Gut. Es hat eigentlich nicht geregnet. Aber der Titel wäre ohne Regen ja sinnlos. Eine Traufel hingegen kommt heute wirklich vor. Aber von vorne:
Der erste Weg des Tages führte zu OBI. Uniflott, Spachtel, Bewehrungsband und Schraubennachschub wurden eingekauft. Und ich bekam ein neues Cuttermesser, weil die alten durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Haus nach den ersten drei Tagen mit Estrich bereits angerostet waren.
Dann ging es zum Haus, wo die erste zaghaften Spachtelversuche an der Technikraumwand, die hinterher durch die THZ verdeckt sein wird, stattfanden. Die Spachtelaufgabe wurde mir vom Bauherrn offiziell übertragen. Ich spachtelte also tapfer, aber völlig planlos ein wenig mit den beiden eben erstandenen Spachteln und dem frisch angerührten Uniflott vor mich hin. Der Bauherr übernahm das Ankleben des Bewehrungsbands. Das Ergebnis war erträglich, aber nicht wirklich überzeugend.
Im Augenblick des größten Selbstzweifels traf unser höchst kompetenter Fliesenmann am Ort des Geschehens ein und entpuppte sich als Superspachtler. Innerhalb von fünf Minuten hatte er mir klar gemacht, dass der breite Spachtel zwar prinzipiell o.k., aber eine Traufel wesentlich besser dazu geeignet sei, schöne, glatte Fugen hinzubekommen. Mit den Worten „Ich spachtele mal schnell den Raum, während das Fliesen vorbereitet wird“ schritt er zur Tat. Dabei erklärte er unkompliziert und selbst für Laien völlig einleuchtend, wie die günstigste Vorgehensweise sei, was unbedingt beachtet werden müsse und was an mühsam erarbeitetem Halbwissen und guten Ratschlägen wir sofort wieder einstampfen könnten.
Faszinierend! Das sah blöderweise nur total einfach aus, was den Bauherrn zu allerlei ironischen Seitenhieben im Hinblick auf meine stümperhaften Versuche verleitete. Ich hab’s ihm noch nicht gesagt, aber ich bin überzeugt, dass das alles viel besser funktioniert hätte, wenn er das Bewehrungsband geschickter geklebt hätte. Es kann nicht an mir gelegen haben!
Während dann die Fliesenleger im Technikraum ihre Fliesen verlegten (Fotos im neuen Ordner „Fliesen“), beschlossen wir, dass es nun endlich an die Beplankung des HWR gehen müsse. Gesagt, getan. Mit meinen Freunden Kreisi und Stichi wurden die OSB-Platten zugeschnitten und angeschraubt (Teil 1) und diese schließlich bis zum Einbruch der Dunkelheit mit Gipskartons wieder überdeckt (Teil 2). Bis auf einen Streifen GK neben der Tür ist der HWR also jetzt auch fertig.
Dann machten wir noch eine überraschende Entdeckung. An der Stelle, an der die Küchenschränke später stehen würden – unter dem Fenster – war ein Streifen des blauen Estrich-Isolierbandes entfernt worden. Mmmhhh… Bei genauerem Hinsehen erkannten wir, dass die GK-Platten darüber entfernt und äußerst stümperhaft und bocklos wieder angeschraubt worden waren (*gulp* & *börks*). Als wir dann noch feststellten, dass die OSB-Platten an der Küchenwand, an die die nachträgliche Steckdose soll, abgenommen und wieder angeschraubt worden waren, kam uns der Verdacht, dass der Elektriker irgendwann aufgetaucht sein musste.
Unglaublich! Mit dem Akkuschrauber wurden die Platten entfernt – und siehe da: ein Kabel!!! Dieses Zeichen von Elektroinstallation traf uns völlig unvorbereitet und wir standen minutenlang vor der offenen Wand und konnten es nicht fassen. Allerdings war das dann auch die einzige Spur seines Wirkens.
Es erinnerte fast ein wenig an die dritte Strophe von Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“:
Ein Elektriker ist hereingetreten,
kein Auge hat ihn kommen sehn,
er geht zur Trockenbauwand und schraubt
und wendet wieder sich und geht‘

Ein Telefonat mit Tom ergab, dass der Elektriker den Stromkasten am Mittwoch anbringen wird. Natürlich nur, falls er vorbeischaut. Anschließend kann dann das Estrich-Trockungsprogramm der THZ gestartet werden. Diese kommt am Montag und wird – wie auch die Brauchwasser-Installationen – von meinem Lieblingsmonteur aufgestellt. Dem Monteur, der aussieht wie Tobias Steinhauser. Es wird also eine Art Kuschelwärmepumpe werden. Ausgezeichnet!
Zum Abschluss des Tages ging es zum zweitenmal zu OBI, da wir noch Fugenmasse besorgen sollten. Selbst nach längerer Suche konnten wir keinen dunkleren Farbton als „Basalt“ finden. Eine Rückfrage bei einem freundlichen, aber leider nicht singenden Mitarbeiter bescherte uns dann doch noch einen einzelnen Beutel in „Anthrazit“, den jemand bestellt, aber nicht abgeholt hatte. Welch eine günstige Fügung des Schicksals!
Morgen wird dann endlich die Küchenwand geschlossen und der HWR vollendet. Wenn die Fliesen verfugt sind, werden die Wände im Technikraum mit Streichputz verschönert. Und dann ist der erste Raum auch irgendwie schon fast fertig.

‚Die Kinder stehen mit hellen Blicken,
das Auge lacht, es lacht das Herz,
O, fröhlich, seliges Entzücken
die Alten schauen deckenbalkenwärts‘

Da sprach der Bauleiter: ‚Es liegt böse Klage über den Elektriker vor. Seine Sünde ist sehr groß, aber ich will doch noch einmal hinabfahren und sehen, ob er wirklich so gehandelt hat, wie das laute Klagegeschrei mir sagt, oder ob es anders ist. Ich will noch einmal prüfen.‘
Und der Bauleiter stellte den Elektriker auf die Probe. Er vereinbarte einen Termin mit ihm. Als die Bauherrin abends mit einem Sack PCI Nanolight und einem Eimer PCI Gisogrund für den Fliesenleger auf der Baustelle erschien, traf sie den (Wiesbadener!) Elektriker jedoch nicht an. Und keine der zugesagten Tätigkeiten war von ihm am Tag verrichtet worden.  Das erzürnte die Bauherrin sehr und sie sprach auf der Stelle dem Bauherrn eine sehr zornige Botschaft auf die Mailbox. Dieser informierte unverzüglich den Bauleiter über die neuerlichen Mißstände.
Da sprach der Bauleiter: ‚Auf, nimm deine Frau und deinen Sohn, den du hast, damit nicht auch du im Strafgericht der Stadt hinweggerafft wirst!‘ (…) ‚Rette dein Leben, blicke nicht zurück, bleibe nicht in der (Rhein-)Ebene stehen, sondern bringe dich in Mainz in Sicherheit, damit nicht auch du hinweggerafft wirst!‘
Der Untergang des Elektrikers war nun beschlossene Sache. Er hatte alle seine Versprechen gebrochen und Termine nicht eingehalten. Er war seit über vier Wochen nicht erschienen, um seine Pflichten wahrzunehmen. Solche Treulosigkeit konnte der Bauleiter nicht dulden.
Da ließ der Bauleiter Feuer und Schwefel über Wiesbaden regnen und zerstörte die Stadt und die gesamte Umgebung, vernichtete ihre Bewohner und alles, was da auf den Fluren gewachsen war.

Sicherheitshalber habe ich auf dem Heimweg nicht in den Rückspiegel geschaut…
Um es auf den Punkt zu bringen: Der Elektriker hat uns – und Tom-we-will-not-tolerate-behaviour-like-this – voll auflaufen lassen. Wie am Montag die Wärmepumpe angeschlossen werden soll, ist mir rätselhaft. Die Küche kann nicht vermessen werden, weil diese dämliche Steckdose natürlich nach wie vor fehlt und deshalb die Wand nicht beplankt werden kann. Da überkommt einen schon ein wenig unbändige Mordlust.
Erstaunlich war heute ein weiterer Baumaterial-Einkauf bei hagebau. Wieder war der Verkäufer außerordentlich nett, und wieder trug mir ein freundlicher Mitarbeiter den 15-kg-Sack zum Auto. Selbst mein Geständnis, dass dieses einmal um den Block geparkt ist, weil ich zu blöd war, bei der Anfahrt bereits zu erkennen, wo genau der Eingang ist, brachte ihn nicht aus der Ruhe.
Hinterher fragte ich mich allerdings, ob es nicht vielleicht sein könnte, dass beide das gleiche gedacht hatten: „Du kannst doch die arme, alte Frau nicht den schweren Sack / Eimer schleppen lassen!“ Vielleicht treibt sie nicht männlich-beschützende Liebenswürdigkeit sondern mehr ein Respekt-vor-dem-Alter-Reflex? Andererseits war ich in Laufklamotten unterwegs. So wahnsinnig hinfällig kann ich eigentlich auch nicht gewirkt haben.
Morgen früh jedenfalls kann ich mir keine Schwächen leisten – keine weiblichen und auch keine altersbedingten. Für das Wochenende steht das Beplanken der noch offenen Wände im HWR auf dem Programm. Dann wird noch die Technikraum-Wand hinter dem künftigen Standort der THZ gespachtelt und anschließend mit Streichputz bearbeitet. Währenddessen wird der Fliesenmann den Technikraum fliesen. Morgen abend wird es also Fotos mit echten Fortschritten geben. Wir wissen ja, wie man arbeitet. Wir sind ja keine Wiesbadener Elektriker.

Der Bauherr ging in der Morgenfrühe zu dem Ort, an dem er vor dem Bauleiter gestanden hatte. Er schaute nach Wiesbaden hinüber und überblickte die ganze Gegend der Rhein-Ebene. Da sah er Rauch aus dem Erdboden aufsteigen, gleich dem Rauch eines Schmelzofens.

… über deine Höhen pfeift der Wind so kalt“Westerwaldlied
Da haben wir doch heute nach der Arbeit bei schönstem Wetter eine herrliche Westerwald-Tour gemacht. Hübsche Wölkchen am blauen Himmel, eine tolle Landschaft in wunderbaren Farben – und auf dem Rückweg sah ich dann einen der schönsten Sonnenuntergänge aller Zeiten.
Eigentlicher Sinn der Fahrt war allerdings die ganz unromantische Abholung der Technikraum-Fliesen, was auch problemlos vonstatten ging. Identische werden auch im Eingangsbereich verlegt werden. Dämlicherweise habe ich schon wieder den Namen vergessen, weil ich die Prospekte im Auto liegen gelassen habe.
Außerdem haben wir uns die Küchen-Fliesen-Favoriten angesehen – und uns spontan für etwas ganz anderes entschieden. Der Boden wird zwar wie geplant im Schachbrettmuster verlegt, aber es wird nicht schwarz-weiß, sondern anthrazit-weiß. Sogar in Bezug auf die Fliesengröße haben wir uns spontan zugunsten eines 30×30-cm-Formats umentschieden.
Der Fliesenverkäufer – ein Maurermeister im Rentenalter – musste nicht mal argumentieren. Sein Kopfschütteln und Nicken waren derartig vielsagend und glaubwürdig, dass ich mir die Antworten auf meine Fragen praktisch selbst gab. Als sich dann noch herausstellte, dass er Hobbyfotograf ist, war es um mich geschehen. Wir tauschten uns über die Schönheit des Westerwalds und die Notwendigkeit aus, bei längeren Überlandfahrten alle paar Meter rechts ranzufahren, um nur ja keinen herrlichen Panoramablick an der Strecke unfotografiert zu lassen. Der Bauherr rollte in der Realität derweil mit den Augen – und im Geiste höhenmeterzählend mit dem Rennrad über nahezu verlassene Landstraßen durch den schö-hö-hönen We-he-hesterwald.
Nach diesem erfolgeichen Shopping-Nachmittag ging es mit 120 kg Fliesen auf der Rückbank wieder zum Haus zurück. Die Fliesen waren auf drei Pakete verteilt. Da kommt man dann selbst mit extrem beschränkten Rechenkenntnissen wie meinen auf 40 kg pro Paket. 40 Kg klingt jetzt nicht so wahnsinnig schwer, war es aber. Ich habe mein Paket bis zur Türschwelle getragen und es dann trotz intensiver Bemühungen nicht geschafft, den Schritt über den unteren Balken der Bautür auf den Estrich zu machen. Der Bauherr musste übernehmen.
Beim Ausladen trafen wir nach längerer Zeit mal wieder auf meine zukünftige Lieblingsnachbarin. Sie ist immer noch genauso nett wie beim letzten Mal. Der Eindruck stabilisiert sich also. Gut so.
Ebenso stabilisiert sich der Eindruck, den der Elektriker hinterlassen hat. Er ist nämlich immer noch  verschollen. Ein Anruf bei Tom brachte dann auch diesen auf die Palme.
 Er braucht ja schließlich seinen THZ-Strom im Technikraum. Als er zurückrief, teilte er uns mit, dass der Elektriker morgen zwischen 10 und 16 Uhr und am Montag den ganzen Tag vor Ort sein werde. Im Nachhinein ist die Formulierung natürlich etwas schwammig. Heißt das, dass er die ganze Zeit zwischen 10 und 16 Uhr an unseren Elektroinstallationen arbeiten wird? Oder heißt das, er kommt irgendwann zwischen 10 und 16 Uhr mal kurz auf einen Kaffee vorbei?
Bevor ich es vergesse: Vor der Westerwaldtour musste ich noch im Auftrag des (Bau)Herrn (
It’s 106 miles to the Westerwald, we got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it’s dark, and we’re wearing sunglasses.“ – „Hit it!“) zu „StoShop“ in Mainz, um einen 20-Liter-Eimer Streichputz und einiges Zubehör zu erwerben. Warum ich das überhaupt erwähne? Weil ich bisher niemals – in keinem Geschäft, in dem ich jemals war, und erst recht in keinem Baumarkt – derartig zuvorkommend, nett, freundlich und kompetent beraten wurde. Der Verkäufer war der Hammer. Er schickte mich am Ende mit den Walzen und dem Abstreifgitter zum Auto und trug mir den Eimer hinterher. Falls wir von dem Zeug Nachschub brauchen, fahre ich jedenfalls freiwillig vorbei.
Rückblickend muss ich gerade feststellen, dass das eigentlich bis auf den Elektriker-Totalausfall ein recht erfolgreicher Tag war. Und ich habe nicht mal die Essenseinladung des Bauherrn zum krönenden Abschluss erwähnt. Morgen nach der Arbeit steht ein Läufchen mit Heike (*huhu*) an und danach schaue ich mir mal an, was der Elektriker getan hat… Und ob er überhaupt etwas getan hat… Und ob es ihn überhaupt gibt und er nicht doch eine Illusion ist… Bin ich jetzt auch Buddhistin? 

„Deep inside the forest
Is a door into another land
Here is our life and home
We are staying, here forever
In the beauty of this place all alone
We keep on hopin’…“

Heute hofften wir mal wieder auf einen Tom-Rückruf. Vergeblich. Immerhin nahm er nach einem weiteren Anrufversuch des Bauherrn wenigstens mal sein Telefon ab. Unsere drei Hauptprobleme „Was tun mit dem Krater im Technikraum-Estrich?“, „Wo steckt der verdammte Elektriker?“ und „Wann kann das Solarpanel angebracht werden, damit das Schlafzimmer gespachtelt und verputzt werden kann?“ wurden diskutiert.
Der Höllenschlund bei den Leerrohren soll am Montag irgendwie kurzfristig verfüllt bzw. ausgegossen werden. Da sind die Herren der Baufirma nämlich vor Ort, um – Überraschung! – die THZ zu installieren. Nett, dass man uns das wenigstens vorher noch mitteilt, denn schließlich müssen bis dahin Fliesen an der Stelle verlegt sein, an der die Anlage stehen soll.

„… Maybe
There’s a world where we don’t have to run
And maybe
There’s a time we’ll call our own
Livin‘ free in harmony and majesty
Take me home
Take me home…“

Der Elektriker war wohl angewiesen worden, heute seine Arbeit fortzusetzen, schien aber offensichtlich – der Bauherr befand sich zum Zeitpunkt des Telefonates im Haus – mal wieder nicht dort zu sein. Das irritierte nun wohl selbst unseren recht verblüffungsresistenten Bauleiter etwas. Die Elektroarbeiten sollen jedenfalls angeblich bis Freitag beendet sein. Wie das allerdings angesichts des bisherigen Arbeitstempos (nach jedem Arbeitstag mehrere Wochen schöpferische Pause) funktionieren soll, ist uns nicht ganz klar.Vielleicht ist der Elektriker ja auch einer der Menschen, die ordentlich Druck brauchen, um zu Höchstform aufzulaufen. Sowas gibt es ja. Kenne ich sogar ein bißchen von mir selbst… Gut. Jetzt hat er Druck. Und das nicht zu knapp.
„… Walkin‘ through the land
Where every living thing is beautiful
Why does it have to end
We are calling, oh so sadly
On the whispers of the wind
As we send a dying message…“

Zum Thema Solarpanel gab es dann eine ganz andere Aussage als in den letzten Wochen und Monaten auf die stets gleiche Frage („Wann?“). Das Haus muss nun doch nicht vor der Montage verputzt sein. Die Befestigung kann plötzlich auch so angebracht werden. Während des Verputzens wird das Panel dann kurz abgehängt und hinterher endgültig befestigt. Warum wurde das nicht gleich so eingeplant? Dann würde jetzt nicht seit Wochen das fette Kabel völlig unmotiviert mitten aus der Schlafzimmerwand hängen, die deshalb ja auch bisher nur provisorisch beplankt werden konnte und nun wieder geöffnet werden muss. Ärgerlich!
„… Maybe
There’s a world where we don’t have to run
Maybe
There’s a time we’ll call our own
Livin‘ free in harmony and majesty
Take me home
Take me home…“

Immerhin erweist sich der Fliesenleger in der Stunde der Not als echte Stütze (oder um Annie Kinsella aus „Field of dreams“ zu zitieren:
a warm and gentle voice of reason during a time of great madness“). Er ist spontan bereit, den Technikraum noch Freitag Abend oder Samstag zu fliesen, damit die THZ am Montag auf einen ordentlichen Untergrund gestellt werden kann. Ähnlich hilfsbereit und freundlich verhält sich unser Fliesenhändler, der ohne langwierige Diskussionen und Bitten, heute mittag sofort bereit ist, uns bis morgen die entsprechenden Fliesen zu besorgen. Das sollte also funktionieren.
Morgen fahren wir hin, um sie abzuholen, und schauen uns bei der Gelegenheit auch die potentiellen Küchenfliesen an. Ich darf auf keinen Fall die Kamera vergessen…
„Maybe
There’s a world where we don’t have to run
Maybe
There’s a time we’ll call our own
Livin‘ free in harmony and majesty
Take me home
Take me home“
– Thom Pace

Mein Gott, was ging es dem „Mann aus den Bergen“ gut!
Ein bißchen den Waschbär kuscheln, eine Weile durch den Wald laufen, alle nötigen Arbeiten nebenbei selbst erledigen. So langsam entwickle ich einen veritablen Hass auf das, was man im allgemeinen für „Zivilisation“ hält. Ich will einen Esel. Und einen Vollbart. Und etwas Ruhe, bitte!

… gibt es heute eigentlich gar nichts zu sagen. Ein dienstäglich langer Arbeitstag ließ keinen Baustellenbesuch zu. Der Herr Bauleiter reagiert zur Zeit mal wieder weder auf Mails noch auf Anrufe. Siebenmal hat der Bauherr heute über den Tag verteilt versucht, ihn auf dem Handy zu erreichen. Möglicherweise wäre es erfolgversprechender, die Rufnummernanzeige künftig zu unterdrücken…
Vom Elektriker (keine Ahnung, warum mich allein das Wort schon so aggressiv macht…) fehlt also vermutlich nach wie vor jede Spur. Andernfalls hätte man uns das wahrscheinlich umgehend triumphierend mitgeteilt, dass der Mann gerade sensationelle Arbeit leistet. Tom-yes-I’m-deads Totstelltaktik nervt mittlerweile gewaltig.

Immerhin hat der Bauherr heute die Fliesenbestellung für die Bäder abgeschlossen. Ein Missverständnis bei der Farbverteilung im kleinen Bad konnte noch ausgeräumt werden.

Aufgabe des Abends ist es jetzt, sich endlich für den Bodenbelag des Eingangsbereichs zu entscheiden. Das wird jetzt auch gleich noch erledigt. Außerdem gilt es, sich Wandfarben auszusuchen, was allerdings recht einfach sein wird, da bis auf die tapezierten Wandbereiche fast alle Flächen weiß werden soll. Max wünscht sich blau. Das Schlafzimmer soll auch etwas abgetönt werden. Und das war es dann auch schon.
Währenddessen zieht der lustige bayerische Papstimitator durch Afrika und verbreitet seine Botschaft. Je nach Sichtweise geriert er sich dabei als Schnacksel-Exorzist (süddeutsche-Link) oder ‚kommt als Hirte und fühlt sich als Pilger auf dem afrikanischen Kontinent‘ (Zenit-Link).
Parallel erwägt Carla Bruni, Rolli Koch nicht von der Bettkante zu stoßen… oder doch… oder doch nicht… Genialer taz-Link jedenfalls. Danke, ‚wahrer Achim‘!
Desweiteren fühle ich mich komplett unwitzig, wenig geistreich und völlig uninspiriert. Und weil es – wie bereits erwähnt – eigentlich nichts zu sagen gibt, bereite ich mich mental jetzt auf den heutigen House-Besuch vor. Schnell noch nach den Fliesen schauen und dann ab aufs Sofa.