Ziemlich faul am Tag der Arbeit

Dieses Blogpost könnte auch heißen: Wenn „morgen“ zu vorgestern wird. Ich wollte eigentlich bereits vor zwei Tagen ein weiteres Spargelpost nachlegen, aber… Genau. „Aber“..

Zwischenzeitlich gab es ein kleines Experiment mit einem eventuell bulgarischen Rezept, was sich aber nicht wirklich verifizieren lässt. Kyrillische Schrift und ich… – den Russisch-Kurs an der Uni gab ich nach einem Semester auf. Jedenfalls schickte mir vor ein paar Tagen die Schwester einen Screenshot von etwas, das wohl „Buchtitschki“ heißt, was aber meiner Recherchen zufolge nichts anderes als „Bällchen“ bedeutet. Egal. Ich testete es. Mit Spargel. Womit wir wieder beim Thema wären.

Die „Bällchen“ bestehen aus Teig und Feta. Und sie werden in Öl ausgebacken. Das hier ist der erste Versuch nach dem Originalrezept. Ich fand sie durchaus ausbaufähig, aber etwas laff. Das rissen nicht mal die scharfen Garnelen raus.

Wo bei ich sagen muss, dass ich mit der Optik eigentlich ganz zufrieden war, obwohl ich keine Bällchen geformt, sondern Nocken abgestochen hatte.

Heute startete ich dann einen weiteren Versuch. Mehr Feta. Dazu Petersilie. Und etwas stärker gesalzen und gepfeffert. Den ersten Versuch hatte ich mit dem Pürierstab bearbeitet. Diesmal verknete ich die Sache mit einer Gabel.

Frittierte Fetabällchen

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Zutaten

  • 175 g Feta
  • 50 g Mehl
  • 1 TL Joghurt
  • TL Backpulver
  • 1 Ei, Größe S oder M
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer
  • Rapsöl zum Ausbacken

Zubereitung

  • Feta in eine Schüssel krümeln. Petersilie sehr fein hacken.
  • Alle restlichen Zutaten zum Feta geben und mit einer Gabel gründlich vermischen. Zuletzt mit den Händen verkneten.
  • Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Fetamasse mit zwei Teelöffeln zu Nocken formen und ins heiße Öl geben. Portionsweise goldbraun ausbacken und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Diesmal waren sie nahezu perfekt. Innen fluffig, außen schön knusprig, der Feta genau richtig dosiert. Ich bestätige ihnen hiermit ausdrücklich ihre Eignung als Beilage. Und auch als Snack. Uuund: Kalt schmecken sie auch noch ausgezeichnet.

Kommen wir aber zurück zum Spargel. Ich hatte einen Schältipp versprochen. Ich habe gleich zwei zu bieten.

Erstens: Nachdem ich mich in den letzten Jahren kreuz und quer und schief und schräg durch die Sparschälerabeteilungen des Planeten gefräst habe, lege ich mich jetzt endgültig fest: „Keramik“ heißt das Zauberwort. Ich besitze einen Keramik-Discounter-Sparschäler, der locker alle anderen – von billig bis totalbrutalsauteuer –  toppt. Und die Dinger werden praktisch nie unscharf – man darf sie bloß nicht in die Spülmaschine geben und kein Papier damit schneiden – aber wer macht sowas schon?!

Und der ultimative Tipp bei größeren Mengen Spargels: Die meisten Menschen halten den Spargel beim Schälen in der Hand. Fehler! Spargelstange auf ein Schneidbrett legen, an der Spitze halten und drehen. Dabei schälen. Geht deutlich schneller und sorgt dafür, dass keine Stange mehr bricht.

Funktioniert auch hervorragend bei krummen Stangen. Mein Lieblingsspargelstand hat ab und an eine Kiste abseits der üblichen Sortierungen. Da sind dann die krummen Stangen drin. Und die etwas dünnen. Und alles, was sonstwie abseits der Norm ist. Zu einem lachhaften Preis. Und dazu in der gleichen Qualität wie die erste Sortierung. Wenn man zwei Kilo kauft, kann man sich die Spargelstangen passend sortieren – einen Abend die dünnen, einen Abend die dickeren, usw.

Bei krummen Stangen hält man den Kopf einfach etwas über das Brett hinaus. Dann geht das Drehen und Schälen auch perfekt.

Und wo wir gerade bei Tipps sind: Curry! Wir hatten jetzt an zwei Abenden zwei verschiedene Currysaucen zum Spargel – oben eine Hollandaise mit Senf und Curry zu den übrig gebliebenen Wurstbrätbällchen, unten eine Sauce mit Curry und Ras el Hanout zu in Teriyaki mariniertem Lachs. Curry & Spargel: Passt hervorragend!

So langsam ist jetzt auch mein Kerbel erntefähig. Da wird es morgen oder übermorgen den Klassiker geben. Und der Estragon muss auch dringend wieder „rasiert“ werden.

Und schon ist der Feiertag praktisch vorbei. Aber er war sehr willkommen, zumal er diese Horrorwoche in zwei handliche Zwei-Tages-Horror-Päckchen geteilt hat. Danke, Tag der Arbeit! Ich mag dich sowieso.

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