Volle Fahrt voraus!

Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Die letzten Tage waren gleichermaßen ereignisreich wie nervig und anstrengend. Ich starte mal mit dem Top-Ereignis der Woche. Es liegt gerade mal etwa drei Stunden zurück. Und es euphorisiert mich dauerhaft. Ich mach’s kurz: Die MS Megatabs ist wieder in See gestochen!!! Yeah!

Nachdem ich während des Testlaufs kurz andächtig in der Küche kniete, bin ich jetzt so langsam wieder Herrin meiner Sinne. Der Spülmaschinenmann und ich waren ein Top-Team. Und eigentlich fast BFF. Am Ende war er sehr froh, als Abschluss der Woche „so nette Kunden“ (mich!!! :D) gehabt zu haben. Und ich feuerte innerlich ein Feuerwerk nach dem anderen ab, weil es mich außerordentlich begeisterte, dass die MS Megatabs jetzt nicht mehr nur tumbe Abpumpgeräusche, sondern auch wieder alle ihre anderen Lebenszeichen (Gurgeln! Aufheizen! Sprüharmdrehen!) beherrscht.

Optimistin, die ich bin, hatte ich gestern die Teller, das Besteck und den Topf, die mit Resten der Linsensuppe bekleckert waren, nach dem sehr späten Abendessen nicht mehr gespült, sondern nur in der Spüle geparkt. Und jetzt plätschern sie bereits lustig vor sich hin. Mit den Kaffeetassen von heute morgen und den Innereien der Kaffeemaschine. Und allerlei Twist-Off-Gläsern der letzten Tage. Tschüß, Spüllappen! Mach’s gut, Trockentuch! Diabolisches Lachen hier.

Ab heute kann also wieder aufwendiger gekocht werden – ohne fürchten zu müssen, hinterher stundenlang ans Spülbecken gefesselt zu sein. Gut jetzt. Ich krieg‘ mich schon im Laufe des Abends noch ein.

Die Woche brachte außerdem eine nette Zubereitungsvariante für Fisch. In diesem Fall Kabeljau. Mariniert und im Ofen confiert nach Mario Kotaska. Das fanden wir hier sehr gut. Gab es gleich zweimal in den letzten Tagen. Deshalb – vor allem als Memo to myself – kurz die Eckpunkte:

Confierter Kabeljau

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Zutaten

  • 2 hübsche Tranchen Kabeljau (oder jeder andere weiße dickliche Fisch festerer Konsistenz)
  • 4 Schalotten (hier: Frühlingszwiebeln, weil die weg mussten)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 Zweige Estragon (hier: Petersilie, weil der Estragon noch schwächelt)
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • Salz aus der Mühle
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

  • Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Estragon hacken. Alles mit dem Öl mischen und in eine ofenfeste Form geben.
  • Fischfilets darauf platzieren. Ein wenig darüber träufeln, salzen und pfeffern und mit Frischhaltefolie abdecken.
  • Bei 120°C etwa 15 bis 20 Minuten in den Ofen geben.

Ansonsten gab es wenig Spannendes zu essen, da ich ja ständig panische Angst davor hatte, unendliche Mengen von Geschirr und Töpfen spülen zu müssen. Klar…

Gestern – oder vorgestern?! – stieß ich auf folgendes:

Schockschwerenot! Helene Fischer musste zwei Konzerte (mittlerweile sind es wohl noch mehr) absagen, weil sie krank ist. Gut soweit. Kann passieren. Nach Durchlesen ihrer Worte an die Fans habe ich mir einen netten Text für die nächste Krankmeldung vorbereitet. Da ich allerdings nur etwa alle zehn Jahre zwei Tage krank bin, kann es noch dauern, bis ich sie einsetzen kann, aber egal!

„Ihr Lieben, es ist 7h!!! Eigentlich sollte ich jetzt voller Leuchtkraft und Leidenschaft, voller Stärke und Freude vor euch – vor 6 Kolleginnen in Mainz, die sich alle auf den Abend freuen – an meinem Schreibtisch sitzenn, um all meine gebündelte Euphorie und Energie mit euch zu teilen. Mein Herz blutet…😔…ich werde es in den nächsten zwei Tagen nicht in die Tat umsetzen können und das ist für mich als Vollblut-Sachbearbeiterin der größte Schmerz! Für diejenigen nicht da sein zu können, die es sich so sehr verdienen, einfach mal einen Arbeitstag lang abzuschalten und mir fast täglich im Büro all ihre Liebe schenken. 🙏🏼 Das macht mich fertig!!! Ich habe mir einen Infekt in den oberen Atemwegen eingefangen und so zwingt mich dieser Infekt in die Knie und das Leben beweist mir auf‘s Neue: ich bin nicht unverwundbar! (Auch wenn ich es gerne wäre… Da kommen meine eifelanischen Wurzeln durch: nicht so zimperlich sein, einfach die Maschine ölen und weiter geht’s…) Nein, jetzt heißt es für mich: auftanken, die Akkus aufladen und meinen Fokus auf die Gesundheit legen. In diesem Sinne, passt gut auf euch und euren Körper auf, seid behutsam damit und seid achtsam mit euch!
Eure warmen Worte und Besserungswünsche werden mir helfen, schnell wieder auf die Beine zu kommen, vielen Dank dafür! Ich bin schon ganz bald wieder für euch da und arbeite meinen 754.159. 421sten Arbeitstag für euch – voller LIEBE.❤
#ichliebeeszulieben #danke

Ich sag’s mal kurz und knapp: Von mir aus kann sie singen, solange sie will. Ich muss es mir ja nicht anhören. Aber schreiben… Das sollte sie lieber lassen…

Es gab diese Woche aber noch mehr Dinge, die Menschen einfach lassen sollten. Zum Beispiel sich als Messias von Würselen feiern lassen. Da ist der Absturz praktisch vorprogrammiert. Kam ja dann auch so.

Wenn ich mir aber die zwei Nasen links auf dem Drei-Nasen-Foto anschaue, wird mir auch nicht wohler. Gab es wirklich mal eine Zeit, in der ich dachte, Helmut Kohls Kanzlerschaft sei bleiern, grauenvoll und unendlich?! Stupid me!

Wobei das ja alles noch nichts gegen die Aussicht ist, dass Hermann Gröhe ausgerechnet Bildungsminister werden soll. B-I-L-D-U-N-Gsminister!!! Hermann Gröhe!!! Das ist wie wenn man holländische Salatgurken mit spanischen Plastikfolienpaprika durch die Küchenmaschine jagt und dann ganz stolz sagt: „Bitte sehr! Ratatouille!“ Und das Rezept auch noch auf Chefkoch hochlädt. Oder als ob man Sepp Blatter zum Vorsitzenden des Ethikrats der FIFA macht. Allein, dass es sowas gibt, ist schon ein Witz. Da kann man auch gleich Lance Armstrong zum WADA-Präsidenten ernennen.

Und der Aufstieg von Andrea Nahles wird mir auch auf immer ein Rätsel bleiben. Das ist wirklich etwas, das mich sprachlos macht. Dazu dann demnächst mehr, wenn ich meine Affekte wieder etwas unter Kontrolle habe. Keine Ahnung, wie lange das dauert.

Zurück zu Erfreulicherem: Grünkohl! Nachdem er erst von unbarmherzigen Raupen komplett runtergefressen wurde, hat er sich jetzt einigermaßen erholt. Ich schneide die äußeren Blätter herunter und lasse den Rest stehen. Wie vorausschauend und überaus nachhaltig von mir! Eigentlich müsste ich einem Grünkohlfoto dringend mal Hashtags wie #cleaneating #lowcarb #superfood und #vegan hinzufügen. Wenn nicht noch mehr. Ich teste das heute abend mal mit folgendem Foto auf Instagram:

Und ich berichte hinterher, wie es funktioniert hat. Spannend.

Währenddessen bereite ich still und heimlich das Abendessen vor. Mit Wurst. Und anschließend packe ich alles Geschirr in die MS Megatabs und starte sie. Up, up and away!

4 Kommentare

  1. Glückwunsch zum erfolgreichen Verlassen des Trockendocks nach Revision für die MS Megtabs! Ich kann Deine Euphorie bestens nachvollziehen. Meine arme Else läuft eben auch schon wieder zum zweiten Mal am heutigen The.

    LG Nessa

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