Sag‘ zum Abschied leise „Bratwurst“…

Gestern habe ich die Spargelsaison eröffnet. Seit gestern ist nämlich mein Lieblingsstand aufgeschlagen. In zwei Tagen haben wir zu zweit ein Kilo vernichtet. Und das ohne irgendwelche kohlenhydratlastigen Sättigungsbeilagen. In den ersten Spargel könnte ich mich immer reinlegen. Und zum Saisonstart gabe es meine Lieblingskombi aus dem vergangenen Jahr: Spargel und Estragon. Ein Traumpaar, das einen mehr anrührt als Orpheus und Eurydike. Und das, obwohl der Estragon nicht Richtung Unterwelt gezerrt wird, und Spargel nicht singen kann. Glaube ich…

Nach der Ordnungsaktion im Kräuterbeet hämmerte es schon ständig in meinem Hinterkopf „Der Estrahon muss weg. Der Estragon muss weg. Der Estragon muss weg.“ und „Wehret den Anfängen!“

Jedenfalls ist es mir seit gestern gelungen, dem überbordenden Estragonwachstum etwas Einhalt zu gebieten. Recht viel davon wanderte in die Sauce, einiges geschnippelt aufs Essen. Ich liebe den Anisgeschmack des Estragons. Von mir könnte der überall drin sein. Hat egentlich schon mal wer Estragon-Eis hergestellt?

Ein Gedanke, der mich jetzt vermutlich erstmal verfolgen wird.

Jedenfalls gab es dann gestern also den allerersten Spargel der Saison. Mit scharf mariniertem Lachs. Und mit Estragon-Ziegenfrischkäse-Sauce. Im Prinzip war das als Restevernichtung im Kühlschrank geplant. Aber dann war es so köstlich, dass ich es demnächst mal verbloggen werden. Dauert nur einen Augenblick. Weil!

Mit Lachs war das schon extrem gut. Heute landete dann eine Aartalhof-Wurst auf der Spargel-Estragon-Kombi des Vortags. So eine Wurst als Abschiedsessen vor ein paar Tapas-Fisch-Meeresfrüchte-Sonnenschein-Tagen musste einfach noch sein.

Die fast vergangene Woche war insgesamt ziemlich grauenvoll. Etwas frische Luft und die ein oder andere Küstenwanderung werden wohl das in Ordnung bringen, was da gerade wieder mal meine Grenzen auslotet. Da bin ich sicher. Ich hoffe nur, dass der fürs Wochenende prognostizierte Nachtfrost sich in Grenzen hält. Das arme Weinbergpfirsichbäumchen! Es würde mir das Herz brechen, wenn seine Fruchtansätze dahingerafft würden.

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