Weihnachtsplätzchen – es wäre dann wieder so weit…

Während es allüberall extrem besinnlich zugeht, bin ich – alle Jahre wieder… – im Backwahn. Für Stimmungsbeleuchtung ist hier kein Platz. Und musikalisch sind wir auch noch nicht bei „Stille Nacht, heilige Nacht“, sondern mehr im Bad-Religion-Modus. Selbst das Christkind würde zur Zeit stören und unsanft beiseite geschubst werden, so es sich denn zwischen mich und den Ofen drängen würde. „Weg da! Geh‘ raus spielen!“

Seit Montag habe ich Urlaub, seit Mittwoch ein neues Auto. Jedenfalls soweit man das noch „Auto“ nennen kann. Es macht keine Geräusche, es hat keine Schaltung, und eine Kupplung, die ich am Schleifpunkt langsam zugrunde richten könnte, hat es auch nicht mehr. Aber es beschleunigt, wenn man bergauf „Gas“ gibt. Das kannte ich bisher nicht. Interessantes Gefühl.

Es wurde bereits eingeschneit und vollgepackt. Und es hat jetzt den Carport-Platz übernommen. Die Eiskratzerei hat also für mich vorerst ein Ende. Um die Backzutaten zu verladen genügte der Kofferaum nicht. Da musste auch die Rückbank mit ran. Der bei einem letzten Zwischenstopp erworbene Grünkohl passte dann noch genau in die Lücken. Ich glaube, Einkaufs-Tetris steht mir in den nächsten Jahren häufiger bevor. Aber egal. Er ist süß, er ist schnell und ich mag ihn. Emotional ist das wieder sehr nache dran am Käferfeeling.

Zurück zu den Plätzchen! Bisher gab es einige altbewährte Sorten, auf die alljährlich nachdrücklich insistiert wird: Vanillekipferl, Spekulatius, Brune Pinner, Biskuttini tal-Lewż und Schokowürfel (s.o.). Da gibt es keine Diskussionen. Das will hier wirklich keiner. Nein, wirklich nicht. Die Rezepte sind alle hier verlinkt -> Weihnachtsbäckerei

Und mit einer Woche Zeit kann man dann ja auch durchaus noch ein paar Neuerungen an den Start bringen. So auch in diesem Jahr. Diesmal Galletas de Gofio y Miel (Foto auf dem blauen Teller unten links) mit den Resten des von La Palma mitgebrachten Gofios. So ganz glücklich machen sie mich noch nicht. Für ein abschließendes Urteil und möglicherweise ein Rezept lasse ich sie noch ein wenig durchziehen.

Was spontan sagenhaft gut ankam, war ein neuer Versuch mit Tahini im Rezept. Deutlich besser als im vergangenen Jahr. Viel mürber und fluffiger.

Chocolate Chip Cookies mit Tahini

Zutaten

  • 130 g Weizenmehl Type 405
  • 110 g Butter auf Zimmertemperatur
  • 110 g Tahini
  • 200 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 0,5 TL Natron
  • 0,5 TL Backpulver
  • 1 Handvoll Chocolate Chunks

Anleitung

  • Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
  • Butter mit Tahini und Kristallzucker hell und cremig aufschlagen (etwa 5 Minuten). Ei und Eigelb unterheben und weiterschlagen. Mehl mit Backpulver und Natron vermischen, nach und nach zugeben und unterrühren. Chocolate Chunks von Hand unterheben.
  • Aus dem Teig mit zwei Teelöffeln etwa walnussgroße Portionen abnehmen und in kleinen Häufchen auf das Backblech setzen. Etwa 20 Stück pro Blech. Nicht zu dicht, da der Teig noch deutlich auseinanderläuft. Auf mittlerer Schiene 13 bis 16 Minuten backen.
  • Cookies aus dem Ofen holen und auf dem Backblech auskühlen lassen. In luftdichten Dosen zwischen Lagen von Backpapier lagern.

Was auch recht große Begeisterung hervorgerufen hat, war das erstmals produzierte Three Ingredient Maltesers Fudge. Ich war beim Zutatenkauf auf Maltesers gestoßen und hatte sie eingepackt, um sie eigentlich mal bei Gelegenheit nebenbei zu vernaschen. Ich liebe die. Dann stieß ich auf das folgende Rezept. Für die halbe Rezeptmenge langte meine Tüte. Und die Dose gezuckerte Kondensmilch musste eh weg. Perfekt!

Maltesers Fudge

Zutaten

  • 300 g Maltesers zwei Packungen
  • 400 g Vollmilch-Schokolade
  • 395 g gesüßte Kondensmilch

Anleitung

  • Form mit Backpapier auslegen. Im Original eine 20 x 20 Zentimeter große Form.
  • Eine Handvoll Maltesers abzweigen und beiseite stellen.
  • Kondensmilch in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen. Schokolade in Rippchen brechen und zugeben. Etwa fünf Minuten lang unter Rühren erhitzen, bis sich die Schokolade aufgelöst hat.
  • Ich hatte eine Dose karamellisierte Kondensmilch vom Portugiesen. Die wanderte komplett rein, obwohl ich laut Rezept nur die Hälfte gebraucht hätte. Aber wie könnte etwas schon zu karamellig sein?! Eben.
  • Topf vom Herd nehmen, Maltesers einrühren. Masse in die vorbereitete Form gaben und vorsichtig glatt streichen. Zuletzt die beiseite gestellten Maltesers darauf verteilen und etwas eindrücken.
  • Mindestens sechs Stunden – besser über Nacht – im Kühlschrank durchkühlen lassen.
  • Fudge aus der Form nehmen und in Würfel schneiden. Kühl lagern.

Zwei Stück – dann is‘ gut. Aber diese zwei Stück sind echt köstlich. Exakt wie bei den sogenannten Snickers-Mopeds (s.u.), die der Sohn des Hauses sich stets wünscht. Das Rezept findet sich ebenfalls über die oben verlinkte „Weihnachtsbäckerei“-Seite unter Erdnuss-Schoko-Fudge. Mahlzeit!

So. Das zum aktuellen Zwischenstand. Das letzte Blech Ossa da mordere muss aus dem Ofen und der Teig für die Schokonüsse wartet. Am Wochenende gibt’s dann ein Gruppenfoto.

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