Grillwochenende und andere Seltsamkeiten…

Vorab: Seit Donnerstag gibt es hier so etwas wie eine „Ernte“. Die ersten Tomaten, etliche Zucchini – und jetzt auch Auberginen. Ich bin begeistert. Da passte es gut, dass unser alljährliches An- und Abgrillen exakt auf vergangenes Wochenende fiel. Wir pflegen das ja traditionell an einem Tag zu erledigen. Es soll ja etwas Besonderes bleiben…

Im Ernst: Wir grillen einfach nicht gern. Haben wir noch nie, und werden wir wohl auch nicht mehr. Trotzdem ist es im Sommer halt für Gäste super praktisch. Ich geb’s ja zu.

Mehr Fotos vom Grillgut gibt es nicht. Und auch nicht vom Nachtisch. Und auch sonst nicht. Zu heiß… So heiß, dass wir Max zum offiziellen Grillbeauftragten ernannt haben. Der ist jung und kann das ab. Es gab übrigens indonesisches Grillgut – was auch sonst?! – und wir hielten ganz schön lange durch für Personen unseres Alters.

Derweil gibt der pazifische Feuerring keine Ruhe. Auf Bali – und besonders auf Lombok – ist es gerade deutlich ungemütlicher als noch vor drei Wochen. Irgendwie liest man die Nachrichten anders, wenn man dabei Gesichter vor sich sieht.

Apropos „Nachrichten und Gesichter“… Da liest man doch endlich mal wieder etwas Gutes von Ulle: Er hat Til Schweiger den Urlaub versaut. Und muss jetzt 50 Meter Abstand zu ihm halten. Wer wünscht sich das nicht insgeheim?! Jedenfalls bleibt man immer schön auf dem laufenden, weil die beiden Pappnasen ja nahezu ununterbrochen mit BLÖD-Schreiberlingen kommunizieren. Und wie sich die Boulevardpresse dann gestern vernahm, will der Lancinator nach Malle fliegen, um Ulle ins Gewissen zu reden. Ähemmm… Der Versuch, durch Lance von den Drogen wegzukommen, ist wie eine Diät mit flüssigem Nutella aus der Mikrowelle.

Heute dann ein Ulle-Interview, in dem er mitteilt, dass er einen Entzug machen will. Ausgezeichnete Idee, wie ich finde. Blöderweise sind es die letzten drei Sätze im „Express“-Elaborat, die mich Übles ahnen lassen: „Doch zuallererst muss Jan Ullrich wieder auf die Beine kommen. Dabei soll ihm ein kroatischer Box-Promoter aus der Nachbarschaft helfen. Er will ihn bei den ersten Schritten seiner Therapie unterstützen.“ Puh! Ob das was wird?!

Dabei hätte mir angesichts dieses Warnhinweises im Parkhaus-Aufzug bereits seit Freitag Mittag klar sein müssen, dass hier irgend etwas schief läuft. Allein das „Check this!“ lässt einem bereits das Blut in den Adern gefrieren. An wen richtet sich dieser Mist?! Sicher nicht an die Patienten der Orthopädiepraxis im OG.

Der Aufzug ist dabei so winzig, dass sich gerade einmal drei Erwachsene mit Mühe hineinquetschen können. Drei Erwachsene, die keine Berührungsängste haben wohlgemerkt. Natürlich ist er trotzdem für sechs Personen zugelassen. Dieser „Hinweis“ ist vollkommen sinnlos – von Optik und Form einmal völlig abgesehen.

Fast so sinnlos wie die Gurken anschließend in der Gemüseabteilung bei „Aldi“.

Das war eine schier unlösbare Aufgabe. Bio-Gurke in Folie eingeschweißt gegen konventionelle Gurke ohne Plastikmüll. Das ist wie Pest gegen Cholera. Man möchte weinen. Hemmungslos. Immerhin kann man entscheiden, ob man den Planeten oder sich selbst als erstes hinrichten möchte. Wobei ich Bio-Gurken von „Aldi“ jetzt auch nicht gerade eine gesundheitsfördernde Wirkung attestieren würde.

Gut, dass demnächst meine eigenen Gurken erntefähig sind. Dann bleibt mir sowas zumindest bis zum Herbst erspart.

Und bis dahin dürfte es eher Schwemme- als Mangelprobleme geben. Gestern wurden die ersten Auberginen gefüllt. Und ein paar Zucchini. Auf Vorrat. Da ich diese Woche nicht zu Hause bin, der Gatte aber sehr wohl, habe ich „da mal etwas vorbereitet“.

Ich bin allerdings voller Vertrauen, dass er nicht verhungern wird. Wenn er jetzt ungestraft in die Küche darf, schafft er es mit Sicherheit, sich selbst etwas zu machen. Schließlich konnte er echt mal gut kochen als wir uns kennenlernten. Tja. Und wieder ein hoffnungsvolles Talent im Keim erstickt. Ich kann’s halt.

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