Tag 10: Bienvenue à Paris!

Um 6 Uhr morgens bestiegen wir in Frankfurt den ICE nach Paris. Knapp vier Stunden später verließen wir ihn am Gare de l’Est wieder. Der erste Weg führte uns zur Gepäckaufbewahrung, bei der wir unseren Koffer deponierten. Und – schwupp! – saßen wir auch schon in der Metro. Der angebrochene Tag musste schließlich noch mit Inhalt gefüllt werden.

Erstes Ziel war das Centre Pompidou. Das hat man zwar alles schon mal auf Fotos und in Reiseführern gesehen, aber die außenliegenden, bunten Versorgungsrohre des Gebäudes waren doch noch für einigen Speicherkartenplatz gut. Zwischendurch hatten wir den Eindruck, dass man unseren Holzbauer auf Teile des Gebäudes losgelassen hatte. Nun… Solange der Elektriker nicht auch noch Hand anlegen würde, sollte das wohl gehen.

Von den bunten Rohren begaben wir uns Richtung Hôtel de Ville, Seineufer und Notre-Dame. Um die Mittagszeit war die Schlange vor dem Eingang allerdings bereits derart abseits jeglichen Zugeständnisses, zu dem wir bereit gewesen wären, dass wir uns auf Außenansichten beschränkten. Der Glöckner tat jedenfalls seine Arbeit. Davon konnten wir uns überzeugen.

Was wir uns von innen ansehen wollten, war allerdings die Sainte-Chapelle. Die Warteschlange vor dem Ticketschalter war abermals grauenerregend. Unser Reiseführer war jedoch schlau. Da stand, man solle den Besuch über ein Kombi-Ticket mit der Conciergerie verbinden. Und siehe da: Dort stand seltsamerweise fast niemand an, und wir gelangten innerhalb kürzester Zeit bis knapp vor die Guillotine. Beeindruckend besonders die Salle des Gens d’Armes – wunderbar ausgeleuchtet!

Mit unserem Kombi-Ticket durften wir uns anschließend in einer wesentlich erträglicheren Schlange („avec Ticket“) anstellen, um ins Innere der Sainte-Chapelle zu gelangen. Jegliche Wartezeit hätte sich jedoch gelohnt, um inmitten der 15 Meter hohen Fenster stehen und wie ein kleines Kind staunen zu dürfen. Ohne Stativ war ich zwar fototechnisch nicht optimal ausgerüstet, aber das hätte man ohnehin nicht so fotografieren können, wie es wirkte, wenn man dort stand.

Anschließend übermannte uns der Hunger und wir begaben uns auf die Suche nach etwas Essbarem. Falls möglich wären wir dabei gerne nicht komplett ausgeraubt worden. Klappte dann auch. Wir konnten uns sogar noch ein Gläschen Rotwein erlauben. Frisch gestärkt marschierten wir noch auf einen Spaziergang in den Jardin du Luxembourg. Das mit den Parks haben die Franzosen jedenfalls auch durch die Revolution nicht verlernt. Respekt! Selbst Hugo war schwer beeindruckt.

Irgendwann machten wir uns dann doch noch auf den Weg zur Gepäckaufbewahrung im Gare de l’Est, sammelten unseren Koffer ein und schleppten uns Richtung Hotel. Da waren wir allerdings auch bereits ziemlich erschöpft. Wobei „ziemlich“ die wahren Ausmaße nur unzureichend beschreibt. 

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