Der Mainzer Keller ist leer. Ziemlich ätzend, seit teilweise mehr als zehn Jahren dort befindliche Dinge ans Tageslicht zu befördern. Dazu muss man sagen: Der Keller ist echt richtig widerlich und ein guter Grund, nie wieder einen Keller haben zu wollen.

Feucht, muffig, voller Spinnweben und lebensgefährlicher Elektroinstallationen. Nach Räumung entdeckten wir, dass sich eine Wand im hinteren Teil blasenartig vorgewölbt hatte und stellenweise aufgeplatzt und zerbröselt war. Im Nachhinein war es vielleicht die letzte Möglichkeit, dieser Nachkriegsbauhölle lebend zu entkommen. Puh! Nochmal Glück gehabt!

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Wie in letzter Zeit so oft geschehen: Die Pläne des Vortags müssen in letzter Sekunde geändert werden. Eigentlich wollten wir den Schrank in der Ankleide aufstellen, aber nach eingehender Vermessung und Überlegung wurde uns klar, dass wir das lieber bis nach der Montage der Sockelleisten lassen sollten. Ansonsten haben wir bis an unser Lebensende eine fiese Dreckecke in der Ankleide, die wir unverändert an nachfolgende Generationen werden weitergeben müssen.

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Heute ist es mir gelungen, einige der überall im Weg herumstehenden Umzugskisten zu leeren. Die Regale in der Ankleide wurden mit Max‘ Hilfe passend zugesägt und angebracht. Anschließend ging es ans Einräumen. Und da mussten auch bereits die ersten Kartons dran glauben. Ich werde also ab morgen wieder einen Überblick über meine Kleidung haben und nicht im Dunkeln entnervt in Kisten und Kasten wühlen müssen.

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Nachdem ich meiner Lieblingskollegin heute im Büro erzählt habe, dass wir massenhaft Mohn auf unserer Limes-Außenanlage haben, meinte sie: „Aber nur roten, oder?“ Ja. Nur roten. Stimmt. Wo ist eigentlich der weiße Mohn? Oder der rosafarbene? Weg!

Damit ist es klar: Meine unselige Generation hat ihn bei unzähligen „Engelchen oder Teufelchen?“-Spielen ausgerottet. Und wir haben uns echt nichts Böses dabei gedacht. Wie konnte das nur passieren? Prompt fällt mir natürlich bei dieser Gelegenheit auch wieder ein, dass wir damals Marienkäfer „gesammelt“ haben. In gelochten Plastikdosen. Und einmal habe ich in meiner Nachttischschublade eine ziemlich ordentliche Marienkäferpopulation gefunden, die den Winter ohne Wasser und Futter leider nicht überlebt hatte. Luft hatten sie ja bekommen. Waren ja Löcher in der Dose…

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Laut Max haben sie eine Kurzzeit-Gedächtnisleistung von zwei Sekunden. Klingt prima. Andererseits natürlich blöd, wenn man deshalb – wie unsere Stubenfliegen hier im Haus – die ganze Nacht über ein ums andere Mal gegen die Scheibe fliegt, sofort wieder vergisst, dass das nichts bringt, und am Morgen völlig entkräftet und im schlechtesten Fall sogar tot auf dem Boden vor dem Fenster liegt.

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