„What a difference a day made…

… Twenty-four little hours
Brought the sun and the flowers
Where there used to be rain…“

Als ich Freitag aus der Bürohölle ins wohlverdiente Wochenende zurückkehrte, traf mich fast der Schlag. Kurz nach meiner Rückkehr fand ich, dass es an der Zeit sei, mal wieder ein Blogpost abzusetzen. Momentan kriege ich das unter der Woche kaum geregelt. Aus Gründen…

Jedenfalls war es mir unmöglich, mich anzumelden. Der Feind hatte das Ruder übernommen. Irgendein fieser Endgegner mit russischer Mailadresse, der mein hilfloses, kleines Blog auf eine fremde Seite verschoben hatte. In der Handy-App konnte ich noch sein schändliches Tun verfolgen. Er war drin, ich war draußen. Verdammt! Schock.

Der niedliche kleine Dinosaurier konnte mich auch nicht wirklich trösten. Und ich überlegte verzweifelt, wann ich zuletzt ein Backup gespeichert hatte. Und ich stellte fest, dass es so lange her war, dass ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern konnte. Alles von vor dem Umzug auf WordPress liegt noch irgendwo in den Tiefen einer externen Festplatte, aber danach…?! Keine Ahnung…

Nach ein wenig hektischem Gegoogle fand ich heraus, dass ich nicht allein war. Eine Sicherheitslücke im DSGVO-Plugin von WordPress. Ausgerechnet! Danke auch, blöde Datenschutzgrundverordnung! Hätte ich es zwei Tage vorher upgedatet, wäre nix passiert. Habe ich aber nicht. Weil ich ständig mit Generve aus dem „echten Leben“ beschäftigt war. Danke auch, Arbeitgeber!

Die Nerven behielt letztlich nur der Gatte. Er fand Jemanden, „der sich damit auskennt“. Und der hat es dann innerhalb von 24 Stunden („… twenty-four little hours…“) geschafft, alles zu retten und wieder zugänglich zu machen. Und für automatische Backups zu sorgen. Und ich? Ich bin froh, dass es keine Bild- und/oder Tondokumente von mir in totaler Panik gibt.

Jedenfalls bin ich jetzt wieder hier. Und ich werde ab sofort vom Handy aus jedes noch so unwichtige Update umgehend installieren, falls ich mal wieder nicht an den Rechner komme. Dann muss man auch hinterher nicht mit dem Gedanken spielen, aus Verzweiflung von der Terrasse zu springen. Einen Balkon im fünfzehnten Stock haben wir ja nicht für solche Fälle. Und Terrasse löst das Problem ohnehin nicht.

Nach diesem unerfreulichen Vorgeplänkel sind wir jetzt da, wo ich eigentlich im Geiste bereits am Freitag auf dem Heimweg war: bei Tortellini nämlich. Die gab es unter der Woche. Mit Mangold-Ziegenfrischkäse-Füllung. Und mit Gorgonzolasauce. Und die waren perfekt.

Tortellini mit Mangold-Ziegenfrischkäse-Füllung in Gorgonzolasauce

aus Pastateig mit Ei – halbes Rezept Ähnliche Beiträge

Zutaten

für die Pasta

  • Teig nach dem oben verlinkten Rezept herstellen

für die Füllung

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • etwas Butter zum Anschwitzen
  • 1 Bund Mangold - Stiele und Blätter, jeweils fein gehackt
  • 250 g Ziegenfrischkäse
  • 2 EL Frischkäse
  • 3 EL Parmesan
  • Salz, Pfeffer, Muskat

für die Sauce

  • 2 Schalotten, gehackt
  • etwas Butter zum Anschwitzen
  • 150 ml trockener Weißwein
  • 100 ml Geflügelbrühe (oder Gemüsebrühe)
  • 200 g Gorgonzola
  • 200 ml Sahne
  • Muskat, Salz, schwarzer Pfeffer
  • Petersilie

Zubereitung

  • Pastateig herstellen, ruhen lassen.
  • Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in einem Stich Butter anschwitzen. Mangold zugeben und kurz zusammenfallen lasen.
  • In eine Schüssel geben und mit Ziegenfrischkäse und Frischkäse verrühren. Parmesan unterrühren. Abschmecken. Kalt stellen.
  • Für die Sauce Schalotten hacken und in Butter anschwitzen. Mit Wein ablöschen und etwas einköcheln lassen. Durch ein Sieb zurück in den Topf geben.
  • Brühe und Gorgonzola zugeben und unter Rühren einköcheln lassen. Sahne angießen. Abschmecken und warm halten.
  • Aus dem Pastateig Kreise ausstechen, jeweils einen Teelöffel Füllung darauf geben, zur Hälfte falten, Rand nochmals falten und Tortellini um den Finger aufdrehen.
  • Tortellini kurz in siedendem Salzwasser garen.
  • Auf der Sauce servieren. Mit Petersilie bestreuen.

Und die Sauce war null tödlich. Der fettophobe Gatte löffelte gar die Reste aus den Tellern. Das sagt eigentlich alles.

Dank meines persönlichen „Black Fridays“ hinke ich jetzt etwas hinterher. Möglicherweise hole ich das aber unter der Woche wieder auf. Zumindest falls die kommende Woche etwas weniger schlimm als die letzte Woche wird. Unwahrscheinlich, aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

„… Lord, what a difference a day makes
There’s a rainbow before me
Skies above can’t be stormy…“

Und derweil wandern hier dann auch nach und nach die Reste aus dem Garten in den Topf. Mangold steht immer noch reichlich im Beet. Aber es soll ja erstmal warm bleiben. Klar. Ich habe ja auch seit Freitag Winterreifen auf dem Auto. Schnee gibt es nur, wenn das nicht der Fall ist.

Und was ich tatsächlich auch gestern erledigt habe, ist eine Sensorreinigung an meiner Kamera. Bislang war ich da immer zu ängstlich. Aber meine gute 5D ist ja nun auch nicht mehr die Jüngste, sodass ich es gewagt habe, den Riesenschlonz auf dem Sensor – MoaS (Mother of all Schlonz) – aus meiner rechten oberen Bildecke zu entfernen. Und es war total einfach. Und effektiv! Ein echtes Erfolgserlebnis.

Und wieviel Zeit man da spart, weil man bei der Bildbearbeitung jetzt nicht mehr ständig Flecken entfernen muss! Genial. Wenigstens sowas kann ich jetzt. Wenigstens das!

 

Morgen mehr.

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