Neues von der Waldschleicherfront

Heute ging es nach dem gestrigen ‚Ruhetag‘, der ja kein richtiger gewesen war, zu einer 30-Minuten-Runde in den Gonsenheimer Wald. Am Ende wurden es 42 Minuten – für die Streckenlänge immer noch eine völlig witzlose Zeit – aber immerhin unterbot ich mich auf der identischen Strecke im Vergleich zu vergangenem Dienstag um drei ganze Minuten! Das war ja jetzt schon irgendwie ein Quantensprung.

Insgesamt betrachtet fühle ich mich natürlich auch wesentlich besser als vor einer Woche. Erstaunlich, wie schnell die Beine wieder bereit sind, zu tun, was man von ihnen verlangt, wenn man es nur vehement genug einfordert. Braaav, Beine! Weiter so!

Objektiv betrachtet ist meine Laufform natürlich nach wie vor unterirdisch. Ich bin einfach noch viel ‚zu fett fürs Ballett‘. Aber immerhin sehe ich die Lage jetzt als nicht mehr ganz so aussichtlos an wie noch vor zwei Wochen. Es ‚läuft‘. Ich glaube, nachher setze ich eine Mail an meine Lauffreundin Heike ab, in der ich meine Rückkehr ankündige. Sie wird sich sicher freuen. Den ersten gemeinsamen Lauf habe ich mir vorgenommen, wenn ich die fünf Kilometer wieder zügig durchlaufe. Ich denke, dass das so in zwei Wochen der Fall sein dürfte. Immerhin ein Ziel, auf dass es sich zuzulaufen lohnt.

Ansonsten bin ich Augenblick, was die Lauferei angeht, ohnehin recht euphorisch, da ich bis jetzt (*knockonwood*) noch keinen richtigen Dreckstag erwischt habe. Aber die werden kommen. Das kenne ich schon. Ich hoffe, dass ich zumindest noch zwei Wochen verschont bleibe, bis ich wieder einigermaßen unterwegs bin.

Was wirklich grausam ist: mal richtig schnell gewesen zu sein und sich jetzt wie ein Bleiklumpen oder Schlimmeres zu fühlen. Andererseits weiß ich nicht, ob ich momentan durchhalten würde, wenn ich nicht das geniale Gefühl kennen würde, nahezu schwerelos durch den Wald zu ‚hüpfen‘. Auf den gleichen Wegen, über die ich mich jetzt mühevoll schleppe. Erster Gedanke: Wie kann man nur so blöd / faul / hirnlos sein, jemals vom einen in den anderen Zustand gewechselt zu haben? Zweiter Gedanke: Ach, das wird schon wieder…

Ich mag den zweiten Gedanken mehr.

6 Kommentare

  1. Du hast für 5 km 42 Minuten gebraucht? 8o Das klingt ja schonmal ziemlich vielversprechend für den nächsten Winterpokal. Nimm aber nächstes Mal zur Tarnung wenigstens Skistöcke mit. :tuet:

    1. jetzt fängst du auch noch mit dem wp an… :rolleyes:

      es waren etwas mehr als 5 kilometer – aber nicht viel 😀 und, ja: ich bin wahnsinnig laaangsaaam. die gleiche strecke bin ich schon in der hälfte der zeit gelaufen. aber, was soll’s? 😀

    1. ich hoffe doch sehr, dass ich in zwei monaten wieder etwas flotter unterwegs bin. ob man in unserem alter wirklich noch ‚an bessere Zeiten anknüpfen‘ kann, sei allerdings einmal ernsthaft in
      frage gestellt 😀

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