Was ist eigentlich mit Florence Nightingale?!

Wurde die auch mal krank, oder war sie etwa eine von denen, die vor Gesundheit nur so strotzen?! Widerlich. Die mit dem kräftigen Gebiss, die auch morgen noch kraftvoll in einen Granny Smith beißen können. Und die immer gutgelaunt und fit sind?! Bei uns ist mittlerweile nicht mehr nur Lazarett, sondern praktisch Hospiz angesagt. Ich bin nach wie vor platt, aber auf dem Wege der Besserung. By the way: Wieviele Liter kann man eigentlich in einer Nacht herausschwitzen ohne auszutrocknen?

Den Gatten hat es jedoch leider schlimmer erwischt. Er brach im Morgengrauen Richtung ärztlicher Notdienst auf. Well done. Angina. Möööp. Mein Spezialgebiet, als ich noch Mandeln hatte. Das Abendessen gestern hatte er bereits verweigert. Man konnte ihn auch nicht durch erneutes Anreiten an den Esstisch zwingen. Schockemöhle hätte ihn wahrscheinlich gebarrt, aber was soll’s… Ich aß dann mein unter Blut, Schweiß und Tränen zubereitetes Tomatenrisotto alleine. Schade. War echt gut, soweit ich das mit verstopfter Nase beurteilen kann.

So. Während des Fotouploads habe ich jetzt gerade sechsmal in kurzer Folge geniest. Das war der Moment, in dem meine Mutter meinen Vater immer am liebsten ermordet hätte. So von wegen mangelnde Selbstkontrolle und so. Ja, was denn?! Ich mach‘ das ja nicht „für extra“.

Jedenfalls bin ich gerade nicht die perfekte Samariterin. Aber der Gatte scheint es nicht zu merken. Er schläft. Und ich bin selbst krank nervig. Weil ich nicht akzeptieren kann, dass ich krank bin. Das wird sicher zu einem schlimmen Ende führen. Irgendwann. Hoffentlich erst in fünfzig Jahren oder so. Dann kriege ich es nicht mehr mit.

Bei dem tollen Wetter gerade hält es einen aber auch nicht im schattigen Bettchen. Also mich jedenfalls nicht. Im Garten wird es gerade richtig schön bunt. Und da meine Bank gleich im Schatten stehen wird, schleppe ich mich auch binnen kurzem wieder raus.

Die Tomaten in den Beeten gehen übrigens ab wie Luzie. Und dem Basilikum gefällt es auch. Wirklich erstaunlich, wie flott das geht, wenn die erstmal in der Erde sitzen. Ein neuer Kompost ist wie ein neues Le-he-ben!

Was auch gut läuft, ist die Zucchinisache. Ich habe die ja jetzt eigentlich seit Jahren immer inhäusig vorgezogen. Dieses Jahr habe ich beschlossen, sie gleich ins Beet zu säen. Und die Idee war nicht schlecht. Die Pflanzen die ganze Zeit mit kalten Nächten über ständig vom ersten Stock auf die Terrasse und zurück zu schleppen, macht keinen Spaß. Und ist sinnlos. Im letzten Jahr waren die nachgesäten Pflanzen innerhalb kürzester Zeit gleichauf mit den vorgezogenen. Ich lasse es also diesmal drauf ankommen.

Und bisher läuft es gut. Alle zwei Tage ein neues Blatt – sowohl bei Zucchini als auch bei Kürbis. Da kann man nicht meckern. Ich denke, die Arbeit kann ich mir zukünftig echt sparen.

Ich wanke dann jetzt mal wieder Richtung Terrasse. Frische Luft schadet ja sicher nicht mal Florence Nightingale. Und Sonne dreimal nicht. Abendessen? Geht mich nix an. Muss nur Reste aufwärmen. Hatschiiiii! – Gesundheit!

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2 Kommentare

  1. „…Man konnte ihn auch nicht durch erneutes Anreiten an den Esstisch zwingen. Schockemöhle hätte ihn wahrscheinlich gebarrt, …“

    Ey, mein Kopfkino!

    Von Herzen gute Besserung und viel Kraft für euch beide! Und sonst? Fräulein Hu vielleicht?

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