Sie dürfen die Braut jetzt küssen…

„Spargel. Willst du den hier anwesenden Bärlauch zu deinem dir angetrauten Mann nehmen, ihn lieben und ehren in guten wie in schlechten Zeiten bis dass der Tod euch scheidet?“ Och komm, sag‘ ja, Spargel. Bütte!

Die letzten beiden Abende sollten zumindest dafür gesorgt haben, dass die beiden sich deutlich näher gekommen sind. Ich zumindest habe alles dafür getan, was in meiner Macht stand. Selbstlos. Klar.

Der Pastateig war dabei übrigens zweiter Trauzeuge. Kurz und knackig – denn mehr schaffe ich heute nicht: Bärlauchtortellini mit Spargel. Und Sauce. Stelle ich mal so in den Raum. Die Füllung ist improvisiert, aber echt auf Anhieb gut gelungen. Für die Sauce gilt das gleiche. Die entstand in einer Abwandlung der Estragonsauce – ohne Estragon. Der Spargel wurde in der Pfanne in Olivenöl langsam gebraten. Salz, wenig Zucker, schwarzer Pfeffer drüber – fertig.

Tortellini mit Bärlauch-Ziegenfrischkäse-Füllung

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Zutaten

Pastateig:

  • 200 g Mehl, Tipo 00
  • 4 Eier
  • 2 g Salz

Füllung:

  • 150 g Ziegenfrischkäse
  • 25 g geröstete Pinienkerne
  • 2 EL Bärlauchpesto
  • 25 g Parmesan, frisch gerieben
  • etwas Honig
  • Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  • Für den Teig die Zutaten vermischen und etwa zehn bis fünfzehn Minuten kräftig verkneten. In ein feucht-warmes Küchenhandtuch wickeln und etwa 30 Minuten ruhen lassen.
  • Teig kurz durchkneten und anschließend walzen. In die gewünschte Form bringen.
  • Parmesan reiben. Alle Zutaten bis auf die Pinienkerne in einen hohen Rührbecher geben und mit dem Pürierstab bearbeiten oder in einem Blitzhacker hacken.
  • Pinienkerne hacken und unterheben. Masse in einen Spritzbeutel füllen und auf quadratisch ausgestochene Pastateigstücke geben. Ich habe einen quadratischen Vorspeisen"ring" benutzt. Perfekte Größe.

Am ersten Tag gabe es dazu weißen und grünen Spargel, dazu geschmorte Tomaten (s.u.). Am zweiten Tag etwas Bärlauchpesto zusätzlich in die Sauce, und nur grünen Spargel. Dazu allerdings ein paar Prosciutto-Crudo-Stückchen (s.o.).

Nachdem ich also für mich allein in den letzten beiden Tagen etwas Aufwand betrieben hatte – der Gatte weilt gerade kurz aushäusig -, fand ich, dass es heute nach einem sehr anstrengenden Tag nur noch eins geben müsse: Käsebrot. Langt auch mal. Finde ich.

Für morgen ist aus mehreren, nicht näher auszuführenden Gründen ( 😀 ) ein Pizzateig angesetzt. Zudem: Da sind noch Reste im Kühlschrank, die dringend auf einer Pizza verklappt werden müssen. Passt alles. Und für die große Hochzeitssause finden wir am Wochenende sicher auch noch etwas. Da ist noch Gartenbärlauch übrig. Und täglich lockt der Spargelstand.

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