Don’t try this at home!

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Um es vorweg zu nehmen: Das Doradenrezept ist auf „ein andermal“ verschoben. Was da oben zu sehen ist, stammt aus meinem gestrigen Beitrag zum Thema: „Die meisten Unfälle passieren im Haushalt“. Ich ergänze mal: Die meisten Unfälle passieren in MEINEM Haushalt. Gefühlt jedenfalls…

Dabei bin ich mir irgendwie immer noch nicht so richtig klar darüber, was eigentlich genau passiert ist. Und wie. Und wie sich eine Wiederholung verhindern ließe. Kurz zuvor hatte ich noch gutgelaunt meine nette, kleine Dorade fein geputzt und mit Kräutern vollgestopft auf einem Wurzelgemüsebettchen ausgebreitet.

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Nicht mit Näglein, aber mit Fenchelsamen besteckt und mit Petersilie bestreut lag sie da friedlich einem Sud aus Weißwein und Fischfond. Ich steckte sie in den Ofen. Bis dahin alles super.

Als ich sie wenig später befreien und den Sud zum Einköcheln abgießen wollte, berührte ich mit dem Glasdeckel des Bräters die innere Glasscheibe des Ofens. Ich sage „berührte“ und ich meine „berührte“. Er ist mir nicht draufgefallen oder so. Und da gab es eine riesige Explosion. Die kleinen Sicherheitsglasscherben der Ofenscheibe und die großen Glasdeckelreste verbreiteten sich über das gesamte Erdgeschoss. Ohne Übertreibung!

Vielleicht ist eine offene Küche für mich doch nicht das Richtige. Vermutlich nicht mal offener Vollzug…

Der Gatte eilte mit dem Staubsauger zu meiner Rettung herbei und saugte stundenlang in stoischer Ruhe auch die letzten winzigen Glasscherben aus den letzten Ecken. Nachdem mein Heulen und Zähneknirschen in einer Flut von Selbstbeschimpfungen untergegangen war, bemerkte ich, dass ich eigentlich ziemliches Glück gehabt hatte, dass die Riesenscherben des Deckels ausnahmslos von mir weg und nicht zu mir hin explodiert waren.

Da allerdings auch auf der Küchenarbeitsplatte Scherben lagen, traute ich meinem Fisch nicht mehr. Also dem Fisch schon. Den bugsierte ich in eine andere Form und unterzog ihn einer intensiven Leibesvisitation. Nix dran.

Allerdings bestand die Gefahr, dass irgendwo im Gemüse etwas gelandet war, das da nicht hingehörte. Also alles durchs feinste Sieb und ab in die Tonne. Mist!

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Den Sud kochte ich ein, schnappte mir im Garten den ersten Mangold und schnippelte schnell ein paar Bratkartoffeln. So war das nicht geplant gewesen. Schmeckte aber erstaunlicherweise richtig gut. Die nächste Dorade gehört mir. Und dann versuche ich es nochmal. Allerdings in anderem Bräter. Der hier hat ja nun keinen Deckel mehr. Grrrr…

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4 Kommentare

  1. Autsch.
    Aber immerhin ist nichts wirklich schlimmes passier.t möchte hier nicht eines tages über die langzeitfolgen des verzehrs knuspriger glasdeckelteile lesen müssen…

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