„Here comes the sun, …

… here comes the sun,
and I say it’s all right…“

Was für ein Wetter heute! Im krassen Gegensatz zu gestern hatten wir strahlend blauen Himmel und dauerhaften Sonnenschein. Und das Beste: Es taut!

„… Little darling, I feel that ice is slowly melting,
little, darling, it seems like years since it’s been clear.
Here comes the sun, here comes the sun,
and I say
it’s all right…“

In aller Frühe tigerte die Nachbarskatze auf der Suche nach Norbert über die Terrasse, wurde aber gottlob nicht fündig. Nach einer Weile zog sie wieder ab. Allerdings mit einem „Na warte, mein Freund!“-Gesichtsausdruck höchster Wachsamkeit.

Der wunderschöne Tag musste natürlich zumindest in Teilen aushäusig verbracht werden. Wir beschlossen, nach längerer Zeit mal wieder dem Kronberger Opel-Zoo einen Besuch abzustatten. Nach den endlosen Querelen rund um den „Philosophenweg“, der mitten durch den Zoo Kronberg und Königstein verbindet, scheint man nun einen neuen Zwischenstand erreicht zu haben: Der Philosophenweg darf weiterhin kostenfrei benutzt werden, aber alle Zugänge in den Zoo hinein sind mit aufgemalten roten Linien markiert und mit furchteinflößenden Schildern versehen worden.

So wie bei Aldi, wo man mit den Einkaufswagen die angezeichnete Grenze nicht überschreiten darf. Hat das eigentlich schon mal jemand ausprobiert? Blockieren die Räder der Einkaufswagen wirklich?

Blöderweise versperrte mir diese Neuregelung – ohne Eintrittskarte – den Weg zu meinen Erdmännchen, die man bisher auch ohne Entrichtung des mittlerweile recht üppigen Eintrittsgelds von 10,50 € anschauen durfte. 10,50 €, die sich an einem Tag wie heute nicht wirklich gelohnt hätten. Es war nämlich trotz des Sonnenscheins ziemlich kalt und viele Tiere waren deshalb gar nicht in den Außengehegen.

Wir werden also demnächst mal zu einem längeren, kostenpflichtigen Besuch antreten. Für heute reichte uns das Philosophenweg-Programm: Kamele, ein einsames Pony, die Nilpferde, Ziegen, Schweine, Enten, Känguruhs („Lass uns rein!!!“) und ein paar gefangene und eher „wilde“ Vögel.

Nilpferdbulle Max war mal wieder nicht gerade publikumskompatibel. Ich glaube, ich habe ihn noch nie von vorne gesehen. Auch heute durfte man maximal seinen Rücken im Wasser betrachten. Wer’s mag… Seine Mutter Tana war da deutlich kinder- und fotofreundlicher eingestellt.

Ein Schwein stellte offensichtlich einen Agatha-Christie-Titel nach: „Evil under the Sun“. Das sehr, sehr böse Schwein blockierte den Eingang zum wärmenden Häuschen, ein anderes stand stundenlang unterwürfig mit gesenktem Kopf frierend am Fuß des Aufgangs. Ein Bild des Elends. Die Szenerie hatte doch etwas sehr „Animal-Farm“-haftes. Wie so oft: Das Böse sitzt im Warmen, das Gute friert.

Des Bauherren Lieblingstiere sind die Kamele. Die waren heute recht übermütig und dazu überaus freundlich. Man hatte fast den Eindruck, sie sähen einen etwas weniger blasiert an als sonst.

… Little darling, the smiles returning to the faces
Little darling, it seems like years since it’s been here
Here comes the sun, here comes the sun
and I say it’s all right…“

Am Ende war es wirklich ein sehr schöner Spaziergang bei traumhaftem Wetter. Mehr davon bitte!

Heute Abend sieht man immerhin schon wieder drei Reihen Pflastersteine. Die Lage ist kritisch, aber nicht hoffnungslos. Noch so ein Tag wie heute und es kann weitergehen mit den Arbeiten an den Außenanlagen.

„… Little darling, it’s been a long cold lonely winter
Little darling, it feels like years since it’s been here
Here comes the sun, here comes the sun
and I say it’s all right…“
– The Beatles

3 Kommentare

  1. Animal Farm – Aaaaarghhhh! Ist das nicht hessisch für „ich bin der beste und tollste, und ich habe gesprochen? Das Böse ist immer und überall, und besonders in Frankfurt.

    Und bei Nachbarkatze fällt mir dein Hund ein. Was treibt der eigentlich so? Eingeschnappt wegen Norbert? Jedenfalls trägt er in letzter Zeit noch weniger Punkte ein, als du. Und das will ja echt
    was heissen. :fg:

    1. falsch! „animal farm“ ist hessisch für „Die groesste Entaeuschung war ein Margaux, den mein Chef bei einem Berliner Sterne-Restaurant bestellte, die Magnumflasche war vierstellig, der Wein
      ziemlich flach.“
      ja, wo steckt er denn, mein hund? piti? gib laut! 😀

  2. Mit vollem Mund ist schlecht Laut geben. :ulle:

    Am Sonntag hatte ich mein Flax-Erlebnis auf zwei statt vier Rädern. Zwischen Rahmen, Schutzblech und Stollenreifen hatte sich so viel Eismatsch zusammengeklumpt, dass das Hinterrad kaum noch zu
    bewegen war. Noch nie haben mich zweieinhalb Stündchen auf dem Rad so komplett fertig gemacht. X(

    Ein beherzter Tritt war allerdings nicht die Lösung des Problems, erst ein Eimer heißes Wasser. Wobei mit dem Eis noch ein Teil der Nachlackierung um das Tretlager runtergegangen ist. :angry:

    Während sich also die Berlin-Fraktion bei Sauf- und Hessen bei Fressgelagen vergnügt, verteidigt Piti aufopferungsvoll sein Team gegen dunkle Jämmerlichgestalten. X( :]

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