Windmaschinen weg – und ab dafür!

Nach dem ESC ist vor dem ESC, aber jetzt ist erstmal nachher. Bis sich alle wieder beruhigt haben. Das wird nicht allzu lange dauern. Gut. Peter Urban braucht vermutlich ein wenig länger, um über die „unverdiente Schmach“ hinwegzukommen als ich, aber egal. Ist ja eh jedes Jahr der gleiche Katzenjammer. Buäääähhh… Deutschland… Alle hassen uns… Und dann diese unheiligen Allianzen. Blöd nur, dass die übliche Anti-„Ostblock“-Argumentation diesmal nicht zieht.

War ja der portugiesische Adelssproß, der das Ding nach Hause gebracht hat. Blöd. Also für die gleichnamige Tageszeitung und ihre Leser. Kein Feindbild für die Montagsausgabe. Verdammt!

Die heutige Herausforderung heißt jedenfalls nicht „Drecksmusik aushalten bis nach Mitternacht“, sondern „Artischocken entblättern und essbar zubereiten“. Auch keine kleine Aufgabe. Artischocken sind im Prinzip fast ein Gespräch mit einem Menschen, der wahnsinnig gut aussieht, aber eigentlich nichts auf dem Kasten hat. Sie werden von Blatt zu Blatt weniger. Und am Ende bleibt ein winziges Stückchen übrig, das – und hier liegt der Unterschied! – wahnsinnig köstlich ist.

Allein das Zerzupfen und Zerschnippeln treibt einen an den Rand des Wahnsinns. Meine waren besonders eklig, weil innen außergewöhnlich stachelig. Aua! Und übrig bleibt nur Müll. Abgesehen von dem kleinen Stückchen, das dann erstmal in Zitronenwasser planschen darf.

Ich habe die Böden geviertelt. Und anschließend in Mehl gewälzt und dann durch eine Panade aus Ei und Parmesan gezogen. Salz, Pfeffer – is‘ klar. Und dann gaaaanz langsam ausgebacken in Olivenöl. Dazu gab es Spargel und Kabeljau mit einer Kruste aus dem letzten Gartenbärlauch.

Das sah dann wie folgt aus. Und schmeckte einzeln wirklich super. Aber mir passte die Kombi nicht, die ohnehin aus der Not geboren war, weil alles weg musste, das auf dem Teller landete. Stimmig ist anders.

Die Artischocken taugen vielleicht doch eher als Antipasti. Mit einem Dip oder so. Aber wie gesagt: Ich fand sie toll.

Zwei Artischocken habe ich noch. Bin mir noch nicht sicher, was daraus wird. Die heutige Soße bestand aus Resten von gestern. Da gab es nämlich auch Spargel. Mit eben dieser Silvaner-Reduktion, der ich eine Extra-Ladung Kerbel verpasste.

Dazu gab es scharfe Garnelen und sehr langsam angeschwitzte Tomaten.

Apropos „Tomaten“. Meine Pflanzen sind allesamt in den Beeten versenkt.  Die letzten in Kübeln. Übrig blieben etwa zwanzig Stück, die ich nicht unterbringen kann. Es sind auch noch einige „bunte“ Sorten dabei. Und Santorinis. Falls jemand Bedarf hat , der in der näheren Umgebung wohnt – Wiesbaden, Frankfurt, Mainz, Rheinhessen, Rheingau -, Ich gebe sie gerne ab.

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