Fukushima lebt!

Im Prinzip hatten wir sie schon aufgegeben – die sechs Hibiskus-Reaktoren an der Terrasse. Sie stehen schweigend, immerhin mittlerweile grün und eben nur grün in der Gegend herum. Wir hatten sie in die Kategorie „Mahnmale“ abgeschoben und in den letzten Wochen stillschweigend geduldet.

Doch heute war es soweit: eine Blüte!!! Unglaublich! Und Reaktorblock 3 scheint Anlauf zu mehr zu nehmen. Das war zwar eigentlich der lila Hibiscus, aber wer wird denn bei diesem Anblick so kleinlich sein wollen, die Farbe zu kritisieren? Eben. Wir nicht.

Desweiteren gibt es Knospen an Reaktorblock 4. Der soll rosa blühen. Und so sieht er auch aus. Die Spannung steigt. Nummer 5 (und 6) lebt (leben) – blüht/en aber nicht. Nummer 2 vegetiert ebenfalls vor sich hin. Nummer 1 ist ein Bild des Elends. Ich denke, ich gebe ihm im kommenden Frühling den Gnadenstoß. Oder einen Platz, an dem er nicht den kritischen Blicken des Bauherrn und sämtlicher Gäste ausgesetzt ist.

Großangelegte Flutungen mit Meerwasser werden wohl eher nichts bringen, so wie ich die Lage einschätze. Ich gebe dem Ding jetzt noch einen Sommer. Wenn es dann noch nicht glüht… ääähhh… blüht, isses fällig. Dann verhänge ich die Höchststrafe: Nordseite!

Morgen steht die nächste Laufeinheit an. Die vierzig Minuten sollten drin sein. Ich erwäge eine Streckenerweiterung, die dann mit Parkplatz hin und zurück auf etwa sieben Kilometer kommen sollte. Schließlich muss ja irgendwie eine Steigerung im Hinblick auf den Dienstag drin sein. Ich bin ja kein Weiner. Jetzt ruft allerdings erstmal das Sofa. Ich folge dem Ruf!

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