Ein Bär, ein Kretin und zwei Eremiten – und ein Malloreddus-Exkurs

Der Vormittag unseres fünften Urlaubstags verging wie im Fluge. Der Gatte betauchte das Capo Testa. Ich bearbeitete Fotos und bereitete Blogbeiträge vor. Blogbeiträge wie diesen hier. Das würde etwas den Stress aus unserer Rückkehr nehmen. Tat es dann auch. Und zwar in ganz erheblichem Ausmaß.

 

Mittags fuhren wir nach Palau. Von dort gehen die Fähren zum La Maddalena Archipel, das wir uns unbedingt noch anschauen wollten. Wir liefen durch den Porto Turistico und den Porto Commerciale. Und anschließend durch dieses nette, kleine Städtchen. Mit netten, kleinen Eisdielen. Diesmal gab es Limone, Espresso, Lakritz und Schokolade.

Wir enterten einen Laden mit regionalen Erzeugnissen und ich erbeutete zwei Tütchen Myrte. Die wollte ich unbedingt mitnehmen, obwohl ich noch nicht so wirklich genau weiß, was ich damit anstellen will. Im Zweifelsfall gibt es ein Myrteneis. Das schmeckt nämlich ausgezeichnet.

Der nachfolgend aufgesuchte Keramikladen gefiel besonders dem Gatten, war die Angestellte doch derart unfreundlich, dass ich selbst wenn es den schönsten Teller der Welt dort gegeben hätte, dieser von mir ignoriert worden wäre. Locker. Ehrlich! Gottlob gab es ohnehin nichts, das mir gefiel.

Aus dem Haushaltswaren-Strandartikel-Tourikram-Laden, in den ich ihn zerrte, weil ich die Hoffnung darauf, ein original sardisches Malloreddusbrettchen zu finden, einfach nicht aufgeben wollte, flüchteten wir überstürzt. Das Ding erinnerte fatal an die Läden auf den Azoren, die „alles, was in den letzten 50 Jahren aus Kunststoff hergestellt wurde“ anboten – und die, wie dieser hier, fest in asiatischer Hand waren. Ein kleines hölzernes Brettchen mit Rillen gab es dort sicher nicht.

— Allerdings ist das hier der Augenblick, in dem ich zu einem kleinen Exkurs zu einem kleinen hölzernen Brettchen ausholen kann. Nachdem ich zwei Wochen lang vergeblich, aber unermüdlich versuchte – und hier greife ich jetzt dem Verlauf der Urlaubserzählung etwas voraus -, irgendwo eins dieser blöden Brettchen aufzutreiben, gelangte ich am letzten Urlaubstag unverhofft doch noch in seinen Besitz. Dazu dann zu gegebener Zeit mehr. Hier allerdings das Rezept zu meinen ersten beiden Malloreddus-Versuchen unmittelbar nach unserer Heimkehr:

Malloreddus – das Original

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Zutaten

  • 500 g Hartweizenmehl (oder auch je 250 g Hartweizenmehl und Hartweizengrieß)
  • 250 g Wasser (230 g zugeben und dann je nach Teigbeschaffenheit nachlegen)

Zubereitung

  • Zutaten von Hand verkneten oder kurz in der Küchenmaschine (hier mit Flachrührer) ankneten und von Hand zu Ende kneten. Eine Kugel formen und diese etwa eine halbe Stunde ruhen lassen.
  • Kugel achteln und die Achtel nacheinander jeweils auf der Arbeitsplatte zu Rollen von etwa einem Meter formen. Mit einer Teigkarte o.ä. kleine - wirklich kleine! - Stückchen abteilen und diese über ein Malloreddus- oder Gnocchibrettchen möglichst flach mit dem Daumen ausdrücken und gleichzeitig zu Röllchen formen. Braucht etwas Übung - aber die kommt mit dem ersten Pfund Teig dann von selbst...
  • Wichtig: Jeden Gedanken an Gnocchi verdrängen. Kleiner! Viel kleiner! Mein erster Versuch war eindeutig zu dick, wenn auch hübsch anzuschauen. Da verhungert man leicht während der Kochzeit.
  • Pasta auf einem mit Hartweizengrieß bestreuten Backblech zwischenlagern bis aller Teig verarbeitet ist. In gut gesalzenem Wasser al dente garen.

Die Sauce bestand aus einem Glas Ofentomaten aus dem vergangenen Jahr mit etwas Weißwein, Salsiccia und Chili eingeköchelt. Sehr köstlich! Noch etwas: Es wird noch mindestens einen weiteren Malloreddus-Versuch nach abgewandeltem und etwas schickerem Rezept von Anja, der Vermittlerin unserer Unterkunft, geben. Exkurs Ende —

Wir schlenderten noch ein wenig herum und machten uns dann auf den Weg zum Capo d’Orso, dem Bärenfelsen, der oberhalb von Palau thront. Und obwohl uns sowohl für den Parkplatz als auch für den Eintritt jeweils drei Euro abgenommen wurden, lohnte es sich. Allein der Panoramablick auf La Maddalena und die umliegenden Inselchen war das Geld wert. Und auch der „Bär“ war äußerst imposant, obwohl man ihn von so nahe natürlich nicht als Bären identifizieren konnte.

Am Parkplatz trafen wir auf ein Pärchen aus Mannheim, das gerade überlegte, ob es auch neun Euro investieren sollte. Wir rieten zu.

Zu Abend gab es eine Käseplatte, Oliven, Tomaten und das gute Civraxu – ein sardisches Brot aus Hartweizenmehl. Satt, aber nicht gemästet ging der Tag sehr entspannt zu Ende.

Von seinen Tauchgängen am nächsten Morgen brachte mir der Gatte eine Tube „Cortidro“ (0,5% Cortisonanteil) aus der örtlichen Apotheke mit. Klar… Sie hatten mich wieder erwischt, die verfluchten Stechmücken. Wie sollte es auch anders sein?! Immerhin gingen sie deutlich weniger brutal vor als im letzten Jahr auf Gozo, wo sie mich im Prinzip fast aufgefressen hatten. Ich will mich also mal nicht beschweren.

Den Nachmittag wollten wir am Meer verbringen. Wir fuhren zur Spiaggia di Monti Russu, fanden einen hervorragenden Schattenparkplatz, der zwar etwas abgelegen, aber trotzdem absolut tadellos war, und marschierten zum Strand. Es gab zwei Buchten, die bis auf einen Block mit Liegestühlen und Sonnenschirmen aus der nahegelegenen Hotelanlage fast menschenleer waren. Die Hotelliegen waren gut besucht. Man karrte die Herrschaften anscheinend morgens an den Strand und holte sie abends wieder ab.

Wenn man sich mit der Kamera geschickt in Stellung brachte, konnte man diese Ecke auf den Fotos hinter Sträuchern verschwinden lassen. Passt.

Eigentlich wollten wir noch auf den Bergkamm des Monti Russu, aber erstens fanden wir den Zugang nicht, und zweitens hinderte uns eine Blase an meiner Ferse an der weiteren Suche. Wieso nur, wieso?! Wieso hatte ich die Socken nicht angezogen, ich Depp?! Wirklich schlimm war das aber nicht. Wir setzten uns schließlich auf den Rand des mit Zierlauch zugewachsenen Holzstegs und blickten aufs Meer. Ewig lange. Es gibt wirklich wenig Entspannenderes, als in die Brandung zu schauen und dem Meeresrauschen zuzuhören. Man fühlt sich anschließend wie neu geboren.

Wir sollten wirklich am Meer leben. Mit einer Bank unter einem alten Olivenbaum vor dem Haus. Ich würde abends stundenlang dasitzen und einfach nur schauen. Und vielleicht einen Wein dazu trinken. Und kochen. Klar. Kochen würde ich auch noch.

Damit sind wir auch wieder beim Thema Essen gelandet. Für den Abend war nämlich ein Besuch in einem Restaurant in Santa Teresa Gallura eingeplant. In einem normalen Restaurant – also keinem aggroagrituristischen Mastbetrieb. Wir trafen zeitig ein und bekamen einen netten Tisch mit gutem Überblick. Diesen guten Überblick verfluchten wir im Laufe des Abends zwar, aber trotzdem amüsierten wir uns köstlich.

Es begann damit, dass auf dem Parkplatz nebeneinander zwei Audis mit BZ- und KM-Kennzeichen parkten. Die Insassen waren schnell ausgemacht: zwei je vierköpfige, grunddeutsche Familien, die sehr entspannt Pizza aßen und Bier tranken und offensichtlich keinerlei Angst hatten, dass ihnen irgendwelche Ausländer ihre Audis oder Frauen wegnehmen würden.

Kurz nach uns traf dann ein Italiener mit seiner etwa 30 Jahre jüngeren Freundin ein. Sie ließen sich zwei Tische weiter nieder. Jetzt wurde erstmal unter zahlreichen Demutsbezeigungen des Personals das Beste angefahren, das Küche und Keller hergaben. Der Inhalt des wirklich ausgezeichneten Brotkörbchens aus Pan Carasau und einem sehr köstlichen Brot mit dunkler, knuspriger Kruste, das mit Olivenöl beträufelt war, wurde ignoriert. Es wurde Pizzabrot bestellt. Gut dann…

Es kam Weißwein im Standkühler. Und es kamen ein Pasta- und ein Risottogang mit allerlei Meeresgetier. Während des Essens zündete der Mann – der sich selbst ganz offensichtlich in der Rolle des erfolgreichen Geschäftsmanns sah – sich eine Zigarette an. Und aß dabei weiter. Dann klingelte sein Handy in einer Lautstärke, die im kompletten Außenbereich des Restaurants die Gäste zusammenzucken ließ. Er nahm ab und telefonierte lauthals. Vermutlich so etwas wie „Kaufen! Kaufen!!“ oder „Unternehmt nichts ohne mich!“  Wer behauptet eigentlich immer, Männer seien nicht multitaskingfähig?! Die junge Dame sprach derweil in dieser mir völlig verhassten Art in ihr Handy – Gerät flach auf die Hand und unten ins Mikrofon, Lautsprecher an – und versuchte gleichzeitig, Garnelen aus der Schale zu helfen.

Der Kellner, der bei Aufnahme unserer Bestellung so getan hatte, als ob er ausgezeichnet Englisch verstünde, brachte uns Essen und Getränke. Wir hatten ein Thunfischtatar als Vorspeise bestellt und angegeben, dass wir es gemeinsam zu essen gedächten. Anschließend zwei Pizzen, bitte. Und ein Wein für die Dame und ein Ichnusa für den Herrn. Danke.

Die Getränke kamen. Mein Wein entsprach einem Meenzer „Piffsche“ – 0,1 Liter. Das verdunstete ja schon beim Hinschauen. Ich atmete es weg und stellte das leere Glas an den Rand des Tischs. Es nahten die Vorspeise und die Pizza des Gatten. Blöd. Die Pizza kam viel zu früh. Bevor ich „Aber…“ sagen und noch etwas zu trinken bestellen konnte, war die Bedienung bereits enteilt.

Ich aß das Thunfischtatar allein. Der Gatte hatte ja seine Pizza. Irgendwie schafften wir es kurz vor Ende der Pizza tatsächlich, ein Bier für mich zu bestellen. Der Vorspeisenteller war zu diesem Zeitpunkt bereits seit etwa 15 Minuten komplett leer. Sogar die Rote-Bete-Klekse hatte ich mit Brot aufgetunkt. Erwartungsvoll schaute ich die Bedienung an. „Finished?“ wurde ich gefragt. Äääh… Ja. Oder isst man hier üblicherweise den Teller mit?! Der Gatte war fertig, der Tisch leer – bis auf zwei Biere. Von meiner Pizza keine Spur.

Zeit, wieder mal einen Blick auf die Wahnsinnigen nebenan zu werfen. Man hatte die Telefonate mittlerweile beendet und schaute dabei zu, wie ein Rolltischchen vorgefahren wurde. Beladen mit Fisch und einer Meeresfrüchteplatte. Eine überforderte Servicekraft versuchte im Anschluss verzweifelt, den gegrillten Fisch zu entgräten. Ich sagte bewusst „versuchte“. Der Gatte in dessen direktem Blickfeld sich dies abspielte, amüsierte sich köstlich.

Am Ende – nach geschlagenen zehn Minuten – war der Fisch kalt und in tausend mikroskopisch kleine Teile zerzupft. Der Gatte mutmaßte, dass der halbe Fisch mit auf dem Grätenteller gelandet war. Na, Mahlzeit!

Die Herrschaften widmeten sich der Frutti-di-Mare-Platte, was noch schrecklicher mit anzusehen war. Signorina fasste mit spitzen Fingern der handyfreien Hand die wirklich überaus köstlich aussehenden Riesengarnelen und Krebse und schnickte sie wortlos und mit einer Mischung aus Ekel und Ahnungslosigkeit auf den Teller ihres Sugardaddys, der damit allerdings auch völlig überfordert schien. Sie lachten affektiert. Mein Gott, warum bestellt man sich denn dann keine Pizza?! Oder ein Steak?! Ich fürchte, die komplette Platte landete im Müll, weil die beiden zu blöd waren, durch die Schalen zum Essbaren vorzudringen.

Der zwar grenzdebile, aber erfolgreiche (eine Kombination, die sich bekanntermaßen ja nicht ausschließt, sondern eher befördert) Kretin schenkte Wein nach. Und das war der Augenblick, wo ich sicher war, ihn enttarnt zu haben! Der Mann war in Wirklichkeit Kellner. Einschenken! Das war seine Kernkompetenz! Wir kicherten albern rum…

Dann nahte endlich die zweite Pizza. Wir teilten. Die Pizzen waren übrigens beide absolut köstlich. Das nur zur Ehrenrettung des Restaurants. Eigentlich war ich mittlerweile satt, da ich mir in der Zwischenzeit fast den kompletten Brotkorb einverleibt hatte. Danke auch.

Wir bestellten Espresso und die Rechnung. Beides kam. Ich steckte meine Kreditkarte und das Trinkgeld in die Hülle mit der Rechnung. Wir tranken Espresso und warteten. Nebenan wurde wieder gackernd telefoniert. Hatten uns die beiden Agriturismos etwa auf ewig für Restaurants verdorben?! Ich mache es kurz: Es kam niemand. Nach gut zwanzig Minuten nahm ich die Karte und das Trinkgeld wieder aus der Hülle, steckte Bargeld – und weniger Trinkgeld – hinein, und wir verließen das Restaurant. Ja, dann halt so.

Als wir am Haus eintrafen, ging gerade die Sonne über dem Meer unter. Sorry. Handyfoto. Wir saßen noch eine Weile auf der Terrasse.

Am nächsten Morgen wurde des Gatten zweiter Tauchgang wegen zu heftiger Winde abgesagt. Er kehrte früher als erwartet zurück. Wir beschlossen, die etwas längere Fahrt ins Hinterland der Gallura nach Locu Santu / Luogosanto (= Heiliger Ort) anzutreten. Locu Santu ist ein sehr schönes Bergdorf und ein Wallfahrtsort mit zahlreichen Kirchen und Kapellen in der Umgebung. Einige davon schauten wir uns an. Die Kirche Nostra Signora di Luogosanto legt mitten im Ort an einem großen Platz.

Anschließend ging es zur Chiesa di San Trano, einer kleinen in den Berg gebauten Kapelle zu Ehren zweier Eremiten – San Trano und San Nicola, deren Figuren in einer kleinen Grotte stehen. Der Ausblick von den umgebenden Felsen auf Locu Santu und das Umland ist hervorragend.

Als nächstes stand das Castello di Baldu auf unserem Plan. Als wir eintrafen, war der ohnehin überschaubare Parkplatz davor komplett zugeparkt. Selbst wenden und zurücksetzen waren nahezu unmöglich. Wir wunderten uns. Bis dahin war alles, was wir uns angeschaut hatten, nahezu menschenleer gewesen. Die Erklärung fanden wir hier. Nachdem wir uns die Ruinen des mittelalterlichen, dreigeschossigen (!) Castello und der kleinen Siedlung angeschaut hatten, trafen wir auf eine Art „Grillplatz“, an dem sich an Tischen und auf Bänken zahllose Einheimische zu Speis‘ und Trank getroffen hatten. Riesige Rotweinflaschen kreisten. Man war außerordentlich guter Stimmung. Wir zogen uns zurück. Unsere Italienischkenntnisse hätten ohnehin für kein Gespräch ausgereicht.

Wir fuhren zum Casteddu di Balajana / Castello di Balaiana. Prinzipiell bin ich ja kein Freund von Wanderwegen, die auf 350 Metern Länge 100 Höhenmeter überwinden, aber ich fügte mich. Und es lohnte sich. Allein der Weg war fantastisch. Steinstufen im Schatten, ein verwittertes Geländer, dem ich mein junges („Die einen sagen so, die anderen so…“) Leben sicher nicht anvertrauen würde, ein kurzer, knackiger Anstieg – und dann ein wundervoller Panoramablick. Rundum.

Das Castello (2,5 Zimmer, keine Küche, kein Bad, kein Dach) hatte Stufen im Schatten, die zum Rehydrieren und Keksessen einluden. Und als Zugabe gab es nach einem kurzen Stück Wegs noch eine kleine, sehr liebevoll restaurierte Kirche aus der zweiten Hälfte des 12 Jahrhunderts: die Chiesa Romanica San Leonardo di Balaiana.

Von dort oben sieht man Gipfel in der Ferne, die Weinberge um das Castello herum – ein ausgesprochen schöner Aussichtspunkt. Wir waren erstaunt, wie grün das alles von oben ist.

Unser letzter Tagesordnungspunkt waren alte Olivenbäume. Sehr alte Olivenbäume, um genau zu sein. Sie stehen in der Nähe des Lago di Liscia und heißen „Olivastri Millenari“. Nach zwei vergeblichen Anläufen, an der passenden bzw. nächstgelegenen Stelle zum Stausee hinunter zu kommen, umfuhren wir den kompletten See.

Der erste Versuch endete abrupt an einem seltsamen, aber absolut betretenverbotenen Industriegelände, obwohl die Straße auf der Karte weiterging. Der zweite Versuch blieb beim Versuch, da ein Teil der Straße um den See gesperrt war. Genau der Teil, den wir befahren wollte.

Die Bäume sind an der Straße ausgeschildert. Man findet sie leicht. Wir parkten an der Straße, um dann festzustellen, dass andere Touristen bis vors Gatter gefahren waren. Aber egal. Der Eintritt kostet EUR 2,50 pro Person, und nach kurzer Erklärung durften wir zu den drei Bäumen. Der Reiseführer meint: „Der jüngste soll gut 1000, der mittlere 2500 und der älteste nach neuesten Erkenntnissen sage und schreibe etwa 4500 Jahre auf dem Holz haben und damit der älteste Baum Europas sein.“

Ob er das tatsächlich ist, ist nicht so wichtig. Es handelt sich um drei wilde Olivenbäume. Dem ältesten darf man sich nur bis zu einem Holzgeländer, das rundum angebracht ist, nähern. Die beiden anderen darf man praktisch „betreten“, d.h. bis zum Stamm vorgehen. Sehr beeindruckend, im Schatten dieser uralten Bäume zu stehen, den Lichteinfall durch die Blätter zu sehen und das Rascheln des Laubs zu hören. Wir hätten Stunden dort verbringen können.

Wenn wir nicht Hunger gehabt hätten. Auf der Terrasse unserer Unterkunft gab es Käse, Brot und Oliven. Und Wein und Bier. Und nichts kam zu früh oder zu spät. Und blöde Tischnachbarn gab es auch nicht.

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