Linseneintopf-Wetter

Tja… Das ist heute wohl doch nicht der Tag, an dem ich die Gartenmöbel schrubben und aufbauen werde. Es nieselt und pieselt schon den ganzen Morgen vor sich hin.

Nachdem ich eben endlich mit der Bearbeitung von satten 3,1 GB Fotos aus Regensburg fertig geworden bin, wäre es jetzt wirklich nett gewesen, mit einem Buch eine Stunde in der Sonne verbringen zu können. Nix is‘!
Stattdessen machte ich mich vor einer Stunde an die Herstellung eines riesigen Kübels Linseneintopf. Hier mein Rezept, an das ich mich allerdings meist nicht unbedingt sklavisch halte:

Linseneintopf

Gericht: Rustikaler Teller, Suppenteller

Zutaten

  • 2 Zwiebeln oder 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • etwas geräucherter, roher Schinken
  • reichlich Suppengemüse (Möhren, Petersilienwurzel, Sellerieknolle, Lauch, Pastinaken, Staudensellerie)
  • etwas Rapsoel
  • 3 EL Tomatenmark
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 400 ml Gemüsefond (oder Rinderfond oder…)
  • 800 ml Wasser
  • 250 g Berglinsen
  • Petersilie
  • Weißweinessig zum Abschmecken
  • Würstchen
  • Salz, Pfeffer

Anleitung

  • Zwiebeln, Schinken und Suppengemüse würfeln. Petersilie hacken. Zwiebeln und Schinken in neutralem Oel (z. B. Rapsoel) anbraten.
  • Gewürfeltes Suppengemüse zugeben, kurz mit anbraten. Tomatenmark zugeben, einrühren und leicht bräunen lassen. Mit dem Wein ablöschen, Brühe und Wasser zugeben.
  • Linsen zugeben, Bouquet garni rein und Deckel drauf – und etwa eine Stunde einkochen lassen. Kräutersträußchen entfernen.
  • Würstchen in Scheiben schneiden und ebenfalls zugeben. Bei niedriger Hitze nochmals eine Stunde sanft weiter köcheln lassen. Je nach Flüssigkeitsanteil mit offenem oder geschlossenem Deckel.
  • Schließlich mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie unterrühren.

Dafür ist das Wetter nämlich nahezu ideal. Sowas geht den Sommer über ja nun gar nicht. Und ich habe es wirklich monatelang vermisst – mein absolutes Lieblingsgericht. Jetzt köchelt es auf dem Herd vor sich hin und riecht schon ziemlich gut. Es gibt schlechtere Möglichkeiten, einen Urlaubstag zu investieren. Zumal ich mich jetzt gleich noch ans Überziehen der Sitzkissen im Esszimmer mit dem Kieselstoff machen werde.
Eigentlich hatte ich größere Pläne mit den beiden freien Tagen, aber die sind nun irgendwie geplatzt. Die Erkältung schafft mich immer noch ziemlich. Und später muss der Meister noch ins Training und zum Fotografen für ein paar Praktikums-Bewerbungsfotos gebracht werden. Und dann war es das auch schon mit dem schönen, wertvollen Urlaub.
Aber als Trost gibt es ja nachher den Linseneintopf!

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