Leise rieselt der Schnee. Und so…

Ich fürchte, es rieselt bei mir nicht nur der Schnee, sondern auch der Kalk. Oder Mehl. Ja. Genau! Mehl! Das wird es sein! Die vorletzte Adventswoche nahm ordentlich Fahrt auf. Abends wurden doch noch Plätzchen gebacken. Ohne kann ich auch irgendwie nicht. Der erneute Weihnachtsmarkt-Glühwein und die Abteilungsweihnachtsfeier während der Woche sorgten auch nicht wirklich für Entspannung, sondern erhöhten am Ende nur den Zeitdruck. Auch wenn es jeweils dann doch sehr schön war.

Was soll’s! Ist ja alles nix Neues. Ist halt Advent. Immerhin gab es Schnee! Die weiße Pracht, die mein Schandfleckenbeet vor dem Haus gnädig verdeckte, hielt allerdings leider nicht lange an. Ich werde vor dem Fest wohl doch nochmal zur Gartenschere greifen müssen…

Die Plätzchen, die denen des vergangenen Wochenendes folgten, waren folgende: Schokowürfel und Nougat-Tuffs, Orangen-Schoko-Plätzchen und Ossa da mordere. Beginnen wir vorne:  Die Schokowürfel habe ich bereits mehrfach verbloggt. Es gibt wenig Besseres, wenn es flott gehen soll. Und wenn es schokoladig sein soll. Hier nochmal das Rezept:

Schokowürfel

Gericht: Weihnachtsteller
Keyword: plätzchen, weihnachtsplätzchen
Autor: essen&trinken Für jeden Tag 12/2012

Zutaten

  • 250 g gemahlene Mandeln
  • 160 g Kakao
  • 100 g Mehl
  • 2 TL Lebkuchengewürz (kleine Teelöffel, sonst wird es zu lebkuchig)
  • 500 g weiche Butter
  • 500 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 6 Eier
  • 200 g dunkle Kuvertüre

Anleitung

  • Mandeln, Kakao, Mehl und Lebkuchengewürz mischen. In einer zweiten (großen!) Rührschüssel Butter, Zucker und Salz schaumig aufschlagen. Die Eier nacheinander unterrühren.
  • Mandelmischung zugeben und ebenfalls unterrühren.
  • Den Teig auf ein gefettetes (oder mit Backpapier ausgelegtes) Blech streichen. Im heißen Ofen bei 180°C (Umluft: 160°C) auf der mitteleren Schiene 20 bis 25 Minuten backen. Vollständig auskühlen lassen.
  • Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, in einen Gefrierbeutel füllen, eine Ecke abschneiden und einmal kreuz und einmal quer über den Teig fließen lassen. Alles nochmals gut abkühlen lassen. Niedrige Außentemperaturen wie heute sind hier sehr willkommen.
  • Schokoteig in kleine Stücke (Ecken... Würfel... Wie auch immer...) schneiden und kühl lagern.

Als nächstes folgen die Nougat-Tuffs. Eine Premiere! Ich bin auf Pinterest auf sie gestoßen und fand sie ansprechend. Überzeugt hat mich dann das Foto des mittlerweile historischen Rezepts. Kann man mal testen. Gesagt, getan.

Das Original findet sich hier: einfachmalene.de

Irgendwo in diesem Haushalt befindet sich eine Backpresse. Ich bin ganz sicher. Ich hab‘ die Dinger – in doppelter Rezeptmenge – dann allerdings mit einem Spritzbeutel aufgespritzt. Muskelkater inklusive. Beim letzten Blech musste der Gatte ran. Ich war platt.

Nougat-Tuffs

Gericht: Backblech, Plätzchenteller
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 175 g Butter
  • 150 g Puderzucker
  • 1 Vanilleschote (das Mark)
  • 3 Eigelb
  • 225 g Mehl
  • 1 Msp Backpulver
  • 25 g Kakao
  • 1 Glas Zartbitter-Schokocrème

Anleitung

  • Butter mit dem Puderzucker und dem Vanillemark schaumig aufschlagen. Eigelbe nach und nach unterrühren.
  • Mehl, Kakao und Backpulver mischen und während des Rührens esslöffelweise zum Teig geben.
  • Teig mit einer Backpresse (!) auf mit Backpapier ausgelegte Bleche spritzen und bei 180°C Umluft etwa 15 Minuten abbacken.
  • Abgekühlte Plätzchen jeweils zu zweien mit Schokocrème dazwischen zusammenfügen.

 

Die Schoko-Orangen-Taler gibt es seit 2015. Auch eher ein Rezept für Menschen, die es gerne flott und unkompliziert mögen. Der Teig wird zu Rollen geformt, in Scheibchen geschnitten und dann abgebacken. Das geht schnell und sorgt für wenig Sauerei in der Küche.

Schoko-Orangen-Plätzchen

Gericht: Backblech, Plätzchenteller
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 200 g Mehl
  • 60 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver (gestrichen)
  • 100 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Orange (davon die Zesten)
  • 1 Ei
  • 125 g Butter
  • 100 g dunkle Schokolade, gehackt

Anleitung

  • Mehl, Stärke und Backpulver mischen, in eine Rührschüssel sieben. Zucker, Vanillezucker, Orangenschale, Ei und Butter hinzufügen. Die Zutaten zunächst kurz auf niedrigster, dann auf höherer Stufe gut durcharbeiten.
  • Die Schokolade in kleine Stücke hacken, kurz auf mittlerer Stufe unterkneten, anschließend alles auf der Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • Aus dem Teig Rollen formen. Kalt stellen, bis der Teig hart geworden ist.
  • Die Teigrollen mit einem scharfen Messer in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden, diese auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei 160°C Umluft ca. 10 Minuten backen. Anschließend – falls gewünscht – durch geschmolzene Kuvertüre ziehen.

Und zuletzt noch ein bislang erst einmal hergestelltes Gebäck. Und diesmal in Luxusversion. Ich hatte bei meiner letzten Mehlbestellung nämlich einen Beutel bester piemontesischer Haselnüsse mitgeordert. Und dabei hatte ich an diese Plätzchen gedacht: Ossa da mordere. Und diesmal war mir klar, dass ich mich erst gar nicht wundern würde. Die Herstellung ist seltsam, das Ergebnis genial. Und diesmal noch genialer als beim letzten Versuch.

Ossa da mordere

Gericht: Backblech, Plätzchenteller
Autor: MrsFlax

Zutaten

  • 500 g ganze, geröstete Haselnüsse
  • 500 g Puderzucker
  • 3 Eiweiße
  • 25 g Kakao

Anleitung

  • Alle Zutaten zu einer glatten Masse verrühren, diese anschließend gleichmäßig auf einen Backpapierbogen streichen und über Nacht antrocknen lassen.
  • Am nächsten Tag den Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ausreichend Backbleche mit Backpapier belegen.
  • Den Teig in ca. 3 x 3 cm große Quadrate schneiden. Diese mit ausreichend Abstand auf die vorbereiteten Bleche setzen und nacheinander im Backofen auf mittlerer Schiene je ca. 25 Minuten trocken backen. Anschließend herausnehmen und abkühlen lassen. Luftdicht verpacken.
  • Tips von mir: 1. Ich habe die Masse auf eine mit mit Backpapier ausgelegte Fettpfanne verteilt. 2. Die Bleche habe ich über Nacht auf Zimmertemperatur antrocknen lassen und dann am Morgen kurz auf der mit 0°C perfekt temperierten Terrasse platziert. 3. Nicht wundern, nur backen.

Und damit ist die diesjährige Backaktion dann auch abgeschlossen. Weihnachtsbäckerei wäre ein zu großes Wort. Das war mehr spontan und hurtig.

Immerhin habe ich mich zwischendurch intensiv mit dem Weihnachtsessen beschäftigt. Und bereits einige Komponenten hergestellt. Und das Dessert hatte auch bereits gestern einen Probelauf. Das könnte was werden. Sage ich jedenfalls mal ganz dreist. Der Hauptbestandteil passt so. Bißchen Deko kommt noch. Wird schon.

Vorbereitungstechnisch steige ich dann jetzt in die heiße Phase ein. Da das Gefrierfach überfüllt war, gibt es heute geschmorten Hirsch. Und die ersten Schwarzwurzeln der Saison. Läuft. Irgendwie.

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