Eiszeit

Nachdem ich es letzthin bei „N’Ice“ in der Mainzer Neustadt probiert hatte, ließ mich der Gedanke an ein selbstgemachtes Gurkeneis nicht mehr los.

Klingt schrecklich. Ich weiß. Aber es war sooo lecker. Und so erfrischend. Also wühlte ich mich auf der Suche nach einem plausibel klingenden Rezept eine Weile durchs Netz – allerdings ohne nenneswertes Ergebnis.

Was da unter Gurkeneis firmiert, ist definitiv nicht das, was ich gegessen hatte. Das war anders. Cremig. Lecker. Also ein eigener Versuch.

Joghurt für die Frische. Viel Gurke. Etwas Sahne. Zucker. Süß war es. Und ein Milcheis. Heraus kam das hier:

Gurkeneis

Gericht: Dessertteller, Eiswaffel
Keyword: dessert, eis
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 2 Salatgurken
  • 100 ml Wasser
  • 100 g Zucker
  • 150 g griechischer Joghurt
  • 200 ml Sahne

Anleitung

  • Salatgurken schälen und entkernen. Klappt gut mit Sparschäler und einem Löffel. Rest der Gurken in Stücke schneiden und in einen Pürierbecher geben.
  • Zucker und Wasser erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Sirup, Gurkenstücke und Joghurt pürieren.
  • Sahne leicht anschlagen und unterheben. Alles zusammen in die Eismaschine geben und warten...
  • Das Eis funktioniert selbstverständlich auch ohne Maschine. Dafür einfach einfrieren und im Halbstundenrythmus umrühren.

Ich bin echt kein Gurkenfreund. Ich mag sie maximal in dünnen Scheiben auf einem Käsebrot. Den Geruch finde ich allerdings toll. Wenn meine Kollegin Gurken aufschneidet, bin ich begeistert. Essen mag ich sie nicht. Allerdings hat mich dieses Eis echt umgehauen. Selbst als Gurkenfeind.

Ein größerer Gurkenfeind als ich ist allerdings der Chef. Er hasst sie. Er hasst den Geruch UND den Geschmack. Was er mag, sind saure Gürkchen. Aber das war es dann auch schon. Und nachdem ich ihn gezwungen hatte, einen Löffel zu probieren, erhielt ich die grauenhafteste Reaktion, die ich je auf etwas Selbstgemachtes hin bekommen hatte: Er rannte ins Bad, um sich den Mund auszuspülen!

Ich war schockiert, packte dann zwei Bällchen in ein Schüsselchen und klingelte bei der Lieblingsnachbarin. Sie war begeistert und verschlang ihre Portion vor meinen Augen mit großem Genuss. O.k. – ich bin also nicht wahnsinnig. Das Eis polarisiert nur etwas. Um es mal vorsichtig auszudrücken.

Wer Melonengeschmack mag und Gurken nicht total widerlich findet: Ausprobieren! Es kommt ziemlich melonig rüber. Und wie gesagt: Echte Gurkenhasser werden vielleicht keinen wirklichen Spaß daran haben. Ich werde jedenfalls den Sommer über immer mal wieder eine Portion für mich – und die Nachbarin – herstellen.

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