„Jeden Tag steh‘ ich am He-herd…

… Und ich hör dem Köcheln zu.
Ich steh‘ hier mit meiner Schürze,
Doch ich finde keine Ruh! …“

Um gleich auf den Punkt zu kommen: Hammer!!! Können Schwestern Gedanken lesen? Zumindest dieses eine Mal scheint es perfekt funktioniert zu haben. Beim gestrigen Familientreffen anlässlich des Vater-Geburtstags bekamen der Bauherr und ich unser Hochzeitsgeschenk überreicht. Dazu muss man erklären, dass wir bereits im Mai 2008 standesamtlich geheiratet haben, aus verschiedenen Gründen jedoch die kirchliche Trauung und die Feierlichkeiten auf „demnächst irgendwann“ verschoben hatten.

Es kam der Bau. Es kamen die Arbeiten an Haus und Garten. Irgendwie wurde es immer wieder aufgeschoben. Momentan sind wir bei „irgendwann im Sommer 2011“ angelangt. Nun werden die ersten Angehörigen nervös, weil ja bislang auch irgendwie noch keine Geschenke überreicht wurden. Und da Schwester und Schwager endlich zur Sache kommen wollten, kündigte man uns unser Hochzeitsgeschenk für gestern an. Ein ziemlich kapitales und sehr schweres Päckchen mit Schleife stand da. Darin konnte sich wirklich alles befinden, was man sich so vorstellen konnte. Am Ende war darin genau das, was wir uns (oder sollte ich besser sagen „ich … mir … hatte“? *hrhrhrhr*) gerade am heftigsten gewünscht hatten: eine „KitchenAid“! In weiß. Genau die Farbe, auf die ich mich nach langem Ringen gerade erst eingeschossen hatte.

„… Diese eine Liebe wird nie zuende geh’n!
Wann werd ich sie wiedersehen?
Manchmal schließe ich die Augen,
stell‘ mir vor ich sitz am Herd.
Dann denk‘ ich an dies‘ Gerät,
und mein Herz das wird so schwer!
Diese eine Liebe wird nie zu Ende geh’n!
Wann werd ich sie wiedersehen? …“

Jedesmal, wenn ich zukünftig die Küche betreten werde! Denn das Schätzchen steht jetzt links vom Herd und wartet auf seinen Einsatz. Und der wird nicht lange auf sich warten lassen. Gestern war es zu spät. Heute hatte der Linseneintopf Vorrang. Aber morgen… Morgen ist sie fällig. Da darf sie einen Nachtisch rühren. Ich bin schon ganz aufgeregt!

„… Ohhh ich hab‘ solche Sehnsucht,
ich verlier‘ den Verstand!
Ich will wieder an den He-herd, ohoho,
ich will zurück nach Kitchenaidland! …“ 

Der Rest des heutigen Tages: Schnee, Schnee, Schnee… Die Rückfahrt aus dem Büro beanspruchte die doppelte Zeit, die ich gewöhnlich benötige. Auf der Platte sah es so aus. Für all‘ das habe ich aber jetzt nicht so richtig Zeit. Nicht solange, eine unbenutzte Traum-Küchenmaschine im Stockwerk unter mir herumsteht.

„… Diese eine Liebe wird nie zu Ende geh’n!
Wann werd ich sie wiedersehen?…“ – Die Ärzte (oder so…)

Schwester! Schwager! Das war das genialste Geschenk, das ihr euch hättet ausdenken können! Dankedankedankedankedanke…

7 Kommentare

  1. Wow. Die kann sicher auch total gut Plätzchenteig rühren…man könnte ja glatt ein wenig neidisch werden, wenn, ja wenn
    a) wir nicht jetzt schon zu wenig Arbeitsfläche hätten. Wo soll denn da noch ne Kitchenaid hin
    b) wir für Neujahr jede Menge eigene Hochzeitsgeschenke erwarten. Pah. Da können wir sicher bald locker mithalten!
    Daher – viel Spaß Euch beiden! bin gespannt was ihr demnächst so zusammenrührt…

    1. oh! ihr heiratet?! schööön! kann ic nur empfehlen 😀

      für die weihnachtsplätzchenproduktion ist das gute stück bereits fest eingeplant. mal gespannt, wie es sich bewährt. ich werde natürlich berichten ^^

  2. Dann mal nachträglich einen herzlichen Glückwunsch an unser aller liebste Kitchenmaid zum zweiten Hochzeits- und zum zweiten bloghaus-Tag. Das Maschinchen hast du dir verdient – auch wenn es nicht
    von Campagnolo ist. 😀

  3. Kann ich nachvolltziehen. Jedenfalls würde ich mich selbst als Mann, über so eine „Rührmaschine“ auch freuen. Meine dürfte allerdings ruhig nen längern Arm haben, so dass ich auch in einen
    Gipseimer damit rein kommen könnte. Für Farbmischungen habe ich allerdings schon den richtigen Aufsatz. Musst dich also darum nicht kümmern. 🙂
    Seit „Monaten“ schon nervt mich eine Werbung. Und ich stehe ja wirklich nicht auf solche Art der „Weichkocherei“. Aber hier war es was anderes. Es geht um den „smoothie maker“. Und gestern abend
    stand er schliesslich bei mir auf dem Tisch. Die HAuschefin leierte mit den Augen und ich verzog mich derweil erst einmal aus ihrer Reichweite. Ne Stunde später „tranken“ wir ein
    Friedenssaftcocktail und es gab eine wirklich feine, echte und schnell gezauberte Gemüsesuppe. Anschliessend Heidelbeereis. Das überzeugte sie schliesslich. Heute früh war sie die erste, welche aus
    einer Karotte, zwei MAndarinen und einer Banane sich nen „smoothie“ zauberte. Das Teil ist echt auch der HAmmer. Mein Weihnachtsgeschenk an „mich“ selber. 🙂

    Schöne Backzeit übrigens noch.

    rolf

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