Hit the Road, Don!

Da isser weg, der Trumpident. Ich werde eine Ersatzbeschäftigung für die allmorgendliche Runde durch die US-Shows finden müssen. Der erste Kaffee mit Stephen Colbert, Seth Meyers, den beiden Jimmies – Kimmel und Fallon – oder auch James Corden – irgendwie werde ich es vermissen. Was ich dagegen nicht vermissen werde, sind die Bemerkungen des Gatten zu dieser absurden Gewohnheit. Dank Anfällen seniler Bettflucht gönnte ich mir dieses zweifelhafte Vergnügen meist zu sehr, sehr unchristlicher Zeit. Aber egal. Vorbei.

Dass wir uns nicht missverstehen: Joseph Robinette Biden jr. ist nicht mein Freund. Ganz und gar nicht. Und er zerstört mir dazu noch mein masochistisches Trump-Vergnügen. Aber nach Monaten des ungläubigen Starrens auf einen Präsidenten, der dafür sorgte, dass ich mich wie ein voyeuristischer Gaffer fühlte, der fassungslos und entsetzt auf die Trümmer einer (vier)jahrelangen US-Präsidentschaft starrte wie auf einen Unfall an der A3 fühle ich mich gleichzeitig auch ein wenig erleichtert.

Hier noch meine Top3 der Abgesänge:

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Abschließend: Ich hasse, dass er aus mir einen Gaffer gemacht hat. Und ich bin froh, dass er weg ist. Ein einflussreicher Nazi weniger. Punkt.

„And now to something completely different.“

Essen. Gegessen wurde nämlich auch. Jaaaa… Und Sekt getrunken, aber das ist wieder eine ganz andere Sache. Ich versuchte mich unter der Woche an einem Pad Thai mit Lachs – weil die Zutaten gerade so da bzw. angebrochen waren.

Es war okay – und brachte mich über den anschließend folgenden Homeoffice-Tag, aber zufrieden war ich nicht. Das geht besser. Ich bleibe dran.

Gestern gab es Rote-Bete-Pasta nach einem bereits verbloggten Rezept – nämlich diesem hier: Buntes aus dem Lazarett. Der Pastateig erschien mir deutlich blasser als beim letzten Mal. So kippte ich den übrigen Rote-Bete-Saft ins Kochwasser. Und siehe da: Hello Kitty wurde sehr, sehr rot.

Das war der Plan gewesen. Und die Füllung bestand aus Ziegenfrischkäse, einem Ei, Parmesan, Salz, Pfeffer und genau so viel Paniermehl, bis die Konsistenz stimmte. Ausgesprochen lecker.

Bevor die Ravioli im Topf andeten, hatte ich noch ein konspiratives Treffen. Mit meiner Schwester und meinem Neffen. An der Autobahn auf Höhe Montabaur. Wir tauschten an einer Raststätte endlich die Weihnachtsgeschenke aus, die seit Dezember herumlagen. Das war für alle eine ausgezeichnete Idee.

Der Neffe konnte Fahrpraxis sammeln, die Schwester und ich bekamen u.a. je ein Haya-Molcho-Kochbuch. Und ich die sensationelle Klobürste von ganz oben, die ich – aus Gründen – nicht als Klobürste, sondern als Stiftehalter auf dem Schreibtisch zu nutzen gedenke. Uuund… Die Mutter schenkte mir einen Ochsenschwanz aus ihrem Fleischpaket von einem nahegelegenen Hof, mit dem sie sich nicht so recht anfreunden konnte – also mit dem Ochsenschwanz, nicht mit dem Hof.

Den Ochsenschwanz gab es gleich heute. Er schmorte mehrere Stunden in Rotwein. Dazu gab es Gnocchi. Sonst nix. Die Sauce sah aus, als wäre sie beleidigt, wenn ich ihr mit Gemüse käme. Recht hatte sie.

Das war ein echter Kracher zum Sonntag. So wahnsinnig intensiv und rund. Ich schiele schon nach dem nächsten Ochsenschwanz. Das Rezept für die perfekten Gnocchi wird nachgeliefert. Versprochen.

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