Leben am Limit

Was für eine Woche! Da passt die Überschrift wirklich ausgezeichnet. Es begann bereits montags mit einem – nein! – gleich mit zwei Zahnarztbesuchen. Und diesmal verlief nicht alles glatt. Ich blieb zurück mit Schmerzen und einem brandneuen Heil- und Kostenplan. Und das, obwohl ich ohnehin durch die fiese Erkältung schon „auf dem Zahnfleisch“ war.

Und weil „tut sauweh“ und „bin fix und fertig“ dem Schicksal nicht genügten, gab es ab Donnerstag noch einen total fiesen Lippenherpes gratis obendrauf. Vom vielen Naseputzen. Und weil zu „fühlt sich Scheiße an“ einfach auch noch „sieht Scheiße aus“ gehört. Danke, Schicksal! Mein neues Familienwappen: Schwarze Viren auf schwarzem Grund.

Muss ich erwähnen, dass ich mich trotzdem jeden Tag ins Büro geschleppt habe?! Nö, oder? Wobei ich es besonders am Dienstag echt bereut habe. Da habe ich nach meiner Rückkehr noch gekocht, den Teller und die Kamera in den ersten Stock geschleppt, um ein Foto zu machen – und um anschließend völlig ausgepumpt auf dem Sofa den Abgang zu machen. Mittwoch war übrigens nicht viel besser.

Das Helle auf dem Teller war übrigens eine außerordentlich gelungene Kombination aus Spitzkohl, Paprika und allerlei orientalischen Gewürzen. Zumindest sagt man das. Ich selbst schmeckte sehr wenig davon.

Was mich ebenfalls – außer Erkältungsbeschwerden – die ganze Woche verfolgte, waren herrlich absurde Fotos auf GMX und unglaublich üble Moderationen. Beginnen wir mit Ersterem.

Beim linken Foto liege ich nach wie vor mit dem Gatten wegen der Frage im Clinch, ob es eine Fotomontage ist. Beide sind außerordentlich übel. Und ich frage mich, wer bei der Bundeswehr diese Fotos beauftragt und freigegeben hat. Die Soldaten, das Uschi, der Weihnachtsbaumpanzer. Man fasst es nicht…

Auf zwei fiese BW-Fotos folgten zwei unerträgliche Moderationserlebnisse: Olympia und ESC-Vorentscheid.

Das links ist Jessie, das rechts ist Linda. Danke, ÖR! Jessies Moderation lief eine Weile neben mir her, während ich mich ungehemmt der Wirkung der Viren hingab. Ich schätzte das Alter der Moderatorin ohne sie gesehen zu haben auf etwa 12,5 Jahre. Weit gefehlt. Aber gut zu sehen, dass die allgemeine Infantilisierung jetzt ordentlich Fahrt aufnimmt.

Donnerstag stieg dann Linda Zervakis ins ESC-Geschäft ein. Selten so etwas Bemüht-unwitziges erlebten müssen. Und dabei bin ich Barbara Schöneberger gewohnt. Und habe bislang nicht mal was zum deutschen ESC-Teilnehmer gesagt. Dafür fehlt mir auch heute noch die Kraft. Dem widme ich mich bei Gelegenheit einmal.

Kurz noch zum sog. „Politischen Aschermittwoch“: Ich habe letzte Woche die Bilder der AfD-Veranstaltung aus dem sächsischen Nentmannsdorf gesehen. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich nicht mal André Poggenburgs Rede am meisten verstört hat, sondern das Gebaren des wütenden Mobs im Saal. Das hasserfüllte „Ab-schie-ben!“-Skandieren, diese Rückkehr des Volksfest-Nazitums. Irgendwie war das ja immer etwas, das man nicht selbst erlebt hatte und deshalb auch schlecht nachvollziehen konnte. Jetzt habe ich ein Bild vor Augen. Danke.

Bin mal gespannt, ob die ganzen Spacken hinterher wieder sagen, sie hätten nichts gewusst, seien nur Mitläufer gewesen und überhaupt… Man habe ja nix zu sagen gehabt.

Es wird einem angst und bange. Sind das „Menschen“ im weitesten Sinne?!

Zum Entgiften bedurfte es eines grundehrlichen Rosenkohlauflaufs. Der wirkte auch perfekt gegen Erkältungsviren. Hatten wir in diesem Jahr noch nicht. Wurde langsam Zeit.

Den heutigen Nachmittag verbrachte ich mit einem – nennen wir es sehr „eigenwilligen“ – Versuch an Blätterkrokant. Schmeckte gut, sah aber nicht aus wie das Rezeptfoto. Dazu morgen mehr.

Und anschließend gab es einen innovativen Versuch mit Muscheln. Vielleicht den letzten Muscheln der Saison? Wir werden sehen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.