Da hilft man ja gern

Na also! Geht doch wieder einigermaßen! Die Halsschmerzen sind zwar noch spürbar, aber die allgemeine Bräseligkeit ist ziemlich weg. Und neo-angin schmeckt ja eigentlich auch klasse. Fast wie die Kinder-Em-Eukal, die es immer nur gab, wenn man krank war. Mjam!
Zudem wurde die Stimmung durch eine wolfinatorische Mail extrem verbessert. Die beiden Reiter der Hausbau-Apokalypse (Architekt & Bauleiter) haben zusammen ein paar Termine getauscht und festgelegt. Und zwar ausnahmsweise mal genauso, wie wir es gerne gehabt hätten. Nächste Woche kommen die Hausanschlüsse (Wasser, Strom, Telefon). Eine Woche später wird die Fußbodenheizung verlegt. Und Anfang der darauffolgenden Woche kommt der Estrich. Das verschafft uns über die „närrischen Tage“ einen guten Grund, die Zentrale der Lustischkeit zu verlassen und uns weiter mit Innenausbau zu beschäftigen.
Der schlimmste Termindruck ist damit erst einmal weg. Das kommende Wochenende wird deutlich stressfreier als geplant. Jetzt muss es nur noch bei genau diesen Terminen bleiben. Der Umzug ist schließlich für April vorgesehen und dabei sollte es möglichst auch bleiben. Bisher habe ich meine Wohnung noch nicht gekündigt, aber wenn der Estrich pünktlich kommt, werde ich es riskieren. Danach kann eigentlich nicht mehr viel passieren *knockonwood*
Morgen werde ich auf alle Fälle nach der Arbeit gleich zum Haus durchstarten, um mir den aktuellen Stand der Trockenbauarbeiten im OG anzusehen. Die Jungs sollten ja dann laut eigener Aussage mit den unzugänglichen Stellen in Luftraum und Treppenhaus durch sein. Vielleicht haben sie sich auch ein wenig weiter durch die Zimmer gerigipst.
Nachdem ich mich jetzt schon seit geraumer Zeit intensiv mit augenkrebserregenden Tapeten beschäftige und der Bauherr sich für umweltfreundlichen Putz von Kreidezeit an den  übrigen Wänden entschieden hat, muss ich doch eben feststellen, dass wir wohl einen unverzeihlichen Fehler gemacht haben. Statt brutale Seventies-Muster in Nischen zu kleben, hätten wir einfach alles mit Alpina streichen sollen! Wir hätten die Alpen retten können!!! Gut. Nicht die ganzen Alpen, aber immerhin ein ordentliches Stück. „Jeder mit Alpinaweiß gestrichene Quadratmeter Wand oder Decke bedeutet 100 Quadratmeter Alpenschutz.“ Das macht bei unseren 460,68 Quadratmetern Wand- und Deckenflächen also 46.068 Quadratmeter „Alpenschutz“ – ziemlich wischi-waschi formuliert…
Konkreter waren da schon andere Aktionen: Regenwald retten zum Beispiel! Oder Mitarbeit an der Verbesserung von Freizeitgestaltungsmöglichkeiten Jugendlicher. Da konnte man guten Gewissens das ein oder andere Krombacher oder Bitburger die durstige Kehle benetzen lassen – immer mit dem guten Gefühl: „Wieder zwei Bäume gerettet. Auf! Noch ein Bier!“ oder „Jau! Bolzplatz mitten in Frankfurt. Lokalrunde!“
Bei genauerer – d.h. über die Bild-Meldung hinausgehender – Betrachtung (wwf-Meldung) wird klar: Es geht um den „Erhalt bedrohter Tierarten und einmaliger Landschaften in den Alpen“. Was? Sollen endlich die hässlichen und im Sommer völlig verwaisten Skiorte in Savoien platt gemacht werden? Da bin ich dabei! Allerdings nennt der wwf stattdessen z.B. die „Wiederansiedlung des Braunbären“ als ein zu unterstützendes Projekt. Wie meinen?!? Ich soll wie ein Weltmeister das ganze Haus weißeln, damit am Ende ein stotternder Bayer all meine Bemühungen zunichte macht, indem er den wiederangesiedelten Braunbären kurzerhand zum „Problembären“ erklärt und seine bis an die Zähne bewaffneten und zum Äußersten entschlossenen Revierförster auf ihn hetzt? Bitte?!?!
Nö. Da warte ich lieber auf die nächste Brauerei-Aktion. Wenn es wärmer wird, gibt es sicher wieder was. Passend zur Grillsaison. Vielleicht auch was mit „Alpenschutz“. Einen Kasten Bier für eine Serpentine in den französischen Alpen zum Beispiel. Da wäre ich sofort dabei!  

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