren. Salzen. Petersilie hacken und darüber geben.
  • Jetzt kommt der große Moment: Deckel drauf und vier Stunden bei möglichst niedriger Hitze auf dem Herd sich selbst überlassen. Je nach Größe der Gemüsewürfel und Fleischstücke kann das uch noch etwas länger dauern. Das Fleisch sollte gut gegart und sehr zart sein.
  • Zuletzt die Oliven entkernen und unterrühren. Noch etwa 15 Minuten bei abgeschalteter Hitze durchziehen lassen.

Das war wirklich ausgezeichnet. Das Rezept stammt aus der „Bedienungsanleitung“ des Herstellers. Mit leichten Abwandlungen. Der Gatte fand auch, dass er mir ein ganz wunderbares Geschenk gemacht hatte. Stimmt ja auch.

Heute Abend wird es einen zweiten Testlauf mit Geflügel und selbst eingelegten Salzzitronen geben. Ich hechele bereits ein wenig. Kaum merkbar.

Und als Aperitif darf der botanicalisierte Gin ran. Ist doch wirklich wunderbar, wenn man so hervorragende Geschenke bekommt, mit denen man auch etwas anfangen kann. Nicht wahr, Shrimpy?! Jaaaaa… Braaaaaver Shrimpy!

Shrimpy spendiert noch einen Pin zum Mitnehmen:

4 Kommentare

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.