Kreuzkümmel-Woche & Gartenbeute

Der relativ frisch eingelegte Labaneh wurde mittlerweile getestet und für ausgezeichnet befunden. Von den drei Gläsern sind noch zwei übrig. Das sagt alles. Damit er zur Geltung kommt, musste sich natürlich ein halbwegs passendes Essen dazu gesellen. Ich kochte also praktisch rund um die Joghurtbällchen herum.

Beim ersten Test gab’s Lammkoteletts dazu. Und Kürbispüree und Chaat Masala Kartoffeln. Eine äußerst gelungene Kombination, wenn auch nicht ganz geographisch korrekt. Aber wen stört das schon, wenn es so gut schmeckt?! Eben! Niemanden.

Beim zweiten Test gab’s Falafel, Muhammara (aus Gartenpaprika), Tomaten und Aubergine aus dem Garten (letztere mit Miso bestrichen) und nochmals Chaat Masala Kartoffeln. Für die Muhammara (nach Ottolenghi) lege ich gleich noch das Rezept nach. Insgesamt kamen die Labaneh auch darauf ausgezeichnet zur Geltung. Da war alles dabei – scharf, würzig, süß, knusprig, weich, mjam.

Mit dem Falafelportionierer gelingen die Dinger echt super. Alle schön gleichmäßig groß. Und nachdem ich letzthin in einer Mainzer Mittagspause gesehen habe, wie Profis die formen – mit Falafelportionierer und Esslöffel – sind sie noch besser gelungen. Man lernt halt nie aus. Und das ist auch gut so.

Muhammara

Gericht: Dipschälchen
Land & Region: Levante, Orient
Keyword: paprika, walnuss

Zutaten

  • 4-5 rote Spitzpaprika
  • 50 g Panko
  • 0,5 EL Zitronensaft
  • 1 EL Granatapfelmelasse ich nahm ersatzweise Traubenmelasse – notfalls Granatapfelsirup einkochen lassen, bis er auf die Hälfte einreduziert ist
  • 1,5 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 1 EL Aleppo Chiliflocken hier ersatzweise getrocknete Kashmiri
  • 1 kleinere Knoblauchzehe gerieben
  • 50 g Walnüsse fein gehackt
  • 2 EL Olivenöl plus etwas für oben drüber
  • Salz

Anleitung

  • Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Paprika komplett auf ein Blech geben und für 30 bis 35 Minuten rösten, bis sie gar sind und die Schale Farbe genommen hat. In eine Glasschüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und abkühlen lassen. Anschließend Haut abziehen und Kerngekäuse entfernen.
  • Paprika mit Pankobröseln, Zitronensaft, Melasse, Kreuzkümmel, Chili und noblauch in einen Mörser geben und bearbeiten. Die Masse soll am Ende nch etwas Struktur haben.
  • Gehackte Walnüsse, eine Prise Salz und das Olivenöl unterrühren. Etwas Olivenöl darüber sprenkeln und bei Zimmertemperatur servieren.

Und wo ich gerade Ottolenghis Kommentar zur Muhammara so lese – „Muhammara keeps well and even improves after a day in the fridge“ – fällt mir ein, dass ich ja noch ein Foto vom zweiten Teil der Buzara-Herstellung schuldig bin. Und hier gilt nämlich exakt das gleiche wie für Muhammara. Die Sauce war am folgenden Tag zu den Garnelen ein absoluter Traum.

Was mich in dieser Woche nicht so richtig überzeugt hat, waren übrigens die Miso-Auberginen. Jaaaa… Nicht schlecht… Aber jetzt auch nicht so super, dass ich sie jeden Tag haben müsste. Ich teste mal weiter. Es sind noch Auberginen im Garten.

Und heute wird’s eine Fisch-Tajine geben. Ich habe gerade eine etwas mittelmeerige Phase wie mir scheint. Man kann es auch ganz harmlos als Vorfreude interpretieren. Schließlich haben wir bald wieder Oktober. Und da verstoßen wir auch in diesem Jahr sicher nicht gegen das „Gute-Gozo-Gesetz“. Ich schätze, das werden wir auch brauchen. Schon um das bevorstehende Wahlergebnis zu verkraften.

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