Nach der Hühnersuppe ist vor der Hühnersuppe

Zwischen den Hühnersuppen gab es allerdings noch andere winterliche Gerichte. Angesichts des Wochenendwetters – strahlender Sonnenschein seit Freitag! – wirkt das jetzt vielleicht ein wenig befremdlich, aber letzte Woche war es teilweise echt fies. Kalt. Ungemütlich.

Da ich ja nun gerade wild entschlossen bin, den kompletten HWR und den Gefrierschrank leerzukochen – eine „frische“ Zutat ist jeweils erlaubt! -, startete ich mit Lachs, Blumenkohl und Kartoffeln ins Wochenende.

Der Lachs kommt aus der Kühlung, die Kartoffeln waren übrig, ebenso der Blumenkohl.

Auf dem Blumenkohl landete eine Art Gremolata, die ich mir ausgedacht habe, als ich mit dem Stiel des Blumenkohls in der Hand an der Arbeitsplatte stand. Zu schade zum Wegwerfen. Da wurden dann auch gleich noch geriebene Käsereste aus dem Kühlschrank mit vernichtet. Und übrig gebliebene Haselnüsse aus der Weihnachtsbäckerei. Ich kriege diese verdammten Trockenvorräte schon weg. Grrrr…

Blumenkohl-Haselnuss-Gremolata

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Zutaten

  • Stielreste eines Blumenkohls (in diesem Fall eines Mini-Blumenkohls)
  • 1 Handvoll Haselnüsse
  • etwas Olivenöl
  • 2 EL fein geriebener Käse (hier: Pecorino)
  • 1 Frühlingszwiebel (komplett)
  • ein wenig Zitronenzesten

Zubereitung

  • Blumenkohlstiel in sehr, sehr winzige Würfelchen schneiden. Haselnüsse hacken. Käse reiben. Frühlingszwiebel in Viertelscheibchen schneiden.
  • Öl erhitzen. Blumenkohlwürfelchen darin anbraten, bis sie etwas gebräunt sind. Haselnüsse und Frühlingszwiebelstückchen zugeben. Kurz mit anschwitzen.
  • Alles abkühlen lassen. Käse und Zitronenzesten unterrühren.

Unter dem Lachs befindet sich eine Senfsauce, die ich in aller Eile herstellte, weil mir die ganze Sache ohne doch etwas zu langweilig und zu trocken war.

Schnelle Senfsauce

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Zutaten

  • 30 g Butter
  • 15 g Mehl, Type 405
  • etwas trockener Weißwein
  • 400 ml Geflügelbrühe
  • 3 EL Senf
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • Salz, Zucker, Pfeffer

Zubereitung

  • Butter auslassen, Mehl zugeben. Kurz anschwitzen, bis sich beides verbunden hat. Mit Wein ablöschen.
  • Geflügelbrühe zugeben und etwas köcheln lassen. Restliche Zutaten zugeben und weiter bei schwacher Hitze köcheln lassen. Abschmecken.

Anschließend gab es Rest von Gremolata und Sauce. Nicht sooo schlimm, hatte ich doch für den nächsten Tag ein Kassler geplant, das ebenfalls aus der Gefrierung befreit werden sollte.

Dazu gab es Rahmsauerkraut, in dem ich die Reste der Senfsauce verklappte. Blöderweise habe ich jetzt Reste des Sauerkrauts in der Küche stehen. Die Blumenkohl-Gremolata passte auch irgendwie dazu.

Aus den Kartoffeln wurden – auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herren – Franz Kellers „Bäckerinnenkartoffeln“. Bei der Gelegenheit stellte ich fest, dass ich die noch nie verbloggt habe. Zeit, das zu ändern!

Bäckerinnenkartoffeln nach Franz Keller

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Zutaten

  • 3 mittlere Kartoffeln
  • 3 Schalotten
  • 200 ml Rinderbrühe (oder Gemüsebrühe oder...)
  • Thymian
  • Butterflöckchen
  • Meersalz, Pfeffer

Zubereitung

  • Schalotten in feiner Ringe, Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden. Thymianblättchen abzupfen.
  • In einem Topf die Brühe erhitzen und die Schalotten darin glasig anschwitzen. Schalotten auf den Boden einer Form legen. Kartoffelscheiben darauf fächerförmig auslegen. Mit der Thymianbrühe begießen.
  • Salzen, pfeffern und mit den Butterflöckchen belegen. Bei 200°C Ober- / Unterhitze garen, bis die Kartoffeln gebräunt und leicht knusprig sind.

Eine ausgezeichnete Zubereitungsart für Kartoffeln. Das holt echt das Beste aus ihnen heraus – und das bei relativ geringem Fettgehalt. Den Thymian kann man auch gegen andere Kräuter tauschen, z.B. Salbei.

Die Reste des Sauerkrauts habe ich übrigens gerade verplant. Es gibt sie morgen als Krautkrapfen. Wäre ich Schwäbin, hätte ich nicht verzweifelt nach einer Verwendungsmöglichkeit suchen müssen. Bin sehr gespannt, wie das wird.

Heute Abend wird ein Skrei auf Balsamicolinsen landen. Linsen! Welche Stimme des Wahnsinns hat mir nur eingeflüstert, derartig viele Linsen zu horten?! Egal. Jammern bringt uns hier nicht weiter. Aufessen schon! Also runter damit.

Lustige Wasserbecher haben wir übrigens neuerdings im Büro. War mir bislang gar nicht aufgefallen, da ich immer meine eigene Flasche am Wasserspender auffülle. Bis wer seinen Becher stehen ließ. Da war dann aber ein mieses Handyfoto fällig. Passt einfach zu gut…

Apropos „miese Handyfotos“: Von Donnerstag auf Freitag nächtigte ich im Hotel. Weil ich vorher feierte. Den Anlass lassen wir mal außen vor. Es war jedenfalls überraschenderweise sehrr lustig. Und beim etwa 241sten Toilettengang fiel dann mein Blick auch auf die Klobürste. Nett. Passt perfekt zu meiner Merkel-Zitruspresse. Und: Nein. Ich habe sie nicht mitgenommen.

Das Klo war eh eins der Highlights des Abends. Klosprüche! Wann habe ich die zuletzt gelesen?!

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