„The problem is all inside your head, she said to me…


… The answer is easy if you take it logically
I’d like to help you in your struggle to be free
There must be fifty ways to eat your Schparschel…“
Bei fünfzig Zubereitungsarten sollte ich demnächst ankommen. Um genau zu sein, haben wir seit der offziellen Eröffnung der Spargelsaison in diesem Haushalt (am 20.04., wenn ich nicht total schief gewickelt bin…) keinen Abend ohne Spargel verbracht. Bis auf gestern.

Gestern war allerdings ein echter Ausrutscher. Da kam ich so spät und erschöpft nach Hause, dass gar nix mehr ging. Heute sind es noch 31 Tage bis zum Ende der Spargelsaison. Und wenn ich bis dahin meine Jeden-Abend-Spargel-jeden-Abend-anders-Masche durchziehe, dürfte ich bis zum Johannistag die fünfzig Spargelvarianten locker geknackt haben.

Was ich heute dringend empfehlen möchte, ist eine äußerst spargelkompatible Beilage: Pakaura. Darüber gestolpert bin ich vor ein paar Tagen. Es handelt sich um ein afghanisches Rezept zur Zubereitung von frittierten Kartoffelscheibchen. Und die knusprigen Scheibchen passen perfekt zum Spargel. Vor allem auch ihr orientalischer Geschmack.

Hier das Rezept:

Pakaura Kachalu

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Zutaten

  • 2 Kartoffeln
  • 75 Gramm Mehl
  • 1 Prise Salz
  • etwas gemahlene Koriandersaat
  • etwas Chili, etwas Pfeffer
  • etwas Curry
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Tasse lauwarmes Wasser
  • Öl zum Frittieren

Zubereitung

  • Kartoffeln gründlich waschen und in sehr dünne Scheiben hobelnn.
  • Alle anderen Zutatenten bis auf das Öl (Knoblauchzehe fein hacken) in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab aufmixen, bis aööes eine konsistente Masse ergibt. Falls das Ganze zu dünnflüssig ist, einfach mit etwas Mehl nachjustieren.
  • Alles eine halbe Stunde gehen lassen.
  • Öl erhitzen.
  • Die Kartoffelscheibendurchn die Mehlmischung ziehen und sofort in heißem Öl ausbacken, bis die Kartoffeln goldbraun sind.
  • Die frittierten Kartoffeln auf Küchenkepp abtropfen lassen und zügig servieren.

Was ich heute gemacht habe? Ein lustiger Tag. Er startete mit der Suche nach den sechs historischen Tomatensorten, die im „Lidl“-Angebot waren. Bereits gestern klapperte ich drei Filialen in der Hoffnung ab, dass die Dinger bereits frühzeitig in den Verkauf gegeben worden seien. Fehlanzeige. Und das nach einem Tag, der freundlich beschrieben, die Hölle war. Egal.

Heute morgen hatte ich erheblichen Zeitdruck. Am Ende schaffte ich es trotzdem, zwei Sechser-Kartons in der ab sieben Uhr geöffneten Filiale an der Wiesbadener Äppelallee zu erbeuten. An der Kasse erhielt ich Ratschläge. Frau vor mir: „Die brauchen  Wasser!“ Mann hinter mir: „Aber nicht zuviel!“

Dass sie etwas trocken waren, hatte ich bereits ohne Rentnertipps erkannt. Ich kaufte eine Flasche Wasser zusätzlich und leistete Erste Hilfe im Auto.

Abgesehen davon, dass das erste Foto nach der Beschaffung etwas unscharf ist, und abgesehen davon, dass sich da Krümel im Fußraum meines Beifahrersitzes befinden, ist der Unterschied zwischen den Fotos echt erstaunlich. Als ich nach achteinhalb Stunden zu meinem in der Sonne geparkten FIAT-Gewächshaus zurückkehrte, fühlte es sich nach dem Öffnen der Tür an wie das Tropenhaus im Frankfurter Palmengarten, Heiß. Sehr heiß. Und feucht. Sehr feucht.

Zwischen den beiden Fotos fanden allerdings noch erstaunlichere Dinge statt. Dinge, die ich nie für möglich gehalten hätte. Dinge, die mit mir in einem AMG-getunten Mercedes zu tun hatten.

Dazu muss gesagt werden, dass ich völlig schuldlos an dieser peinlichen Situation war. Wir hatten einen Firmenwagen – um genau zu sein einen Opel Astra – zur dienstlichen Nutzung für den heutigen Tag beantragt. Als wir das Ding in Besitz nahmen, stellten wir fest, dass es sich definitiv nicht um einen harmlosen und unverdächtigen silbernen Astra, sondern um eine Zuhälterkarre in Knallrot handelte.

Ich sage es ungern, aber ich sage es: Wir brauchten zehn Minuten, um das Ding zu starten, das Navi zu programmieren und die männlichen Kollegen, die zufällig vorbeikamen, davon wegzupeitschen. Am Zielort waren wir fest entschlossen, auf einem Frauenparkplatz zu parken. Weil wir das lustig fanden. Blöderweise war keiner mehr frei.

Wir hatten es in Erwägung gezogen, in der Mittagspause einen Fuchsschwanz zu besorgen, hatten uns dann aber auf Essen beschränkt. Und als ich dem Gatten mitteilte, dass es etwas später werden würde, weil wir erst noch den Straßenstrich abkassieren müssten, lachten wir albern. Aber immerhin hatten wir da schon den Rückwärtsgang gefunden und die Handbremse entriegelt, von der wir bis jetzt nicht wissen, wo sie sich genau befand.

Pünktlich zu meiner Heimkehr hatte sich eine weitere Iris entfaltet. Ich war und bin begeistert. Noch begeisterter bin ich allerdings, wenn ich an den morgigen Abend denke. Aber dazu dann am Wochenende mehr.

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