Elektrobucht, Wolkenbruch und Küchenschlacht

So irgendwie fasst die Überschrift heute in drei Worten meinen gesamten Tagesablauf zusammen. Der Vormittag verging mit Fotografieren, Texten und Hochladen guter zwei Dutzend eBay-Auktionen. Wollte ich eigentlich bereits im Urlaub erledigt haben, ist aber irgendwie untergegangen. Wie so vieles…

Anschließend ging es an die letzten Einkäufe fürs morgige Grillen. Leider verlief das alles nicht ganz wie geplant. An der Kasse musste ich feststellen, dass während meines gemütlichen Lebensmittel-Shoppings in der Welt draußen die Hölle losgebrochen war.

Das war kein „Regen“. Das war irgend etwas anderes, sehr, sehr Böses, das mich vernichten wollte. Ich wartete zwei Minuten. Ich wartete fünf Minuten. Und ich wartete zehn Minuten. Blöderweise änderte sich rein gar nichts an den Witterungsbedingungen auf der anderen Seite der Glastür.

Nach fünfzehn Minuten beschloss ich, dass ich jetzt lange genug gewartet hatte. Ich schnappte mir beherzt meinen Wagen und raste zu der meinem Auto am nächsten liegenden Einkaufswagenstation. Puh! Im Trockenen! Aber mit dem ganzen Kram im Wagen und dem Auto etwa zehn Meter entfernt. Zwischendurch bekam ich Gesellschaft von einer sehr netten Frau meines Alters. Irgendwie wurde dadurch alles bereits wieder etwas witziger. Schließlich schaffte ich es doch noch zum Auto.

An Abfahrt war jedoch nicht zu denken, da meine dampfenden Klamotten innerhalb von Sekunden die Scheiben des gesamten Wagens beschlagen hatten lassen. Also: Gebläse auf höchste Stufe, Heckscheibenheizung an – auf geht’s! Irgendwann schaffte ich es dann, den Parkplatz zu verlassen. Und zwar exakt in dem Augenblick als der Regen nachließ. Unfassbar! Danke auch!

Als ich schließlich eine Weile später in trockenen Klamotten in meiner Küche stand, ging es an die Vorbereitungen für morgen und ans Abendessen. Über die für morgen geplanten Sachen wahre ich mal lieber noch Stillschweigen, das heutige Abendessen kann man ja aber schon mal öffentlich machen. Nichts Hochtrabendes, nichts Kompliziertes – gute Hausmannskost. Heißt „Schnitzelschwein“. Netter Name, oder? Stammt aus einer internen Doppelwortverwurstelung. Und klingt irgendwie nett.

Schnitzelschwein

Gericht: Fleischteller, Rustikaler Teller, Schmortopf
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 600 g Schweineschnitzel, mager
  • Sojasoße
  • 500 g Champignons
  • Oel
  • 2 Schalotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 0.5 Tube Tomatenmark
  • 800 ml Fond (Braten- oder Rinderfond)
  • 200 ml Sahne
  • 2 Zweige Rosmarin, Thymian und Majoran - jeweils
  • Salz, Pfeffer

Anleitung

  • Schnitzelfleisch in kleine Würfel oder Streifen schneiden, in einer Schüssel geben, pfeffern und in Sojasoße marinieren. Etwa eine halbe Stunde darin liegen lassen. Derweil Champignons, Knoblauch und Zwiebeln schneiden bzw. würfeln. Champignons in etwas Oel anbraten und beiseite stellen. Zwiebeln in Ol bräunen und Fleisch und Knoblauch zugeben. Scharf anbraten. Schließlich Tomatenmark zugeben und mit bräunen. Mit Fond und Sahne ablöschen. Kräuter zugeben und etwa 90 Minuten bei offenem Deckel einköcheln lassen.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu: Baguette oder Knödel.

Mjam. Auch in größeren Mengen für viele Menschen machbar. Und wirklich lecker. Und das war es dann auch erstmal. Samstag – der letzte in diesem Urlaub – und ich werde ihn sicher nicht vor dem Rechner verbringen.

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