Peinliche Schneemänner & geniales Brot

Beim zweiten Versuch heute morgen sahen die Horrorclowns Schneemänner dann schon etwas besser aus. Ich hatte mich in der Ausgestaltung ziemlich weit vom Zeitungsausschnitt der Kollegin entfernt. Möhren! Da müssen Möhren ran! Geht doch. Bei einer Präsentation auf WhatsApp erhielt ich aus dem Familienkreis folgende Rückmeldungen. Erstens: „Sieht aus wie Arktos von Tabaluga“. Zweitens: „Der Hut fehlt“. Und drittens und schockierendestens: „Hübsche, junge Schwäne“.

Ich glaube, damit sollte ich dann wohl auch meine Geschmolzener-Schneemann-auf-Schokokeks-Designer-Karriere endgültig an den Nagel hängen. Gut. War jetzt eh nicht unbedingt mein Lebensziel. Tut kaum weh.

Falls es trotzdem jemand wissen möchte: Das unten sind Schokokekse – einfacher Mürbeteig mit Kakao, Dann folgt ein Zuckerguss aus 200 g Puderzucker und einem Eiweiß (mit dem Handrührgerät aufschlagen). Anschließend wird so ein Kokos-Mandel-Bällchen (ja genau!) in den noch feuchten Guss gedrückt. Die Nase ist aus Fonfant geformt, die Knöpfe sind Streudeko, die Augen Schokodrops. Angeklebt wurde die Gesichtsdeko mit etwas, das ich bis heute morgen noch nicht kannte: Lebensmittelkleber. Klingt schlimm. Tötet aber erwiesenermaßen nicht. Wir haben es getestet.

Während ich noch die schrecklichen Rückmeldungen bekam, knetete ich ein Brot. Ich hatte die Einkäufe bereits erledigt, als ich feststellte, dass kein Brot mehr im Haus war. Da backe ich halt eins. Nochmal losziehen kam nicht in Frage. Und da war ja eh dieses Brot, das ich gesehen und nicht mehr aus dem Kopf bekommen hatte: „Einfaches Topfbrot“ auf lifeisfullofgoodies.com. Guuut… Ich legte etwa um zehn Uhr mit dem Teig los. Das war vielleicht eher suboptimal. Ausgehungert legte ich um etwa 14 Uhr meine Frühstückseier drauf. Puh!

Aber es hat sich gelohnt. Absolut! Ich habe das Rezept ein wenig angepasst, weil ich das passende Roggenmehl nicht im Haus hatte. Und weil ich mit dem Zucker nicht ganz einverstanden war. Und die Kruste bemehlt wollte. Aber das ist alles eigentlich nicht der Rede wert. Für ein so schnelles Brot ist es echt super geworden.

Schnelles Topfbrot

Zutaten

  • 1 TL Zucker
  • 1 Tütchen Trockenhefe
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 550 g Weizenmehl Typ 405 plus etwas zum Bearbeiten
  • 200 g Roggenmehl Typ 997
  • 1 EL Salz

Zubereitung

  • Zucker, Trockenhefe und Wasser verrühren und kurz stehen lassen. Anschließend Mehle und Salz zugeben und die Küchenmaschine alles zu einem glatten Teig verkneten lassen. Der Teig sollte sich beim Kneten vom Schüsselrand lösen. Schüssel für eine Stunde mit einem feucht-warmen Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Wenn das Teigvolumen sich verdoppelt hat, Arbeitsplatte bemehlen und Teig von Hand durchkneten. Dabei immer wieder flach drücken und von allen Seiten von außen zur Mitte hin falten.
  • Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. Dabei Gusstopf mit Deckel mit erhitzen. Teig derweil abgedeckt ruhen lassen.
  • Schließlich Teig mit dem Schluss nach unten in den heißen Topf geben. Mit Deckel etwa fünfzig Minuten abbacken. Deckel abnehmen und bis zum gewünschten Bräunungsgrad weiter backen.

Die Kruste war der Knaller. Ich hätte am liebsten beide Endstücke sofort verschlungen. Aber wie wirkt das denn?! Das Krüstchen (eifel. für Endstück) mit kalter Butter und Meersalz – ein Gedicht! Zum Foto: Ich hab’s zu warm angeschnitten. Aber zu diesem Zeitpunkt war es mir egal.

Zwischenzeitlich habe ich der Nachbarin einen Schneemann überreicht. Sie hielt ihn für einen Pinguin. Ich geb’s dann jetzt auf!

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