Gerade etwas sehr ruhig hier. Ich weiß.

Das hat verschiedene Gründe. Der banalste ist der zur Zeit außerordentlich fordernde Job.  Da ist man abends schon mal etwas ausgelutscht und froh, wenn man einfach nur auf dem Sofa zusammenbrechen kann. Wer kennt das nicht? Eben!

Abgesehen davon faste ich seit Aschermittwoch. Mein Teller sieht also aus wie oben. Trotzdem koche ich zwar täglich für den Gatten, was mir absolut nichts ausmacht – eher im Gegenteil. Aber ich möchte doch ungern mit Essen um die Ecke kommen, dass ich nicht mal probiert habe.

Einmal mit Senf-Spitzkohl und Kartoffeln, einmal mit Pak Choi. Vom Pak-Choi-Skrei habe ich nur ein absolut nicht repräsentables Handyfoto im Halbdunkel gemacht, weil ich dachte, der kommt eh nicht an. Der Gatte hasst Pak Choi. Ich habe ihn gekauft, weil er so wahnsinnig verlockend aussah. Armer Gatte! Aber er musste am Ende tatsächlich zugeben, dass das geschmeckt hat. Und das ohne Abschmecken!

Sobald ich wieder esse, werde ich das nochmal nachkochen und dann ggf. verbloggen.

Was mich auch extrem in Anspruch genommen hat, ist die Bebilderung der alten Blogbeiträge vor Wechsel zu WordPress. Die Fotos waren irgendwann alle weg. Und zwar von Blogposts aus etwa sechs Jahren. Schockschwerenot! Erst hab‘ ich’s verschoben, dann wenigstens mal die Urlaubsberichte wieder bebildert. Schließlich im Dezember die Weihnachtsbäckerei-Beiträge. Jetzt fehlen noch etwa zehn Monate aus 2009 – dann bin ich frei. Frei wie der Wind!

Derweil geht es mit der Gemüseanzucht für dieses Jahr ganz ordentlich voran. Die Babes kommen weitestegehend brav aus der Anzuchterde gekrochen. Uuund! Mein dilettantischer Versuch, eine Tamarillo zu ziehen, scheint tatsächlich zu funktionieren! Ich wollte die vergammelte und dauerfeuchte Anzuchtschale auf der Küchenfensterbank nach vier erfolglosen Wochen eigentlich beisetzen, als ich drei winzige Keine entdeckte. Strrrike!

Über die Zukunft des Dings mache ich mir später Gedanken. Momentan soll es erstmal wachsen. Was ich dann im Winter damit mache, muss ich mir noch überlegen. Hier bin ich weitestgehend auf das Wohlwollen des Gatten angewiesen. Die Dinger können wohl sieben Meter hoch werden, aber man kann den Haupttrieb kappen. Dann bleiben sie kleiner. Trotzdem wird da ein Platzproblem zu klären sein. Kühl und hell im Winter könnte schwierig werden. We’ll see.

Gestern und heute nahm ich dann trotz Fastens am Synchronbacken von Zorra und Sandra teil. Die schmutzigen Details gibt’s dann wie immer mittwochs.

Um den masochistischen Sonntag auf die Spitze zu treiben, wanderte die übrige Hefewürfelhälfte in einen Kanelboller-Teig. Viel zu lange wartet der Gatte schon auf seine Lieblingsteilchen. Also ab dafür. Nachdem ich schon eine halbe Stunde das Lauengebäck umhechelt hatte, kam es auf den zwei Stunden dauernden Speichelfluss wegen der Kanelboller auch nicht mehr an. Ich fühlte mich wie ein von Pavlov höchstselbst konditionierter Hund. Aber egal! Geht vorbei.

Um mich vom Zimt- und Kardamomduft abzulenken, legte ich während des Backens Salzzitronen ein. Ich sag’s gleich: Brachte absolut nichts. Das Rezept wird es aber erst geben, wenn die Dinger mehrere Wochen im dunklen HWR verbracht haben werden und anschließend einem endgültigen Test unterzogen wurden.

Bis dahin habe ich also erstmal eigentlich nix zu bieten – außer: meiner bisher erfolgreichsten Baiser-Variante. Ich backe alljährlich welche aus den übrig geblieben Eiweißen der Weihnachtsbäckerei. Und auch gerne zwischendurch mal, wenn es sich ergibt. Dass ich süchtig danach sei, würden nur böse Zungen behaupten. Sehr böse.

Jedenfalls experimentiere ich da seit Jahren mit verschiedenen Mischungsverhältnissen aus Eiweiß und Zucker herum und bin mit meinem letzten Versuch vor ein paar Wochen außerordentlich zufrieden. Deshalb hier mal eine kurze Anleitung. Auch, damit ich endlich den Zettel wegwerfen kann.

Baisers

Ähnliche Beiträge

Zutaten

  • 4 Eiweiße
  • 200 g Puderzucker
  • ein wönzögen Schluck Zitronensaft

Zubereitung

  • Die - im besten Fall kühlschrankkalten - Eiweiße werden komplett steif geschlagen. Also so richtig steif. Dann einen Spritzer Zitronensaft zugeben. Weiterschlagen.
  • Den Puderzucker nach und nach - während des Schlagens - zugeben. Die Masse sollte am Ende wirklich schnittfest sein.
  • Bei 100°C Ober-/Unterhitze trocknen lassen. Ich mag sie sehr trocken. Das dauert eine Weile. Immer mal wieder versuchsweise an einem aus der ersten Reihe rumpieksen.

Schwupp. Altpapier! Geht doch.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.