Die erste Arbeitswoche, die erste Tomate

Schlimm sowas… Also das mit der Arbeit. Über die Tomate habe ich mich dagegen außerordentlich gefreut. Die Wolverine von einer Pflanze der Schwester lag dann am Ende relativ deutlich vorne.

Den Abschluss des Urlaubs – falls man das so nennen kann – bildete ein Essen mit Freunden. Einen Tag vorher schafften wir es noch, die Terrasse wieder zusammen zu basteln und in einen belebbaren Zustand zu bringen. Und auch ansonsten ist der Urlaub arbeitstechnisch außerordentlich erfolgreich verlaufen.

Unser Plan wurde bis auf wenige Gartenarbeiten komplett abgearbeitet. Leider tauchten auch am vorletzten Abend neue Widrigkeiten auf. Ich hatte die Teller für die Vorspeisen gerade im Ofen geparkt, als ein Blitz aus der oberen rechten Ecke in eine Edelstahlschüssel einschlug. Ofen tot.

Guuut… Da ist ja noch der Kombi-Dampfgarer-Ofen. Kein Problem also. Alles umgepackt und Ofen angeworfen. Fünf Minuten später erlebten wir den totalen Blackout. Der Dampfgarer, der schon seit einiger Zeit ab und an zickt, hatte die Hauptsicherung rausgekickt. Na toll. Auf der Terrasse saßen derweil die Gäste und warteten aufs Essen…

(Kurze Zwischenbemerkung: Das oben ist Tomate Nummer zwei – eine Purple Smaragd. Aber das nur mal so am Rande.)

Weiter mit der Bewirtungsgeschichte: Nachdem die Hauptsicherung wieder aktiviert worden war, sprangen beide Öfen an, als wäre nichts gewesen. Ich schaffte es, die erste Vorspeise warm auf den Tisch zu bringen. Puh!

Der Rest der Kocherei spielte sich größtenteils auf dem Herd ab. Beim Dessert flog ein weiteres Mal die Hauptsicherung raus, aber ich konnte es anschließend zu Ende backen. Wieder „Puh!“

Am Ende des Abends stand es fest: Neue Öfen müssen her. Nachdem sie an diesem denkwürdigen Tag hier eingezogen sind (am 25. Mai 2009 – wie die Zeit vergeht!), hat nun nahezu ihr letztes Stündlein geschlagen. Der einzig positive Aspekt an der Sache: Als der Dampfgarer begann zu zicken, hatte ich damit gehadert, dass es nach einem Austausch zukünftig zwei Öfen mit zwei verschiedenen Fronten geben würde. Schön ist was anderes. Dieses Problem hat sich damit ja nun erledigt. Vergangene Woche haben wir zwei neue Öfen bestellt. Mit identischen Fronten.

Eine der letzten Amthandlungen des Ofens war dann gestern die Herstellung der Parmesanplätzchen vom Wochenende zuvor. Die waren nämlich extrem gut angekommen. Fotos hatte ich allerdings nicht gemacht. Und da auch gestern Besuch erwartet wurde, habe ich sie einfach nochmal nachgebacken. Es blieb wieder keines übrig. Ein gutes Zeichen.

Parmesanplätzchen mit Kräutern

Gericht: Backblech, Plätzchenteller
Land & Region: Mediterran
Keyword: käse, kräuter, plätzchen, snacks
Portionen: 2 Backbleche
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl Type 550 (ersatzweise jedes andere Weizenmehl)
  • 125 g Butter kalt in Flöckchen
  • 125 g Parmesan sehr fein gerieben
  • 1 Prise Meersalz
  • 2 Eigelbe
  • 1 TL Wildoregano getrocknet & gerebelt
  • 1 TL Wildthymian getrocknet & gerebelt
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Anleitung

  • Alle Zutaten mit den Händen verkneten bis sich ein konsistenter Teig bildet. Teig zu Rollen - oder wie beim gestrigen Versuch zu flachgedrückten Rollen - formen, in Folie einwickeln und für etwa eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Anschließend auswickeln und in Scheiben schneiden. Scheibchen nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
  • Bei 180°C Ober-/Unterhitze etwa zwanzig Minuten abbacken. Nicht trocken backen! Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Notizen

Die angegebenen Kräuter können auch beliebig gegen andere - z.B. Rosmarin - ausgetauscht werden. Mit frischen Kräutern habe ich es noch nicht probiert. Sobald ich das getestet haben werde, ergänze ich die Anmerkungen.
Der Teig verläuft nahezu nicht. man kann die Plätzchen also recht dicht aufs Blech legen.
Perfekt zu einem Glas Wein auf der Terrasse.

Und während Benedictes Früchte in den letzten Zügen liegen, dauert es beim Weinbergpfirsich noch etwas. Ich lasse die Früchte ja gerne bis auf den letzten Drücker am Baum. Aromatischer geht’s nicht. Selbst ein paar Tage machen einen extremen Unterschied.

Am vergangenen Wochenende wurden allerdings die Zwetschgen geerntet. Auch sehr reif. Und sehr köstlich. Satte 4,25 Kilo hat der Baum „geliefert“. Damit ist er jetzt offiziell kein Minderleister mehr. Er muss gehört haben, dass ich nach fünf fruchtlosen Jahren beschlossen hatte, ihn auszuwerfen, wenn da in diesem Jahr nichts kommt.

Es wurde alles eingekocht – als Fruchtpüree nach bewährtem Rezept. Ich finde das am praktischsten. Da kann man Eis draus machen. Oder Kuchen und Torten. Oder es einfach so als Fruchtspiegel verwenden. Und es geht mit allen denkbaren Obstsorten – und nimmt keinen Platz im Gefrierschrank in Anspruch. Total simpel und vielseitig.

Fruchtpüree

Gericht: Einmachglas
Keyword: einkochen, obst
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 500 g Obst Nettogewicht ohne Kerne etc.
  • 80 ml Wasser
  • 180 g Zucker Menge kann je nach Obstsorte erhöht oder reduziert werden
  • 1 Schuss Schnaps optional

Anleitung

  • Obst, Wasser und Zucker in einen ausreichend großen Topf geben und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis alle Obststücke zerfallen sind. Ab und an umrühren.
  • Masse pürieren. Schnaps (hier z.B. Himbeergeist) unterrühren und alles noch heiß in sterilisierte Gläser geben. Sofort verschrauben.

Notizen

Ich habe die Gläser zusätzlich noch eingekocht. Das sorgt für eine längere Haltbarkeit. Wer weiß schon, wann der Baum sich das nächste Mal bequemt, Früchte zu tragen...

Über die erste Arbeitswoche nach einem fast kompletten Monat in Freiheit breiten wir mal den Mantel des Schweigens. Mir graut auch schon ein ganz klein wenig vor morgen. Aber: Muss ja. Wieder nicht im Lotto gewonnen am Wochenende. Verdammt!

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