„Hello. Uhh, can we have your liver?“

Keine Panik. Leber gibt es heute nicht zum Abendessen. Ich habe mich für einen bunten Teller mit verschiedenen kalten und warmen Leckereien entschieden. Dazu später mehr. Auf die Leber brachte mich mein Freund F.J. Wagner in seiner heutigen „Post von Wagner“ zum Thema Organspende.

Ja, dreht denn der Mann jetzt völlig durch?!  „‚Ich kann mich jetzt nicht entscheiden‘, dass mir das Herz, die Leber, die Niere aus dem Leib genommen wird.“ Ja, warum denn nicht?! Ab dafür! Und: Gerade nach diesem völlig verwirrten „Brief“ wird doch ohnehin keine Krankenkasse der Welt – und sei sie noch so pleite – ernsthaft mit dem Gedanken spielen, F.J.s Leber noch irgendwem zu implanitieren! Oder etwa doch?!

„‚My what?‘ – ‚Your liver. It’s a large, ehh, glandular organ in your abdomen.'“

Dass er sich nur schwer davon trennen kann, ist offensichtlich. Schade, dass er nicht die wirklich schlagkräftigen Argumente gegen Organspende anführt. „Ich will mit meinem Herzen begraben sein, mit dem ich geliebt habe, geweint habe, gesiegt und verloren habe.“ erscheint mir etwas arm. Was ist denn das für ein Argument?! Seit wann weinen Herzen?! Was wird das? Eine BILD-Offensive gegen die Organspende, nachdem bereits E10 vernichtet ist? Ein neues Feindbild, weil das alte langweilt?

„‚What’s this, then? Mmh.‘ – ‚A liver donor’s card.‘ – ‚Need we say more?'“

Bislang tat sich das Revolverblättchen mit den vier Großbuchstaben ja eher als Organspende-Befürworter hervor. Man erinnere sich nur an die „Auch wir sind Organspender!“-Aktion im März 2011. Da fragt man sich halt, wem man eher vertraut: F.J. Wagner oder Sonya Kraus, Kloppo, Gülcan Kamps, Dr. Philipp Rösler, Mario Basler, Paul Breitner, Charlotte Engelhardt, Eva Padberg, Felix Magath, Dr. Rüdiger Grube, Prof. Roland Hetzer, Dr. Eckart von Hirschausen, Anke Huber usw. usf. Bessere Frage: Von wem würde ich am ehesten ein Organ annehmen? Tja…

„‚Listen! I can’t give it to you now. It says, ‚in the event of death‘. Uh. Oh! Ah. Ah. Eh.‘ – ‚No one who has ever had their liver taken out by us has survived.'“

O.k. Das Essen war übrigens lecker. Marinierte Putenschnitzel, Feldsalat mit Balsamicoreduktion, Ziegenkäse im Schinkenmantel, Filotörtchen mit Schinken-Parmesan-Füllung, Chutney vom Weinbergpfirsich – passte hervorragend in dieser Kombination. Morgen ist dann die Herstellung einer größeren Menge Apfelchutney geplant. Nach dem Läufchen natürlich. Und vor der Transplantation.

 

2 Kommentare

    1. danke für den taz-link. genau das meinte ich. da ist schluss mit lustig beim organe spenden… ^^

      wie lange ist es eigentlich her, seit ich „meaning of life“ zuletzt gesehen habe… *mmmhhh*

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