Ordnung und so

Gleich zu Anfang und der Ordnung halber: Ich war brav laufen, aber es lief nicht gut heute. Themenwechsel! Da der Bauherr noch einen abendlichen Termin wahrnehmen musste, machte ich mich daran, etwas zu erledigen, das ich bereits seit langem erledigt haben wollte: Kochrezepte sortieren.

Dazu muss man sagen, dass ich verschiedene Systeme parallel anwende. Ich besitze eines von diesen Blanco-Kochbüchern, in die man Sachen reinschreiben kann. Darin befinden sich alle alten Standardrezepte. Hundertfach erprobt, allseits beliebt.

Daneben gibt es zwei von diesen Zeitschriftensammlern, in denen sich lose Papiersammlungen befinden. Desgleichen ein Stapel in der Küche. Das Papier in meinem Zimmer sammelte sich größtenteils nach dem „Ah! Super! Ausdrucken!“-Prinzip an und ist nahezu ungetestet. Der Stapel in der Küche entstand nach dem gleichen Prinzip, wurde aber bereits nachgekocht.

Neben alldem nutze ich natürlich seit Bestehen des Blogs für bereits Gekochtes diesen als Gedächtnisstütze. Sehr praktisch. Vor allem, weil man zusätzlich zum Rezept auch noch Hintergrundinfos findet. An welchem Abend nochmal? Wie war das? Ach ja!

Der Plan war nun, die beiden Lose-Blätter-Sammlungen mit „Muss ich unbedingt…“-, „Muss ich unbedingt nochmal…“– und „Super. Für passende Gelegenheit aufheben!“-Prädikaten versehen in einen überschaubaren Rahmen zu pressen. Der zu diesem Behülfe vor Monaten erworbene Kochordner mit Register ist längst zu klein. Das Register wanderte also in einen fetten Büroordner und das große Sortieren konnte beginnen.

Leichter gesagt als getan. Ich hatte die Mengen unterschätzt, die ich gehortet hatte. Und wo war eigentlich der Locher?! Desweiteren war das Register zwar brauchbar, aber nicht ausreichend. Wohin mit den Massen von Rezepten für Eingekochtes und Alkoholisiertes? Ich starrte mit einem „Lieber Himmel!“ in den Augen auf meine schier unlösbare Aufgabe.

Am Ende hatte ich trotz der Unlösbarkeit ein einigermaßen vertretbares und nachvollziehbares System gefunden. Sogar meine Franz-Keller-Kochkurs-Mitschriften waren standesgemäß untergebracht. Jetzt heißt es, das Ganze morgen nochmals sichten und mit verschiedenfarbigen, selbsthaftenden Zettelchen in „ungetestet, dringend testen“, „ungetestet, bei Gelegenheit mal testen“, „getestet, ganz o.k.“ und „gestestet, sofort wieder“ zu sortieren.

Ich sage mal: eine lösbare Aufgabe. Den Rest des Abends werde ich damit verbringen, mir den Untergang des FCB anzuschauen. Hoffe ich jedenfalls. Muss ja alles seine Ordnung haben. Die Welt lässt sich ja prima in Gut und Böse anhand von Fußballfantum einteilen. Ich bin dann mal gespannt.

8 Kommentare

  1. Seit wann gibt es denn sky im bloghaus? :fg:

    Witzigerweise habe ich mir auch dieser Tage Gedanken über die Ordnung in deiner Rezeptesammlung gemacht. Bin nämlich mal wieder auf der Suche nach dem rheinhessischen Zwiebelkuchen-Rezept. Und ich
    war fast so weit, eine alphabetische Liste der „Am Herd“-Rezepte anzufertigen. Blöd, dass ich ausgerechnet jetzt wieder der Erwerbsarbeit nachgeheen muss. :seufz:

    1. eben. gibt es nicht…

      habe übrigens ein zwiebelkuchen-.rezept von franz keller aufgetan, das es demnächst zu testen gilt. vielleicht wäre das ja auch mal was?

  2. Nu bin ich aber überrascht?
    Keine iPad-App (z. B. recipeshelf?) Oder wenigstens eine Linkliste? delicious-markierungen? flickr-Gruppen?
    ich hätte echt mehr online-content vermutet.
    Analog kochen – das gibts also auch noch… kudos!

    1. ja, da bin ich eher konservativ 😀

      ich find’s praktisch, zettel und blätter zu haben, auf denen man varianten und änderungen vermerken kann. ich mag papier =)

  3. Moin, du kannst noch eine Rubrik „Testesser“ anlegen – und mich als´
    ersten aufführen! Mein Plan ist immer noch dich als Köchin anzustellen..
    Ich kann dir zwar nichts zahlen, aber Geld ist ja nicht alles…
    Muss unbedingt mal wieder bei dir vorbeikommen…
    L.G.

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