Ooops! Schon Herbst?!

Draußen sieht es zumindest heute irgendwie so aus. Passend dazu hat den Bauherren eine brutale Erkältung erwischt. Seit drei Tagen pflege ich ihn mit frisch gekochtem Pfefferminztee, der mit Löwenzahnhonig gesüßt ist. Er behauptet, dass es hilft.

Erkenntnis: Selbst die scheinbar unerschöpflichen Pfefferminzbestände des Kräuterbeets, die ich wegen ihres ungestümen Wucherns bereits mehrfach bis ins dritte Glied verflucht habe, sind keineswegs unendlich.

Und für heute Abend habe ich eine Hühnersuppe angesetzt. Eine richtige Hühnersuppe ohne Tüte natürlich, und dafür mit einem richtigen Huhn. Vom Biohof. Wollen wir doch mal sehen, ob das den Viren nicht den Garaus macht! Grrrr!

Ich habe die Suppe allerdings etwas asiatisch gewürzt, zumal gerade Ingwer ja in diesem Zusammenhang recht nützlich erscheint. Eigentlich mag ich Ingwer. Was mich an ihm allerdings massiv stört, ist, dass auch Schuhbeck ihn mag. Was soll’s – der Ingwer kann ja nix dafür.

Und das Huhn kann am Ende auch nichts dafür, dass es mich ausgekocht an den Hintern von Miley Cyrus bei ihrem VMA-Auftritt erinnert hat. Und das, obwohl es keinen fleischfarbenen Latex-Slip trug. Ob die Zunge raus hing, weiß ich nicht. Es hatte beim Kauf schon keinen Kopf mehr.

Hühnersuppe

Gericht: Suppenteller
Keyword: hühnersuppe, suppe
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 1 Suppenhuhn (etwa 1,5 kg)
  • Öl zum Anbraten
  • 2 Zwiebeln, halbiert
  • 3 l Wasser
  • reichlich geschnippeltes Gemüse (Fenchel, Stauden- und Knollensellerie – inklusive Grün, Lauch, Karotten, Pastinaken – was so verfügbar ist)
  • 2 gequetschte Knoblauchzehen
  • 1 ordentliches Stück Ingwer in Scheiben
  • Salz, Pfeffer
  • Nelken, Kreuzkümmel, Ras el-Hanout, Chili, reichlich Safran, Lorbeerblätter, Piment
  • Frühlingszwiebeln, Karotten – in Scheibchen
  • Suppennudeln oder sonstige Einlagen

Anleitung

  • Wie das halt so geht: Zwiebeln habieren und äußerst scharf anbraten, Huhn dazu, mit Wasser aufgießen. Gemüse zugeben, Gewürze einstreuen. Sanft köcheln lassen. Nach etwa vier Stunden Huhn befreien, etwas abkühlen lassen und entbeinen. Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Beiseite stellen.
  • Suppe durch ein Sieb geben, Gemüse ausdrücken. Suppe wieder erhitzen und weiter einkochen lassen. Fleisch wieder zugeben. Abschmecken. Abschmecken. Und nochmals – und immer wieder - abschmecken.
  • Kurz vor Ende der Kochzeit Frühlingszwiebeln und Möhrenscheibchen zugeben. Parallel Nudeln kochen. Nudeln in die Teller geben, Suppe darüber gießen.

Am Ende sah das richtig gut aus. Und es schmeckte sagenhaft. Nicht wirklich wie Omas Hühnersuppe, aber irgendwie deutlich besser. Man mag es nicht glauben. Und Herbst und Winter laufen sich ja erst noch warm. Und „unser“ Biohof hat ja immer mal wieder frische Suppenhühner. Bei einem fetteren bleibt dann auch noch Fleisch für ein Frikassée übrig.

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