Ein schmerzfreier, aufrechter Gang ist möglich.

Das war die überaus überraschende Erkenntnis dieses Tages. Und ich hätte fast nicht mehr damit gerechnet. Absolut schmerzfrei wäre übertrieben, aber ich habe immerhin ein Stadium erreicht, indem mir nicht vor jedem Gang zum Drucker graust. Selbst die Busfahrt hat mich nicht wieder völlig verkrampft. Schön.

Die ansatzweise im Laufe des Tages geplante Eichhörnchenrunde verwarf ich dann allerdings angesichts des Wetters wieder. Regen ist im Anzug. Wurde auch Zeit. Wir hätten ansonsten wieder zum Wässern des Gartens übergehen müssen.

Zudem gönne ich mir heute einen entspannten Abend, bevor ich voll in die Post-WP-Prae-Urlaub-Phase eintrete. Ab morgen geht es dann wohl zur Sache.

Immerhin mache ich es ähnlich spannend wie der Herr Ulle, bei dem man sich auch immer bis Anfang Juli fragte, ob er noch genug Gewicht verlieren wird, um die Tour zu überleben. Und das ohne Freiburger Uniklinik und nette, ältere Herren auf Motorrollern.

Den erste Teil des Abends verbrachte ich dann – wenig entspannend – mit der Suche nach dem Bodenblech meiner Springform. Keine Chance. Es ist mir völlig rätselhaft, wo das Ding sein könnte. Ich werde die folgende Urlaubswoche allerdings zum Teil in eine großangelegte Aufräumaktion im HWR investieren.

Des Bauherren Zupfkuchen war jedenfalls längst – übrigens vom Meister selbst – fertig gerührt, als ich mit Schaum vor dem Mund wieder auftauchte, um zu vermelden, dass ich die Suche aus Selbstschutzgründen abgebrochen habe. Da half nur eins: bei den Nachbarn klingeln. Jetzt befindet sich der Kuchen in einer haushaltsfremden Backform im Ofen und ich fahre gaaaanz langsam wieder meinen Blutdruck runter.

Habe ich eigentlich das Zupfkuchenrezept von des Bauherren Mutter bereits einmal veröffentlicht? Nein? O.k. – das hole ich morgen nach. Zupfkuchen ist übrigens lustig. Man wird immer nur gefragt, welche Backmischung man denn dafür genommen habe. Offensichtlich backt den niemand ohne. Außer dem Bauherren. Und der ist wirklich lecker. Und immerhin Max‘ Lieblingskuchen. Und der kennt sich schließlich bestens aus. Natürlich nur aus Konsumentenperspektive.